Uschis Törtchenpremiere

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Ich backe ja eigentlich sehr gerne, wenn auch leider viel zu wenig und wenn auch leider immer mit einer verwüsteten Küche als Resultat, was vielleicht auch einer der Gründe ist, warum ich dann doch nicht so oft backe. Und neben den einfachen Rührkuchen-Klassikern habe ich mich sogar schon mal an Cupcakes gewagt oder an einen Bienenstich mit Puddingfüllung. Und vielleicht könnt ihr euch noch erinnern, dass das schon sehr aufregend für mich war. Aber Torten?!?! Nee, so was können nur Profis, dachte ich. Bis mir dann Regina zu Weihnachten das entsprechende Equipment unter den Tannenbaum legte und mir einen Blick zu warf, der soviel hieß wie „Uschi, der Zeitpunkt ist da, du bist bereit für dein erstes Törtchen!“. Nun, und ich würde keinen Blog schreiben, wenn ich euch dieses Zauberequipment zum Gelingen eines Törtchens vorenthalten würde:

1. ein Konditormesser von Zenker zum easypeasy Durchschneiden von Tortenböden (vergesst übrigens diese Tortenschneider aus Draht von Ikea, bis jetzt hab ich von keinem gehört, dass der funktioniert)

2. einen XXL-hohen Tortenring für ganz viel Creme und viele Lagen

3. zwei Springformen mit 15cm Durchmesser

4. eine wunderhübsche Tortenplatte in Türkis von H&M (braucht man jetzt nicht unbedingt zum Torten backen, aber sie wird dich motivieren, jedes Mal, wenn du sie siehst! )

Ich als absoluter Törtchenlaie habe ja immer den meisten Respekt vor dem Durchschneiden der Tortenböden, die in meinem Kopf schon auseinander brechen, bevor ich sie überhaupt angefasst habe. Daher war es total praktisch, mit einem 15cm-Törtchen zu starten. Hier sind die Böden nämlich so klein, dass man sie nach dem Durchschneiden direkt auf eine kleines Frühstücksbrettchen schieben kann. Und so habe ich es tatsächlich geschafft, als absoluter Laie ein 4-lagiges Törtchen zu backen! Yay!

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, habe ich mich für eine kleine Schoko-Espresso-Kalorienbombe entschieden. Wie sich auf dem Geburtstag meiner Freundin dann nachher rausstellte, kam das merkwürdigerweise vor allem bei den Männern gut an…also nur mal so nebenbei, ne? *KlimpKlimp*

Hier also mein Premieren-Schoko-Törti-4Lagen-15cmDurchmesser-Rezept :

Für den Tortenboden braucht ihr 75g Butter, 270g Weizenmehl, 60g Kakao, 1 1/2 TL Natron, 1 1/2 TL Backpulver, 250 g Zucker (ich mag es nicht so süß, wer es gerne amerikanisch mag, der sollte noch mal 50g dazu nehmen), 2 Eier, 225ml Milch, 150ml starker heißer Kaffee. Nun den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und zwei 15er-Backformen einfetten.

Die Butter auf niedriger Stufe schmelzen und wieder abkühlen lassen. Dann Mehl, Kakao, Backpulver und Natron in eine Backschüssel sieben. Nun nacheinander Zucker, Milch, Eier, Butter und zum Schluss den Kaffee hinzugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber diese Reihenfolge entspricht eigentlich nicht der Routine, mit der ich sonst einen Teig zusammenrühre. Normalerweise starte ich mit der Butter, gebe dann Zucker und Eier hinzu und dann die restlichen Zutaten. Auch hatte ich beim ersten Mal Angst, der heiße Kaffee könnte irgendwas zum Gerinnen bringen. Tut er aber nicht. Und der Teig wird wundervoll fluffig und luftig. So, nun den Teig in die beiden Springformen füllen und etwa eine halbe Stunde backen. Danach auskühlen lassen und wenn er abgekühlt ist, aus der Form lösen und jeweils in der Mitte quer durchschneiden, so dass ihr insgesamt 4 Böden habt.

Während die Böden im Backofen sind, könnt ihr schonmal die Schoko-Espresso-Creme vorbereiten. Dafür braucht ihr 200g Zartbitterschokolade, 200g Butter (Zimmertemperatur), 200g Puderzucker, 60g Kakao, 1 Vanilleschote oder Vanilleextrakt und 4 EL flüssigen Kaffee (es ist sicherlich noch was vom Kaffee oben übrig). Ersteinmal müsst ihr die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Dazu unbedingt den Soundtrack von Chocolat anmachen, sonst ist es nur halb so schön! Danach die Butter in einer Schüssel schaumig rühren und danach den Puderzucker und den Kakao in mehreren Teilen darunter mischen, bis eine glatte Masse entsteht. Nun die geschmolzene und etwas abgekühlte Schokolade dazu geben, weiter rühren, das Mark der Vanille dazu, weiter rühren, abschließend den Kaffee hinzugeben, weiter rühren, und TADAAAA, da ist sie, eure glatte und glänzende Schoko-Espresso-Creme.

Nun legt ihr den ersten der 4 Böden auf die Tortenplatte, bestreicht ihn mit der Creme, legt den zweiten darauf und so weiter. Am besten hat das bei mir mit einem einfachen Buttermesser geklappt.  Abschließend das ganze Törtchen gleichmäßig mit der Creme bestreichen. Hier habe ich dann einen Löffel genutzt, in dem ich ihn locker an die Creme gehalten habe und die Tortenplatte mit der anderen Hand gedreht habe. Bei mir kamen dann noch kleine Schokoherzchen darauf, ein anderes Mal habe ich sie aber auch einfach „nackig“ gelassen. Der Zeitpunkt für aufwendige Spritztechniken oder Fondant ist dann doch noch nicht gekommen, hihi. Anschließend müsst ihr das Törtchen noch kühlen, damit die Creme ein wenig fest werden kann.

Vielleicht konnte ich ja die ein oder andere Törtchenbackverweigerin überzeugen – der Zeitpunkt ist gekommen! Traut euch!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

P.S.: Bitte entschuldigt, dass ich euch kein schönes Bild des Innenlebens anbieten kann – dafür war das Törtchen leider zu schnell weg. Mmmmmhhhhh…

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Uschi und Reginas 12 von 12…also in Monaten…so wie ein Jahresrückblick…wegen Silvester und so!

Hach, jaaaaaa, uns gibt’s auch noch und wir sind auch nicht vom Grinch entführt worden. Der Advents- und Weihnachtshammer hat uns dieses Jahr nur beide aber so was von gekriegt – mal ganz abgesehen von diversen Fieberchen und Viren und akuter Vorweihnachtstrubelei. Was lernen wir daraus? Alle Adventsbeiträge einfach schon im Herbst vorbereiten – und die Herbstbeiträge im Sommer…was quasi bedeutet, dass wir nächste Woche am besten mit den ersten Erdbeerrezepten anfangen sollten…hihi…was wir dann eh nicht machen, das können wir euch versprechen!

Aber jetzt genug der Entschuldigungen, und weiter im Programm – heute gibt es nämlich zur Feier des Tages einen gemeinsamen Jahresrückblick in Bildern – also, so ist es zumindest geplant, es ist jetzt 16:42 Uhr, noch haben wir über 7 Stunden Zeit! Regina ist gerade mit ihrem Nordi und dem Erdnussflippi von einem langen Strandspaziergang wiedergekommen, der Junomann brutzelt schon fleißig vegetarische Frikadellchen und ich sitze nun also hier in unserem superschönen Ferienhäuschen auf Fehmarn am skandinavisch-schlichten Schreibtisch und tippel unseren letzten Beitrag in diesem Jahr. Wir haben es nämlich nun nach 12 Jahre tatsächlich das erste Mal hinbekommen, gemeinsam ins neue Jahr zu rutschen und fühlen uns hier wie Kate Winslet und Cameron Diaz in der letzten Szene von „Liebe braucht keine Ferien“, in der alle superhappy mit Sektglas im Schein des Kaminfeuers durch das Wohnzimmer tanzen.

So, hier nun also unsere Highlights des letzten Jahres (Uschi links und Regina rechts):

JANUAR

Im Januar hat die Regina Geburtstag gefeiert. Und zur Feier des Tages sind Uschi und das Augustinchen ins Minidorf gefahren und haben Regina ein kleines feines Poster mitgebracht – perfektes Motto für das neue Jahr. Und wenn die Uschi nicht gerade mit Regina in der Gegend rumgehüft ist, hat sie Weihnachtsreste vernascht und dazu koffeinfreien Malzkaffee getrunken. Mmmhhhh…

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FEBRUAR

Im Februar ging es für Uschi und Augustinchen zur Oma nach Köln, zum Karneval feiern und gemütlichen langen Gesprächen, für die man irgendwie nur in der Elternzeit Zeit hat. Herrlich! Währendessen wuchs Reginas Murmel fleissig, Erdnussflippi wartete in den Startlöchern und Regina nähte voller Vorfreude fleissig kleine Liebhaberstücke.

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MÄRZ

Der Frühling kündigte sich mit warmen Sonnenstrahlen an und Ende des Monats war es endlich so weit, nach all der Warterei, Vorfreude und Aufregung: Klein-Flippi erblickte das Licht der Welt!

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APRIL

Im April wurden fleissig Kinderwagen durch die grüner werdenden Parks und Wälder geschoben, endlich konnte wieder Kaffee im ZierlichManierlich getrunken werden und Elisabeth musste auch mal als Osterhase herhalten, als Nordis ganze Familie zum Osterfest anreiste – vor allem, um den neuen Erdenbürger kennen zu lernen. Ein ebenfalls wichtiges Datum in diesem Monat – Uschi&Regina gehen an die Öffentlichkeit! Hihi…

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MAI

Für Uschi, Junomann und Augustinchen geht es im Wonnemonat nach Kreta – währenddessen genießen Regina und Erdnussflippi innige Mutter-Sohn-Momente! Hach…

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JUNI

Der Junomann feiert Geburtstag und alle Babys feiern mit – auch Augustinchen und Erdnussflippi! Uschi und Regina trinken Sommerbrause (GingerAle mit Minze – wobei Regina keine Minze durfte, wegen der Milch und so…) und naschen Schwarzwälderkirsch-Dessert. Apropos Kirsche – für Erdnussflippi wurde an Ostern mit der Familie ein Kirschbaum gepflanzt und zu dem macht Regina nun ganz oft einen Ausflug…und genießt den Sommer zusammen mit ihrem Söhnchen im Schatten von Obstbäumen.

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JULI

Uschi unternimmt zusammen mit ihren Geschwistern eine Reise ins schottische Edinburgh und es ist echt warm! Regina verbringt viel Zeit an der schönen See und zeigt Flippi zusammen mit seinen Geschwistern Strand, Sand, Möwen und Ostseewasser. Er nimmt das alles noch relativ unbeteiligt hin und schläft viel in seinem chilligen Strandkorbnest 🙂

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AUGUST

Augustinchen wird ein Jahr alt und damit ist die Elternzeit für Uschi vorbei. Als Belohnung gibt es nach der ersten Arbeitswoche Cupcakes von der Lieblingscupcakery Marshalls Mum…mmmhhh! Ende August haben Uschi&Regina ihren ersten feinen kleinen MiniPopUpShop! Regina nistet sich mit Flippi im Bungalow ein, der an einem kleinen See liegt und genießt dort die freie Zeit. Hitzefrei von allem. Der Nordi und die großen Kids kommen so oft es geht bzw. verbringen einen Teil der Ferien im kleinen Sommerdomizil und bespaßen Elisabeth, die im früheren Leben mal ein Otter gewesen sein muss….

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SEPTEMBER

Dem Septemberregen wird getrotzt und Uschi liebt nach wie vor ihre Röcke! Aber trotzdem zieht es uns wieder in unsere Nester zurück. Es wird kuscheliger und auf dem Dorf hat Flippi zum ersten Mal Kontakt zum Lieblings-Sonntags-Frühstück seiner Geschwister. Und auch wenn er diesen Pancake noch nicht verspeist hat, war sein Feuer entflammt. haha

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OKTOBER

Das Wetter ist mild und der Oktober golden! Zeit für viele kleine Herbstbasteleien! Regina und ihr Nordi sind im Oktobermodus, denn die Kraniche ziehen zu Tausenden durchs Land und bringen zusammen mit Kürbissen den Herbst und damit viel Arbeit in ihr Leben.

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NOVEMBER

Im November wird sich dem Monat entsprechend zuhause eingemummelt, Kerzen angezündet und Tee getrunken. Ein heißes Bad ist da auch sehr zu empfehlen! Regina hat außerdem mit ihren niedlichen kleinen Kuschelwolken die ulitimative Bastelidee für Weihnachten gefunden!

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DEZEMBER

Einem stressigen und verschnupften Dezember, mit dem ersten Weihnachten für den kleinen Erdnussflip, folgt zwischen den Jahren der erste gemeinsame Silvester-Ostsee-Winterurlaub von Uschi & Regina – inklusive einer frischen Seebrise und Pudelmützen.

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In der Zwischenzeit haben wir die Babies gebadet, unsere Lidstriche nachgezogen, Essen vorbereitet, den Tisch gedeckt, den Kamin entzündet, ein paar Luftballons aufgeblasen und die ersten Getränke serviert. Es ist 19:43 Uhr. Dinner for One fängt an. Und wir haben Hunger.

Wir danken für die Aufmerksamkeit, wünschen einen guten Rutsch in ein tolles neues Jahr!!!

*Wunderkerzen-schwenk* & liebste Grüße ausm Urlaub,
Uschi & Regina ❤

It’s Teatime, Baby! Und warum Pinienkerne die neuen Mandeln sind…

Draußen wird es gerade gar nicht mehr hell, Novembertage, wie sie im Buche stehen, grau in grau, Nebel, nur ab und zu lugt die Sonne durch die Kuschelwolken (hihi), denkt sich „Oah, nee, November mag ich hier oben ja irgendwie nicht, ich lass mich lieber in Australien am Strand sehen“ und haut wieder ab. Aber irgendwie mag ich ja diese Zeit zwischen goldigem Oktober und heimeliger Adventszeit, die Vorfreude auf die Vorfreude macht sich breit und man kuschelt sich auf seine Couch mit einem guten Buch und trinkt – jaaaaaa- Tee! It’s Teatime, Baby! Meine absolute Neuentdeckung: Grüner Roibuschtee! Und der hat irgendwie gar nichts mit bitterem grünen Tee zu tun und auch nichts mit dem leicht muffigen roten Roibuschtee. Grüner Roibusch vereint sozusagen nur die positiven Eigenschaften der beiden. Er ist frisch, sanft, gesund, hat wesentlich weniger bittermachendes Tannin als herkömmlicher schwarzer oder grüner Tee, ist koffeinfrei und eignet sich wunderbar als Grundlage für leckere Aromen. Zum Beispiel für meine Lieblingsgewürzmischung von Sonnentor, der Flower-Power-Gewürzmischung. Ich lieeeeebe diese Mischung aus Blütenblättern, Vanille, Zimt, Nelken und Ingwer. Normalerweise nehme ich das immer zum Backen, aber einen halben Löffel zum grünen Rotbusch gemischt, und der Tee schmeckt wundervoll blumig, weihnachtlich und macht ganz doll glücklich.

Tee mit Pinienkernplätzchen und Gebäckzange

Hach, und da sitz ich da, trinke meinen Glücklichmachertee und schmöker in meinen Rezeptbüchern nach leckeren Weihnachtsplätzchen und da sind sie, die leicht goldig gebackenen Zuckerplätzchen mit Pinienkernen on top! Haben wir nicht noch ein angefangenes Tütchen mit Pinienkernen vom letzten Salat da? Und schwups, stehe ich auf einmal mit Rührbesen in der Küche und backe spontan Pinienkernebutterplätzchen. Die sind, ihr könnt es euch denken, total einfach, aber einfach mal so lecker! So ein bißchen wie Heidesandplätzchen, nur mit Pinienkernen. Wunderbar! Ihr wollt sie auch? Hier ist das Rezept, welches ich übrigens aus dem goldenen Weihnachtskochbuch von GU habe.

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Für etwa 30 Plätzchen braucht ihr 200g weiche Butter, 50g Puderzucker, 1 Prise Salz, Vanille (ich habe eine halbe Schote ausgekratzt, aber ein Päckchen Vanillezucker tuts sicher auch), 200g Mehl, 3 EL einfachen Zucker und Pinienkerne zum Verzieren (ca. 40g).

Ihr heizt den Backofen auf 180 Grad vor und bereitet zwei Blech mit Backpapier vor. Dann die weiche Butter mit dem Puderzucker, dem Salz und der Vanille cremig rühren. Das Mehl dazu, bis der Teig bröselig wird. Ruhig ein bißchen mehr nehmen, wenn’s noch zu feucht ist. Dann etwa walnussgroße Kügelchen auf das Backblech geben, aber schön mit Abstand und so, ne? Nun werden die Kugeln mit dem einfachen Zucker bestreut und mit einem Glas leicht platt gedrückt. Jetzt kommen endlich die Pinienkerne ins Spiel. Ein paar auf jedes Plätzchen geben und erneut mit dem Glas platt drücken, sie sollten nicht höher als 1cm sein. Nun etwa 10 Minuten goldbraun backen, Vorsicht, sie dürfen nicht zu dunkel werden! Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und dann mit einem Glückstee genießen.

November, so schlecht bist du doch nicht…

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

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Latääne, Sonn un Mond un Stääne!

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Für alle, die es noch nicht wissen – eigentlich bin ich ja so ganz ursprünglich ’ne „Kölsche Mädche“. Weil das aber so lange her ist und ich auch kein bisschen Dialekt mehr spreche, merkt das keiner. Selbst ich vergesse das oft. Außer…an zwei Tagen im Jahr: Rosenmontag und St. Martin. Da kommen automatisch Kindheitserinnerungen hoch, die mich Dom und Rhein ein wenig vermissen lassen. Und dieses Jahr ist der St. Martinstag etwas ganz Besonderes, denn ich durfte nach gefühlten 25 Jahren mal wieder eine Laterne basteln – weil das Augustinchen das ja noch nicht alleine kann, aber doch schon groß genug ist, heute Abend mit zu laufen und die vielen Lichter zu bestaunen. Zwar wird es in Leipzig keinen St. Martin mit rotem Mantel auf dem Pferd geben (mit all den dazugehörigen Pferdeäpfeln, in die wir Kinder damals reinstapften) und auch keine traditionellen Weckmänner (das sind so Männer aus Rosinenbrotteig mit einer weißen Pfeife, die fein säuberlich abgegessen und danach sofort benutzt wurde), aber dafür haben wir hier ein Lagerfeuer und Stockbrot!

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Für die Laterne habe ich übrigens nur Materialien benutzt, die ich im Haus hatte und das war so eine Ikea-Tassen-Pappe, aus der ich mit Masking-Tape einen Würfel gebastelt und die runden Fenster mit Seidenpapier beklebt habe. Noch schnell ein paar Sterne ausgestanzt und dran geklebt, fertig! Nächstes Jahr ist Augustinchen dann sicher schon groß genug und kann mitbasteln – ein Tipp der Uschi-Mama: Das Kind Butterbrotpapier wild mit Wachsmalstiften bekritzeln lassen, bis alles schön bunt ist und man nichts Weißes mehr sieht und dieses dann auf zwei runde Käseschachteln kleben…ich kann mich noch gut erinnern, wie ich genau mit einer solchen Laterne damals dem St. Martin hinterher lief und lauthals sang: „All die Puute sin op Trabb en der Hand die Lämpcher, op der Stroß un en der Gass danze dausend Flämmcher“. (Mit Puute ist übrigens kein Geflügelfleisch gemeint, nee, dass sind im Kölschen die Kinder, hihi…)

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen St. Martinstag!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

P.S.: Huch, heute ist ja auch noch Dienstag, na, da schick ich meine Laterne doch gleich mal rüber zu den anderen Creadienstag-Projekten!

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Glitzherbstdeko, die Erste!

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Erinnert ihr euch an die Schleimmonster, von denen ich Anfang des Monats erzählt und damit ja auch ein wenig Verwirrung gestiftet habe? Es wurde ja schon vermutet, meine Balkonpflanzen wären von schleimigen Nacktschnecken befallen, nur warum ich diese mit zu einer Familienfeier nehmen musste, blieb dem Leser unklar. Ja nee, keine Schnecken, ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass ich erkältet war – und bin. Wie heißt es so schön, eine Erkältung kommt 3 Tage, bleibt 3 Tage, geht 3 Tage? Nun, bei mir gaben sich nur leider die unterschiedlichen Erkältungen die Klinke in die Hand, immer wenn Eine gerade am gehen war, kam auch schon die Nächste. Bis dann irgendwann mein Körper gestreikt hat, so Uschi, entweder Bettruhe und ganz viel Tee oder ich mach hier nicht mehr mit! Ich habe mich also gefügt und verbringe nun die Tage auf dem Sofa, in meine Kuscheldecke gekuschelt und staffelweise Danni Lowinski guckend. Sorry, fragt nicht, diese Frau ist ja völlig an mir vorbei gegangen, aber einmal angefangen macht es ja irgendwie süchtig.

Aber nach gefühlten 47 gewonnenen Klagen der Frau Lowinski brauchte ich dann irgendwann auch ein bißchen Abwechslung und war bereit für mein erstes Herbst-DIY in diesem Jahr. Und weil es so einfach und so schön ist, muss ich es natürlich mit euch teilen! Alles was ihr braucht sind Herbstblätter, Leim, einen Pinsel und Glitzer!

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Ich habe also die vom Augustinchen und Junomann gesammelten Herbstblätter zunächst unter dicke Bücher gepackt und ein wenig geplättet. Dann wurden sie mit Leim bestrichen (ich habe da so ein Fass mit speziellem Decopatch-Leim, aber sicher geht auch normaler Bastelkeber, es muss nur flüssig und leicht aufzutragen sein) und mit vieeeel Glitzer bestreut. Alles, was danach daneben fällt, kann ja wiederverwendet werden.

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Die typische Frage vom Junomann, als ich ihm stolz die glitzernden Blätter zeigte: Und was machst du jetzt damit? Tsss…Männer! Lasst eurer Fantasie freien Lauf! Legt sie als Deko auf die Tischdecke! Oder klebt sie als Verpackungshighlight auf ein verpacktes Geschenk! Und mit einem Stock und ein bißchen Strippe könnt ihr ganz schnell ein goldiges Herbstmobile basteln, was in der Oktobersonne funkelt und garantiert ganz schnell wieder gesund macht!

Achja, und falls ihr Euch fragt, warum das hier jetzt der erste Teil der Glitzherbstdeko ist – die Regina wird schon ganz bald weiterglitzern!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

P.S. Und weil heute Dienstag ist, schicke meine Glitzerblätter noch schnell rüber zum CREADIENSTAG!

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Herbstliche Bratapfelkekse

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Erinnert ihr euch an meine Schwarzwälder-Kirsch-Desserts, die ich damals bei einer Aktion von Frau Knusper vom Knusperstübchen verlinkt hab? Seit diesem Zeitpunkt lese ich den Blog von ihr regelmäßig und meine Liste der leckeren Dinge, die sie vorgebacken hat und die ich unbedingt mal nachbacken will, wird seit dem immer länger. Bei jedem neuen Rezept läuft mir das Wasser im Mund zusammen und doch sind es keine fancy Kreationen, die man sich nicht traut, sondern wundervoll zimtige, streuselige, hefeteigige Versionen, bei denen man sich jeden Tag den Kaffeetisch von Omi herbeisehnt, so mit bollerndem Ofen im Hintergrund, einer schnurrenden Katze auf dem Schoß und Regentropfen, die ans Fenster klopfen. Und dabei ist Frau Knusper dann auch noch so wundervoll auf dem Boden geblieben, erzählt von ihrem kaputten Herd oder ihrer lieben Omi, die ihr beim Fotoshooting hilft. Und was ich ja besonders mag, wenn das Gebackene so wundervoll beschrieben wird, dass man schon beim Lesen weiß, wie es schmecken wird.

So genug geschwärmt, ich habe es nun auch endlich mal geschafft, einen Teil der erwähnten Liste „abzubacken“ und es wurden Frau Knuspers Bratapfel-Crumble-Muffin-Cookies, die ich einfachheitshalber mal herbstliche Bratapfelkekse genannt habe und die einfach wundervoll nach gebackenen Mandeln, Marzipan, Zimt, Butterstreuselkuchen und ja, natürlich, Bratapfel schmecken. Und das alles auf einmal! Außen knusprig, innen fluffig-weich wie ein Muffin, muss ich noch mehr schreiben? Letzte Woche nahm ich eine große Keksdose mit ins Büro und die Dinger waren innerhalb von 10 Minuten weg und die traurigen Kollegen, die leider keinen zweiten mehr abbekommen hatten, fragten mehrfach nach dem Rezept, sogar die Männer! Hah, Frau Knusper, das Kompliment geht an dich! Und nun für alle, die in weniger als einer halben Stunde diese leckeren herbstlichen Bratapfelkekse backen wollen, hier geht es zum Rezept!

Wenn ihr jetzt loslegt, dann könnt ihr sie heute nachmittag schon zum Kaffee knuspern! Also los!

Einen wundervollen bratapfeligen Sonntag wünscht Euch,

Eure Uschi

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Augustinchen empfiehlt…MUSIK

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Als ich mein kleines Augustinchen bekam, also eigentlich schon als sie im Bauch war, bemerkte ich, dass ich fast kein einziges Kinderlied auswendig konnte. Etwas, wofür ich meine Mutter immer beneidete, denn in meiner Erinnerung kannte sie JEDES Lied, und nicht nur den Refrain, nein, nein, alle Strophen. Also besorgte ich mir eine CD, die 30 beliebtesten Kinderlieder oder so, mit Klassikern wie „Der Kuckuck und der Esel“, „Bruder Jakob und „Hänschen Klein“. Mein Plan – die CD so oft hören, dass ich den Text irgendwann von ganz alleine auswendig können würde. Leider konnte ich die CD aber maximal 10 Minuten hören, ohne nicht verrückt zu werden. Billige Synthesizer, eine schreckliche Frauenstimme, nervige Vertonung. Warum gab es denn eigentlich keine schöne Kindermusik, mit ein bißchen mehr Liebe? Ich machte mich also auf die Suche…und wurde fündig. Giraffenaffen nennt sich das Projekt, bei dem viele mehr oder weniger bekannte deutsche Musiker ein ganz individuelles Kinderlied besteuern. Absolut abwechslungsreich und auch für Erwachsene hörbar. Einer unserer Favouriten sind ja die „3 kleinen Schweinchen“ von Max Raabe, dazu gucken wir uns dann immer gerne das passende Bilderbuch an.

Aber auf meiner Suche nach schöner Kindermusik wurde ich auch dort fündig, wo man vielleicht nicht auf dem ersten Blick nach Kinderliedern suchen würde. Bei den Beatles zum Beispiel. „Yellow submarine“ ist doch mal ein großartiges Lied zum Tanzen und Mitklatschen, oder? Das dachte sich wohl auch Emiliana Torrini, die hier eine „alternative“ Playlist für ihren vierjährigen Sohn zusammengestellt hat, weil sie sich irgendwann mal geschworen hatte, niemals im Auto sogenannten „Baby Records“ zu lauschen. Augustinchen gefällts auch und sie rockt sehr gerne zu den Beach Boys ab. Genauso wie übrigens zum Soundtrack vom Film „Where the wild things are“ von Karen O and the Kids, den hören wir gerade auch sehr gerne. Es müssen also nicht immer die klassischen Kinderlieder sein, Synthesizer-Phobie sei Dank!

Und nun müsst ihr mir unbedingt eure Baby-Musik-Tipps verraten, ich bin gespannt und freue mich drauf!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

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12 von 12 (September 2014)

Bevor ihr anfangt zu lesen, geht doch bitte auf diesen Link hier und drückt auf PLAY. So, und jetzt seid ihr in der richtigen Stimmung – für einen verregneten Tag im September…

Los ging es mit einer warmen Erdbeerdusche, umhüllt von Ingeborg (so heißt der Duschvorhang von Ikea). Die Duschcreme habe ich übrigens von Regina bekommen und man duftet danach wie Yogurette.IMG_20140912_062215

Danach ging es raus in den Septemberregen – ich habe dem Herbstwetter getrotzt und der Rock wehte im Wind. Egal.

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Kaffee Nummer Eins im morgendlichen Stau durch die Stadt – noch bin ich optimistisch.

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Kaffee Nummer Zwei, zusammen mit einem noch warmen Croissant aus der Kantine – mein Becher passt sich den jeweiligen Gegebenheiten an.

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Kaffee Nummer Drei, mitgebracht von meinem aufmerksamen Kollegen, der meinte, er würde ein wenig traurig gucken. Also, der Kaffee, nicht der Kollege.

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Freitagnachmittag, Feierabend, nun ganz schnell nach Hause…

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…auf dem überdachten Balkon zusammengekuschelt dem Regen lauschen…

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…und dabei Kaffee Nummer Vier trinken. Dazu eine leckere Leipziger Lerche! Mmmmhh…

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Danach schnell raus und für das Abendessen Augustinchens Lieblingsaufstrich kaufen.

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Auf dem Rückweg ein wenig Schaufenster gucken – ich WILL diesen gelben Regenmantel! Muss das nur noch mal eben mit meiner Vernunft verhandeln.

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Zurück zuhause wird ein Päckchen für Regina gepackt- das macht sich morgen auf den Weg, versprochen!

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Und schon ist er auch wieder vorbei, der verregnete Tag im September, das Bettchen ruft! Aber nicht ohne vorher noch mindestens drei Bilderbücher anzugucken!

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Gute Nacht, ihr Lieben, das waren meine persönlichen 12 von 12!

Schaut doch mal bei Draußen nur Kännchen vorbei, da gibt es noch viel mehr!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

So war er, unser erster MiniPopUpShop

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Vor ein paar Wochen, ach, was schreib ich, MONATEN, tippelte mir Regina und fragte mich, ob ich vielleicht mal Lust auf einen kleinen Stand hätte. Wo wir all unsere Basteleien rauskramen und der Öffentlichkeit präsentieren können. Und vielleicht ja so gar das ein oder andere Stück bei dieser Gelegenheit verkaufen. Wegen Shop und so. Und dass es sich um ein Hoffest handeln würde, in einer kleinen, feinen Mosterei im Nachbardorf mit gaaanz vielen leckeren Äpfeln. Klar hatte ich Lust! Die WhatsApps sprangen hin und her, wir wollten Äpfel häkeln, Apfelkissen nähen, Äpfelchen für die Ohrlöcher kreiieren, Apfelttaschen machen (also, aus Stoff, nicht aus Blätterteig), Nackenkissen für alle, Baby-Halstücher (#einbabykannniegenughalstücherhaben), wir überschlugen uns geradezu vor Ideen. Naja, und dann … passierte erst mal nichts. Chronische Aufschieberitis nennt man das ja heutzutage. Schließlich war da die Hochzeit vom Uschi-Bruder, der erste Kindergeburtstag, die Silberhochzeit der Regina-Eltern, Augustinchen lernte laufen, Flipsi lachte sich laut über Hund Elisabeth kaputt, Uschi fuhr plötzlich wieder jeden Tag mit dem Petra-Auto zur Arbeit und…HUCH! Ist ja nur noch eine Woche!

Aufgeschreckt wie die Hühner werkelten wir also jeden Abend an unseren Nähmaschinen (die dann zwischendurch auch mal heißliefen „Aaaah Uschi, meine Nähmaschine gibt den Geist auf!“), befüllten Kissen, ließen Täschchen von freiwilligen Helfern umstülpen, schickten den Mann los, um noch mehr Material zu beschaffen, bogen Schmuckdraht…und doch, zwei Tage vorher traute sich dann eine von uns in den Raum zu werfen: „Aber wennwa jetzt absagen ist och doof, wa?“ Bestärkt von unseren Männern zogen wir es dann aber doch durch und standen letzte Woche also vor unserem Tisch auf dem Mostereihof, der da unser erster MiniPopUpShop werden sollte. Schnell wurden noch Preisschilder auf der Schreibmaschine getippelt, die vielen Kissen drapiert und dann saßen wir zwei stolz wie Frau Holle hinter unserem Stand. Leider war das Wetter nicht ganz auf unserer Seite, aber erfahrene Mitstreiter, die gegenüber ihre Keramik anpriesen (unter einem mitgebrachten Pavillon, voll die Profis also), liehen uns ein Stück Plane. Zum Glück, denn nach einer Weile fing es mächtig an zu regnen und wir retteten zuerst unseren MiniPopUpShop und dann uns selbst.

Und auch wenn aufgrund des Wetters nicht allzu viele unseren ersten kleinen Stand sahen, so haben wir auf jeden Fall die ein oder andere Dorf-Omi mit unseren Farben inspiriert, super-leckeren frisch gepressten Apfelmost getrunken (Presst man Äpfel? Oder quetscht man sie?), aßen jede Menge leckeren, selbstgebackenen Kuchen vom Kuchenstand und erfreuten neugierige Kinderaugen mit kleinen Stofferdbeerbroschen. Was wir mitnehmen? Ganz viel Respekt denjenigen gegenüber, die sich jedes Wochenende auf einen Markt stellen und ihr mit Herzblut Hergestelltes anpreisen, mit all den Zweifeln, die man da so hat, aber auch dem Stolz, was auf die Beine gestellt zu haben. Ob es eine Wiederholung geben wird? Bestimmt! Aber nicht sofort. Vielleicht ja im Advent? Pling*Pling* Lasst Euch überaschen!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

Ganz beliebt – die kleinen Stofferdbeeren von Regina!DSC_0447

Täschchen kann man schließlich nie genug haben!  DSC_0444

Reginas bunte Knöpfe –  sind sie nicht sweet?DSC_0439

Zwischendurch mal schnell einen leckeren Apfelmost gezischelt…  äpfe-_waage

Frischer kann Apfelsaft nicht sein!äpfel_schaufel

Dem Regen mit lecker schmecker Blechkuchen getrotzt!kuchen mit zuckerstreuseln

Kirschkernkissen in Herzform:DSC_0437

Kleine Lätzchen, die mal im früheren Leben ein Vorhang waren! 🙂  DSC_0436

Uschis erste Schmuckkollektion, inspired by APPLES 🙂DSC_0434

Ich liebe ja Reginas Frottee-Knöpfe!   taschen_popupshop

Kleine Apfelohringe – sieht ja schon fast weihnachtlich aus! Pling*Pling*  ohrringe_popupshop

MiniPopUpShop

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Am Wochenende wird’s fruchtig. Ganz spontan werden wir unsere „gesammelten Werke“ in unserem MiniPopUpShop auf dem Fest zum Saisonstart des Linumer Landhofs präsentieren. Naja, eigentlich ist es kein richtiger Shop sondern eher ein Stand, aber Shop hört sich irgendwie toller an. haha 😉 Wir werden allerlei dabei haben: Kissen, Täschchen, Lätzchen, Tücher, Ohrringe und viel SchnickiSchnacki!

Samstag 30. August um 14 Uhr geht’s los. Wir sind schon gespannt & gerade noch ziemlich mit den Vorbereitungen beschäftigt. Vielleicht hat ja der ein oder andere Lust auf eine Fahrt ins Grüne & besucht uns genauso spontan! Wir würden uns freuen!

Liebste Grüße vom Dorf,

Regina ❤