It’s Teatime, Baby! Und warum Pinienkerne die neuen Mandeln sind…

Draußen wird es gerade gar nicht mehr hell, Novembertage, wie sie im Buche stehen, grau in grau, Nebel, nur ab und zu lugt die Sonne durch die Kuschelwolken (hihi), denkt sich „Oah, nee, November mag ich hier oben ja irgendwie nicht, ich lass mich lieber in Australien am Strand sehen“ und haut wieder ab. Aber irgendwie mag ich ja diese Zeit zwischen goldigem Oktober und heimeliger Adventszeit, die Vorfreude auf die Vorfreude macht sich breit und man kuschelt sich auf seine Couch mit einem guten Buch und trinkt – jaaaaaa- Tee! It’s Teatime, Baby! Meine absolute Neuentdeckung: Grüner Roibuschtee! Und der hat irgendwie gar nichts mit bitterem grünen Tee zu tun und auch nichts mit dem leicht muffigen roten Roibuschtee. Grüner Roibusch vereint sozusagen nur die positiven Eigenschaften der beiden. Er ist frisch, sanft, gesund, hat wesentlich weniger bittermachendes Tannin als herkömmlicher schwarzer oder grüner Tee, ist koffeinfrei und eignet sich wunderbar als Grundlage für leckere Aromen. Zum Beispiel für meine Lieblingsgewürzmischung von Sonnentor, der Flower-Power-Gewürzmischung. Ich lieeeeebe diese Mischung aus Blütenblättern, Vanille, Zimt, Nelken und Ingwer. Normalerweise nehme ich das immer zum Backen, aber einen halben Löffel zum grünen Rotbusch gemischt, und der Tee schmeckt wundervoll blumig, weihnachtlich und macht ganz doll glücklich.

Tee mit Pinienkernplätzchen und Gebäckzange

Hach, und da sitz ich da, trinke meinen Glücklichmachertee und schmöker in meinen Rezeptbüchern nach leckeren Weihnachtsplätzchen und da sind sie, die leicht goldig gebackenen Zuckerplätzchen mit Pinienkernen on top! Haben wir nicht noch ein angefangenes Tütchen mit Pinienkernen vom letzten Salat da? Und schwups, stehe ich auf einmal mit Rührbesen in der Küche und backe spontan Pinienkernebutterplätzchen. Die sind, ihr könnt es euch denken, total einfach, aber einfach mal so lecker! So ein bißchen wie Heidesandplätzchen, nur mit Pinienkernen. Wunderbar! Ihr wollt sie auch? Hier ist das Rezept, welches ich übrigens aus dem goldenen Weihnachtskochbuch von GU habe.

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Für etwa 30 Plätzchen braucht ihr 200g weiche Butter, 50g Puderzucker, 1 Prise Salz, Vanille (ich habe eine halbe Schote ausgekratzt, aber ein Päckchen Vanillezucker tuts sicher auch), 200g Mehl, 3 EL einfachen Zucker und Pinienkerne zum Verzieren (ca. 40g).

Ihr heizt den Backofen auf 180 Grad vor und bereitet zwei Blech mit Backpapier vor. Dann die weiche Butter mit dem Puderzucker, dem Salz und der Vanille cremig rühren. Das Mehl dazu, bis der Teig bröselig wird. Ruhig ein bißchen mehr nehmen, wenn’s noch zu feucht ist. Dann etwa walnussgroße Kügelchen auf das Backblech geben, aber schön mit Abstand und so, ne? Nun werden die Kugeln mit dem einfachen Zucker bestreut und mit einem Glas leicht platt gedrückt. Jetzt kommen endlich die Pinienkerne ins Spiel. Ein paar auf jedes Plätzchen geben und erneut mit dem Glas platt drücken, sie sollten nicht höher als 1cm sein. Nun etwa 10 Minuten goldbraun backen, Vorsicht, sie dürfen nicht zu dunkel werden! Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und dann mit einem Glückstee genießen.

November, so schlecht bist du doch nicht…

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

pinienkern biscottiTee mit Pinienkernplätzchen

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Kuschel-Wölkchen

Seit ich die #100happydays challenge mitgemacht habe, von der Uschi schon hier berichtet hat, bin ich ja Instagram süchtig. Ich blätter zwar nach wie vor gerne durch irgendwelche bunten Magazine, oder surfe von blog zu blog, aber super viel geballte Inspiration für alle Lebenslagen hole ich mir mittlerweile bei Instagram. Oder momentan. Vielleicht siehts ja in ein paar Wochen auch schon wieder anders aus, was ich nicht denke, denn diese Phase hält sich doch schon eine ganze Weile. Phase ist ja auch eines DER Mütter-Vokabeln. Wenn man nicht mehr weiter weiß, warum das Kind irgendwie komisch drauf sein könnte, weil es keinen offensichtlichen Grund gibt, ist es immer eine PHASE. Flippi hat zum Beispiel von Anfang an die Nachts-Durst-Phase. Eine Dauerphase sozusagen. haha Aber ist auch gar nicht so schlimm. Schlaf wird eh völlig überbewertet. 😉
In meiner Instagram-Phase jedenfalls sind mir in letzter Zeit auf diversen Profilen so niedliche Wolkenkissen aufgefallen. Und weil ich Wolken irgendwie total süss finde, habe ich jetzt einfach mal rumprobiert  und ein eigenes genäht. Geht ganz schnell und einfach & wird bestimmt noch vervielfältigt und dann unter diversen Weihnachtsbäumen landen!

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Ich hab mir erstmal auf A4 eine Vorlage gezeichnet, ausgeschnitten und auf die linke Seite eines flauschigen Stoffes übertragen.

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Dann auf der rechten Seite der Vorderseite mit schwarzem Garn und Geradestich den Mund und die Augen aufnähen.
Macht sich mit der Maschine super. Wer dickere Konturen möchte und mehr Zeit hat (weil das Baby gerade keine Phase hat, hihi), kann ja auch mit Stickgarn sticken.

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Ich habe nur die Wimpern per Hand aufgestickt – wäre mir mit der Maschine sonst zu viel Gefummel gewesen.
Manchmal ist man per Hand doch schneller, glaub ich.

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Wenn das Gesicht fertig ist, Vorder- und Rückseite wieder rechts auf rechts zusammen stecken und mit Geradestich zusammennähen. Dabei am Besten eine Wendeöffnung an der geraden Unterseite lassen.
Das Wölkchen dann umstülpen, ggf. bügeln und mit Füllmaterial vollstopfen.

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Die Wendeöffnung noch unsichtbar verschließen…

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Fertig!

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Und weil heut Dienstag ist, fliegt dieses kleine Kuschelwölkchen noch zu den anderen Creadienstag – Projekten rüber!

Liebste Grüße vom Dorf,
Regina ❤

Glitzerherbstdeko, die Zweite!

Im Herbst stelle ich ja immer wieder fest, dass ich es total toll finde, in einer Klimazone mit Jahreszeiten zu leben. Natürlich liebe ich den Sommer, aber irgendwie hat doch jede Jahreszeit ihre liebenswerten Seiten! Auch der Herbst. Momentan könnte ich draußen in der Herbstsonne ununterbrochen Dinge sammeln…. Eicheln, Kastanien, Stöcker, Zweige mit Beeren, getrocknete Distelblüten… Eicheln, Kastanien… In der Urzeit hätte ich wahrscheinlich ein ganzes Rudel an Sammlern unter mir & wir würden gar nicht auf die von der Jagd zurückkehrenden Männer warten müssen, weil wir längst von unseren Beeren satt wären. Wenn ich etwas mehr darüber nachdenke, sammle ich aber nicht nur im Herbst und auch nicht nur „Zeug zum Basteln und Dekorieren“…haha. Vielleicht war ich in einem früheren Leben tatsächlich ein urzeitlicher Supersammler?! 😉 Das werden wir wohl nie erfahren. Auf jeden Fall liebe ich die Raschelblätter in all ihren bunten Farben, die Herbstluft, Kürbisse, knisterndes Kaminfeuer das zum ersten Mal entfacht wird, kuschelige Schals und rosa Wangen nach dem Spazierengehen.

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Falls auch ihr an all dem herbstlichen Bastelmaterial in der Natur nicht vorbei kommt, hier eine kleine Idee, was ihr zumindest mit den Eicheln anstellen könnt, um den den goldenen Herbst noch goldener zu machen, oder vielleicht sogar schon den Übergang zur glitzernden Adventszeit vorzubereiten: Glitzereicheln!

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Dazu benötigt ihr nur ein paar Eicheln mit Hütchen, an denen optimaler Weise auch noch ein kleines Stielchen dran ist. So kann man dann Schnur oder Draht besser befestigen, wenn man die kleinen Glitzerteile irgendwo anhängen möchte. Die Eicheln am Besten ein paar Tage in der Wohnung trocknen lassen – meistens fallen dann die Hütchen ab. Stört aber nicht, denn mit Kleber sind sie ganz fix wieder befestigt.

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Zum Glitzern habe ich mit einem Pinsel Dekopatch-Kleber aufgetragen, der ist so schön flüssig und lässt sich deshalb gut verteilen. Die Eichel dann mit losem Glitzer bestreuen, trocknen lassen – fertig! Ganz einfach!

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Bei uns hängen die Glitzereicheln an einem hübschen Zweig (den ich natürlich selbst gesammelt hab), der in einer Vase steht. Im letzten Jahr, habe ich damit auch Weihnachtsgeschenke verziert, bzw. einige Sets aus mehreren Eicheln verschenkt. Kam immer super an!

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Also husch husch raus mit euch, Sonne genießen und saaaammmeeeeeln!!! 🙂

Liebste Grüße vom Dorf,
Regina ❤

Herbstliche Bratapfelkekse

Bratapfel-Cookies

Erinnert ihr euch an meine Schwarzwälder-Kirsch-Desserts, die ich damals bei einer Aktion von Frau Knusper vom Knusperstübchen verlinkt hab? Seit diesem Zeitpunkt lese ich den Blog von ihr regelmäßig und meine Liste der leckeren Dinge, die sie vorgebacken hat und die ich unbedingt mal nachbacken will, wird seit dem immer länger. Bei jedem neuen Rezept läuft mir das Wasser im Mund zusammen und doch sind es keine fancy Kreationen, die man sich nicht traut, sondern wundervoll zimtige, streuselige, hefeteigige Versionen, bei denen man sich jeden Tag den Kaffeetisch von Omi herbeisehnt, so mit bollerndem Ofen im Hintergrund, einer schnurrenden Katze auf dem Schoß und Regentropfen, die ans Fenster klopfen. Und dabei ist Frau Knusper dann auch noch so wundervoll auf dem Boden geblieben, erzählt von ihrem kaputten Herd oder ihrer lieben Omi, die ihr beim Fotoshooting hilft. Und was ich ja besonders mag, wenn das Gebackene so wundervoll beschrieben wird, dass man schon beim Lesen weiß, wie es schmecken wird.

So genug geschwärmt, ich habe es nun auch endlich mal geschafft, einen Teil der erwähnten Liste „abzubacken“ und es wurden Frau Knuspers Bratapfel-Crumble-Muffin-Cookies, die ich einfachheitshalber mal herbstliche Bratapfelkekse genannt habe und die einfach wundervoll nach gebackenen Mandeln, Marzipan, Zimt, Butterstreuselkuchen und ja, natürlich, Bratapfel schmecken. Und das alles auf einmal! Außen knusprig, innen fluffig-weich wie ein Muffin, muss ich noch mehr schreiben? Letzte Woche nahm ich eine große Keksdose mit ins Büro und die Dinger waren innerhalb von 10 Minuten weg und die traurigen Kollegen, die leider keinen zweiten mehr abbekommen hatten, fragten mehrfach nach dem Rezept, sogar die Männer! Hah, Frau Knusper, das Kompliment geht an dich! Und nun für alle, die in weniger als einer halben Stunde diese leckeren herbstlichen Bratapfelkekse backen wollen, hier geht es zum Rezept!

Wenn ihr jetzt loslegt, dann könnt ihr sie heute nachmittag schon zum Kaffee knuspern! Also los!

Einen wundervollen bratapfeligen Sonntag wünscht Euch,

Eure Uschi

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Rucki-Zucki Wickeltäschchen

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Es gibt ja Dinge, die man nicht braucht, aber besitzt, weil sie schön sind – davon habe ich….öööhm…sagen wir: ein paar! ;-). Und es gibt Dinge, die nützlich sind, aber häßlich, weshalb man dann einfach ohne sie auskommt.

Seit über fünf Monaten renne ich nun also entweder mit meiner (sehr hübschen, aber großen) Wickeltasche durch die Gegend, oder stecke mir schnell eine Windel & Feuchttücher in mein kleines Beutelchen, in dem sich dann der restliche Inhalt mit den Wickelutensilien vermischt und jedes Mal das große Kramen beginnt, sobald die Wickelei los gehen soll. Schuld sind diese häßlichen kleinen Wickeltäschchen für die Handtasche, die ich bis jetzt erfolgreich ignoriert habe, obwohl man darin super das Allernötigste verstauen kann und immer griffbereit hat.

Deshalb habe ich mir jetzt meine eigene genäht. Ganz einfach und ruckizucki. Und sie ist wirklich nützlich und nett anzuschaun! Juhuu! Inspiriert wurde ich dabei von der lieben Blanca von Kleine Kleinigkeiten, die dort Anfang des Jahres eine tolle Anleitung für ein super schnelles Täschchen gepostet hat, das ich immer wieder gern nähe, weil es so einfach und wandelbar ist.

Hier also meine „Mutation“ zur Mini-Wickeltasche:

Zuerst schneidet ihr den Außenstoff zu: 90x30cm.
Diesen einmal mittig Bügeln und dann beide Seiten erst über die Mitte hinaus einklappen und dann wieder aufklappen:

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Wieviel Platz ihr zur Mitte lasst, ist Geschmackssache, bei mir sind es 4cm auf jeder Seite.
Alles schön bügeln & dann rechts auf rechts am Futterstoff feststecken:

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Nun das Ganze mit dem Geradestich am Rand zusammennähen,
dabei an einer Seite eine Wendeöffnung lassen…

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…wenden, die Ecken ausstülpen und alles gerade bügeln.

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Da wo vorher die Wendeöffnung war, ist im Außenstoff ja eine kleine Delle nach innen. In diese nun beide Enden eines Gummibandes feststecken und dann nochmal das Täschchen ringsherum mit dem Geradestich versäumen:

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Durch das Versäumen wird die Wendeöffnung verschlosen,
das Gummiband befestigt & nochmal Stabilität erzeugt.
Nach Bedarf erneut Bügeln, fertig ist das Wickeltäschchen!

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Das Ganze kann natürlich wie immer nach Lust und Laune verziehrt und abgewandelt werden. Lasst eurer Phantasie freien Lauf & lasst uns wissen, wie Eure Täschchen geworden sind. Gern auch auf Instagram #uschiundreginaDIY

Ich schicke diese Version nun zu den anderen Creadienstag-Projekten & wünsche euch noch einen schönen Abend!

Liebste Grüße vom Dorf,

Regina ❤

Uschis 10-Minuten-Papierlampion-Girlande

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Wer diesen Blog ein wenig verfolgt, wird schon mitbekommen haben, dass ich ja Dinge mag, die einfach und schnell zu machen und dabei noch richtig hübsch sind – so wie diese kleinen Papierlampions, die mich sofort an meine Kindergartenzeit erinnerten. Wie passend für den ersten Kindergeburtstag von Augustinchen, den wir am Samstag mit unserer Familie und lieben Freunden gefeiert haben (leider ist unser geplantes Picknick im Park aufgrund des verfrühten Herbstanfangs ins Wasser gefallen, deswegen musste das Wohnzimmer herhalten). Das Beste an meiner neuen Lieblingspartydeko ist, dass man so eine Girlande mal eben in 10 Minuten zaubern kann!

Alles was ihr dafür braucht, ist Papier, Schnur, eine Schere und etwas Kleber, oder wie bei mir Masking Tape (I LOVE MASKING TAPE!). Ein längliches Rechteck in der Mitte falten, wie auf dem Foto einschneiden, zusammenkleben, fertig!

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Zum Anbringen habe ich innen einfach ein Stück Schnur mit Tape befestigt und dann die Lampions über eine weitere Schnur gefädelt, die sich von Wohnzimmervitrine zum Fenster hängelt. Die Papierkugeln im Hintergrund gibt es übrigens bei Ikea.

So, und weil heute zufällig Dienstag ist, fliegen die kleinen Papierlaternen nun rüber zu den anderen feinen Creadienstag-Projekten!

Adieu und bis bald,
Eure Uschi

#einbabykannniegenughalstücherhaben

Uschi tippelte mir neulich, dass Augustinchen von ihrer Tante ein Halstuch bekommen hat, welches Uschis Mama mal für sie genäht hatte, als Tantchen noch ganz klein war. Ein ganz niedliches Teil, blau mit weißen Blümchen und dem aufgenähten Anfangsbuchstaben des Tantennamens, der zufällig mit dem von Augustinchen übereinstimmt. Wie praktisch! Vielleicht wird durch dieses Tuch jeder Mädchenname folgender Generation ab sofort immer mit A beginnen…und jedes dieser Mädchen wird dieses Tuch tragen!? Eine neue Tradition! Ich werde das beobachten! 😉

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Auf jeden Fall sind Tücher ja eh super praktisch. Als Windschutz, Dekoelement oder natürlich auch als Sabberbremse. Und weil Augustinchen wirklich viel sabbert – Das müsst ihr euch aber nicht eklig, sondern süss vorstellen! Sie ist sogar süss wenn sie sabbert! Zuckersüss! – und auch beim Erdnussflip die Sabberdrüsen ihre Funktion aufgenommen haben – Der ist natürlich auch total süss, wenn er sabbert! – entfachte kollektive Euphorie bezüglich einer Hals- aka Sabber-Tücher Massenproduktion. Für Augustinchen und ihre weiblichen Nachkommen, Erdnusflippi und am besten auch gleich noch für all die Babies, die schon bald Geburtstag feiern, oder noch geboren werden. Meine Babygeschenke-to do-Liste ist unglaublich lang, weil im letzten Jahr scheinbar irgendeine Fruchtbarkeitsgottheit ihre Fähigkeiten in meinem Umfeld erprobt hat – mit hoher Erfolgsquote!

Hier also eine kleine Anleitung für unser Multifunktionstuch.

Als erstes schnappt ihr euch ein A4 Blatt und teilt es folgender Maßen…

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…um es dann wieder an den schmalsten Seiten zuammen zu kleben…

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….fertig ist die Vorlage. Diese auf den Stoff eurer Wahl übertragen, mit Nahtzugabe ausschneiden und dann rechts auf rechts an den zweiten Stoff eurer Wahl feststecken.

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Mit dem einfachen geraden Stich zusammen nähen, dabei eine Wendeöffnung lassen, umstülpen und schön glatt bügeln.

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Dann nochmal versäumen (wobei sich die Wendeöffnung automatisch verschließt & das Ganze auch beim Waschen schön in Form bleibt)….

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….fertig ist das Wendetuch!

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Wem Wenden zu bunt ist, oder zu viel Stoff, kann natürlich die Seiten der Vorlage einfach ordentlich umbügeln & vernähen.

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Das hat Uschi auch so gemacht & die Tücher dann noch nach Belieben verziehrt:

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Meine aktuelle Kollektion sieht so aus:

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Es geht wirklich super schnell & macht süchtig! Von der Größe her passt es übrigens auch an einen Erwachsenen-Hals, wenn man an die Enden einen Druckknopf anbringt. Vielleicht probiere ich es aber auch mal mit einer Vorlage aus A3 Papier, dann kann man es sich bestimmt gefaltet auch um einen Erwachsenen-Kopf in die Frisur knoten….

Viel Spaß beim Probieren,

eure Regina ❤

 

Geht IMMER: Oma’s Streuselkuchen

Im Nachbardorf gibt’s immer noch keine Erdbeeren. Und obwohl ich diese kleinen roten leckerschmecker Beerchen auch wirklich über alles liebe, gibt es ja noch eine wahnsinnig tolle Alternative, auf die ich jedes Jahr mindestens genauso warte: RHABARBER!!! Ist zwar genau genommen ein Gemüse, aber darüber denken wir einfach mal nicht weiter nach und backen einfach drauf los.

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Während Flippi mit Elisabeth ein Nickerchen hält, rühren wir schnell mal meinen Lieblingskuchen zusammen – keine fancy Torte oder aufwendige Kreation mit allerlei Schnickschnack, sondern ein einfacher Streuselkuchen mit Obst drin. Wahrscheinlich werde ich noch öfter schreiben „heut backen wir meinen Lieblingskuchen“ – das liegt daran, dass ich generell ganz verliebt in Kuchen bin und zu Euphorie neige – aber dieser hier ist wirklich mein Lieblingskuchen. Ehrlich!

Das Rezept begleitet mich schon seit ich meinen Nordi kenne – der hat es von seiner Omi. Und Rezepte von Omis sind ja eh immer die Besten! Bei meiner Omi sah es früher am Wochenende auch immer aus, wie in einer Konditoreibackstube, denn jeder im Dorf hat ständig bei ihr Kuchen bestellt. Vielleicht hat das auch etwas abgefärbt…hängen geblieben ist auf jeden Fall ihr Tipp: die Backschüssel nur zum Backen verwenden. Nichts anderes darin zubereiten. Als mein Mitbewohner Markus damals in der WG mal Salat in meiner Backschüssel gemacht hat, bin ich deshalb fast ausgeflippt. Ich werde seinen Blick nie vergessen. Er dachte wohl ich scherze, bevor er feststellen musste, dass ich scheinbar wirklich eine enge Bindung zu meiner Backschüssel hatte. Ich glaube, er fühlte sich sogar etwas schlecht, der Arme.

Natürlich habe ich eine neue Backschüssel, oder 2,3…naja ein paar, und in eine dieser Schüsseln gebe ich jetzt 125g Margarine oder Butter und 125g Zucker und rühre beides mit dem Mixer schön cremig. Nebenbei wird der Ofen noch auf 180° Ober-Unterhitze vorgewärmt – bei Umluft immer etwas weniger, so ca. 160°, ich backe allerdings immer Ober-Unterhitze 180°. Jetzt noch 3 Eier Größe M hinzufügen und schön weitermixen. Dann 200g Mehl, 2TL Backpulver und etwas Vanillepulver dazugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Der wandert dann in eine gefettete 28er Springform und wird glatt gestrichen.
Nun ein paar Stangen Rhabarber waschen, in Stücke schneiden und auf dem Boden verteilen. Die Haut des Rhabarbers muss nicht abgezogen werden….yaaaay wie praktisch!

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Für die Streuseln nochmal 125g Margarine oder Butter mit 125g Zucker vermixen und dann mit 200g Mehl zu Streuseln verkneten. Ich nehme für „die Knetung“ meistens meine Hände – funktioniert immer noch am Besten! Ein paar Streuseln naschen, den Rest schön über den Kuchen verteilen und zum Schluss noch ca. 1EL Zucker über die Streuseln streuen. Dann ab in den Ofen und goldbraun backen.

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Wer keinen Rhabarber mag, kann natürlich auch jedes andere Obst benutzen! Fantastisch ist dieser Streuselkuchen mit Äpfeln, Birnen, Kirschen, Zwetschgen….ein wahres Multitalent! Schmeckt am Besten noch lauwarm mit Sahne!

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Guten Appetit,
eure Regina

 

Stoffige Spielzeug-Dreiecke zum Ansabbern

Ich sehe noch Uschi’s große Augen vor mir, als sie sagte „Kauf bloß kein Spielzeug! Ich hatte auch nichts und jetzt guck dich um.“ Und mit einer großen Arm-Geste fuhr sie durch die Luft, um meinen Blick über all die Rasseln, Stofftiere, Erlebnisdecken-Zubehör-Teilchen und Ansabber-Knabber-Objekte für Augustinchen zu lenken.
Bis jetzt habe ich mich auch daran gehalten. Ehrenwort! Die 2,3 Kuscheltiere sind ja kein richtiges Spielzeug, eher Deko! 🙂

Irgendetwas kleines, schnelles, einfaches wollte ich jetzt aber doch schonmal machen. Nicht kaufen! Und so sind vorhin ein paar Dreiecks-„Bauklötze“ aus Stoff entstanden:

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Pro Dreieck benötigt ihr zwei gleichgroße Stoffquadrate in der Größe eurer Wahl. Ich habe drei unterschiedlich große Dreiecke genäht, die jeweils aus zwei verschiedenen Stoffen bestehen. Die kleine Erdnuss soll ja schließlich was zu gucken haben!
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Ihr wählt nach Belieben noch ein paar Bänder aus, legt die beiden Stoffteile rechts auf rechts & steckt die Bänder schlaufenförmig nach innen zeigend fest.

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Jetzt drei Seiten zusammen nähen & das Ganze dann umstülpen & glatt bügeln.

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Die Ränder der noch offenen Seite nach innen knicken und so falten, das ein Dreieck entsteht:

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Unbedingt mit dem Bügeleisen fixieren!
Danach können die Dreiecke nach Wunsch befüllt werden. Ich habe nur Füllwatte benutzt, kann mir aber auch vorstellen, dass ein wenig Knisterfolie toll ist, oder Reis bzw. Kirschkerne das Fühlen noch aufregender machen.
Nach dem Befüllen die offene Seite zunähen – schneller geht mit der Nähmaschine, schöner ist es, mit unsichtbarer Naht per Hand zu vernähen.

Fertig ist das Sabber-Spielzeug! 🙂

Liebste Grüße, Regina