Ein Geburtstagskrönchen für`s Augustinchen

Filzkrone final_2

Ja, wie ihr es wohl schon am Foto erraten könnt – mein kleines Baby wird heute EIN Jahr alt! Unglaublich! Und auch wieder nicht – so viel haben wir in den letzten 12 Monaten erlebt…und doch…weil viele Momente noch so klar in Erinnerung sind, denkt man, es wäre erst gestern gewesen. Die erste Nacht im Krankenhausbett, in der ich hundemüde und doch so hellwach war und im Dunkeln dalag und mein Baby bestaunte. Und dann der Moment, als mich die kleinen Augen anguckten, ungläubig, erwartungsvoll, als würden sie sagen: „So, und was nun, Mama?“ 12 Monate bin ich jetzt also eine Mama. Eine Mama, die auf jeden Fall viel gelernt hat. Zum Beispiel, dass es Schübe gibt. Meistens, wenn Augustinchen unausstehlich war, ach, ein Schub! Alles klar. Oder dass Zucchinibrei einfach mal wie Tapetenkleister schmeckt. Also, nicht nur für einen selbst, auch für’s Baby (hui, der flog weit, ihr könnt es mir glauben!). Oder dass alles seine Zeit hat. Dass man ein halbes Jahr verzweifelt versucht, das Kind zu einer normalen Zeit zum einschlafen zu bekommen und plötzlich, ohne dass wir irgendetwas anders gemacht hätten, wird es Punkt 19:00 Uhr aber mal so richtig müde und freut sich auf das eigene (!) Bett im eigenen (!) Zimmer und ohne Händchen halten oder so! Da ist man dann baff und irgendwie auch ein wenig traurig. Dass alles so schnell ging. Dass man so viele Dinge dann doch schon wieder vergessen hat. Und bei all dieser Melancholie denke ich gerne daran, was mal eine gute Freundin, die ebenfalls Mama ist, zu mir gesagt hat: „Die Liebe zum Kind wird irgendwie immer größer!“ Und auch wenn man sich das genau jetzt, in diesem Moment nicht vorstellen kann, weil die Liebe doch schon sooooooo groß ist, kommt irgendwie jeden Tag mehr dazu.

So, genug Gefühlsduselei, jetzt wird zur Feier des Tages gebastelt, nämlich ein Geburtstagskrönchen für´s Augustinchen! Das war schon ganz lange mein Plan, weil ich irgendwann letztes Jahr dieses wundervolle Bild entdeckte und schon damals beschloß: „Oh ja, mein Baby soll auch mal so eine süße Krone bekommen!“

Ich habe mir dafür im Bastelladen drei DIN A4 Filzstücke in den Farben rosa, grün und creme gekauft. Außerdem habe ich noch Bastelkleber, einen Bleistift, ein wenig Wolle, doppelseitiges Klebeband, eine Schere sowie Nadel und Faden verwendet.

Filzkrone - Material

Ich wollte gerne eine zweifarbige Krone in grün und rosa, wobei die eine Farbe ein wenig hervorlugen sollte. Also habe ich erstmal beide Stücke quer halbiert und aufeinandergelegt. Mit einem Bleistift habe ich die Zacken vorgezeichnet und dann ausgeschnitten.

Filzkrone zuschneiden

Dann habe ich die beiden Stücke mit doppelseitigem Klebeband zusammengeklebt, wobei ich den grünen Filz etwa einen halben Zentimeter weiter unten angesetzt habe, sodass der rosa Filz oben ein wenig zu sehen ist.

Filzkrone kleben

Den überstehenden grünen Rand habe ich dann einfach abgeschnitten.
Aus diesem habe ich mir übrigens später die [1] gebastelt.  Filzkrone zuschneiden_2

Dann habe ich mir zwei Kreise ausgeschnitten, diesmal aus rosa sowie cremefarbenen Filz. Als Schablone habe ich einfach eine Tape-Rolle verwendet.

Filzkrone Kreise

Aus dem vorhin abgeschnittenen grünen Rand wurde dann die [1] gebastelt und alles zusammen mit doppelseitigen Klebeband fixiert.

Filzkrone Nummernblatt

Aus cremefarbener Wolle habe ich einfache Luftmaschen gehäkelt und diese mit Bastelkleber als Bordüre angeklebt. Wenn man viel Zeit und Geduld hat, kann man hier sicher auch per Hand einen wunderschönen Zierstich nähen, aber leider verfüge ich weder über das Eine noch das Andere, hihi…

Filzkrone Verzierung mit Luftmaschen

Dann noch fix mit Nadel und Faden das Gummiband anbringen, vorher am besten noch am Babyköpfchen `abmessen‘ oder eine Mütze als Vorlage nehmen.

Filzkrone Gummiband annähen

Et voila, fertig ist das Geburtstagskrönchen!

Filzkrone final

So, jetzt wird erstmal mit einem leckerem Familienfrühstück bei Oma und Opa und leckeren Bananenmuffins gefeiert! Und danach machen wir uns schick, denn zufällig wird heute auch noch einer meiner vielen Brüder heiraten – vielleicht bestimmt verrate ich euch am nächsten Creadienstag, was ich für das Brautpaar gebastelt habe!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

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Babyschwimmen, erster Teil oder: Wie Schwimmwindeln Appetit auf Eis machen können

Als förderungsfreudige Mama in Elternzeit wird man früher oder später vor die Entscheidung gestellt – soll mein kleiner Säugling mit anderen Säuglingen in einem chlormüffelnden Stadtbad planschen oder kann man sich das eventuell sparen?

Hat man sich, wie ich, vorher noch nicht so mit der Materie der frühkindlichen Föderung beschäftigt, wird man überascht sein, was es nicht alles für Kurse gibt, in welchen man sein Kind bilden und in meisten Fällen sich selbst gleich noch zurückbilden kann. Da gibt es die klassischen Rückbildungskurse mit Baby, PEKIP-Kurse (soll wohl keine Sekte sein, sondern so Elterngruppen, die nackige Babys bei aufgedrehter Heizung unter Anleitung unterhalten), Mutter-Kind-Yoga, Baby-Massage, Mama-Zumba, Pilates mit Baby, Baby-Sauna, musikalische Früherziehung ab 4 Monaten, Krabbelgruppe, Zwergensprache (ja, gibt es wirklich, da lernt man die Zeichensprache von Babys, hach wie praktisch), Baby-Shiatsu, Buggy-Sport – you name it! Aber die Mutter aller fancy Babykurse ist sicher das Babyschwimmen.

Nun, meine erste Assoziation beim Babyschwimmen sind die Unterwasserfotos von Kindern, die stolz herumgezeigt werden und auf denen die Babys ein wenig verloren im nassen Blau und mit aufgerissenen Augen ins Chlorwasser gucken und eigentlich nur noch der Dollar-Schein fehlt, um das perfekte Nirvana Nevermind Cover nachzuahmen (übrigens ist das Nirvana-Baby nun schon über 20, waaaah, ich bin so alt!). Ohne mich wirklich damit beschäftigt zu haben, war für mich das Babyschwimmen eher eine Freizeitbeschäftigung für Eltern, die es niedlich finden, ihre kleine Nackideis im Wasser zu betrachten.

Aber das war ja nur mein Bauchgefühl und ich fing an zu recherchieren. Es gibt zum Beispiel Langzeitstudien, die einen Zusammenhang von Schwimmbadbesuch im ersten Lebensjahr und Durchfall sowie Mittelohrerkrankungen nachweisen wollen. Außerdem hatte ich persönlich ein wenig Angst vor dem bösen Chlorwasser an Babys empfindlicher Haut. Doch dann fragte ich erfahrene Eltern, Hebamme und Osteopath und alle bestätigten mir, wie toll Babyschwimmen doch für die motorische aber auch geistige Entwicklung sei, und dass es im Grunde darum geht, dass Eltern und Kind gemeinsam Spaß haben. Und als ich dann eines Tages ein Video einer Freundin bekam, in dem ihre kleine Tochter von ihrem Papa im Schwimmring am Seil durch das Wasser gezogen wurde und dabei vor Freude jauchzte und strahlte, überstimmte diese Freude meine Bedenken und ich wollte Augustinchen diesen Spaß nicht vorenthalten. Und wie es ja immer so ist, entdeckte ich am gleichen Tag bei A lovely Journey diese niedliche Schwimmwindel von TotsBots (z.B. erhältlich bei StoffyWelt) und musste mich so nicht auch noch mit der Entscheidung herumquälen, ob Wegwerf- oder Stoffschwimmwindel.

Sind die kleinen Eisbecher nicht allerliebst?

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Achja, und in Teil 2 erzähle ich euch dann irgendwann, wie sich Augustinchen und ihr Papa so im Chlorwasser gemacht haben, ne?

Adieu und bis bald,

Eure Uschi