#100happydays – Uschis Résumé

Vielleicht erinnert ihr Euch – im März entdeckte ich die Aktion #100happydays. Und ja, ich habe es geschafft – an 100 Tagen habe ich täglich einen glücklichen Moment mit meiner Handykamera aufgenommen (oder habe jemanden damit beauftragt) und diesen bei Instagram gepostet. Nun, ich gebe es zu, manchmal habe ich zwar ein Bild gemacht, es dann aber erst am nächsten Tag veröffentlicht. Und einmal, ja, da gab es auch einen Tag, da hab ich einfach nicht daran gedacht, mir einen kleinen glücklichen Moment zu „merken“. Lag aber vielleicht auch daran, dass Augustinchen das erste Mal Fieber und ich wirklich andere Dinge im Kopf hatte. Ich habe dann aber einfach am nächsten Tag weitergemacht. Ich denke, das ist ok, oder? Hihi!

Rückblickend war es ja ganz witzig, aber schnell habe ich gemerkt, dass ich mir Momente irgendwann schon direkt für Instagram rauspickte, so nach dem Motto „Yeah, das wird mein heutiges #100happydays!“ Meist auch unter den Gesichtspunkten, was optisch vielleicht ganz nett aussieht. In den wirklich glücklichen Momenten hatte ich oft mein Handy nicht parat oder ich hatte schlicht und ergreifend keine Lust, es in dem Moment auszupacken. Die Grillparty mit Freunden im Park, Kuscheln mit Augustinchen, Tanzen mit dem Junomann – ein „Warte mal kurz, ich muss das mal eben für meine #100happydays-Challenge festhalten“ hätte da irgendwie gestört. Und so hat es nach einer wunderschönen Familienfeier bei über 30 Grad dann doch nur die Temperaturanzeige im Auto in die Kategorie #100happydays geschafft. Auch wenn ich mich an diesem Tag um Vieles glücklicher fühlte, als ich meine Oma nach langer Zeit mal wieder in den Arm nehmen konnte oder Augustinchen plötzlich, ohne sich irgendwo festzuhalten, auf beiden Beinen stand.

Zurückschauend kann ich also nicht sagen, dass ich mich nun irgendwie glücklicher fühle, aber eine Sache nehme ich auf jeden Fall mit – ich bin absolut Instagram-süchtig geworden…und das Beste ist, dass ich Regina damit auch anstecken konnte! Diese bunte Welt aus kleinen Bildern, Inspirationen, fremden Gärten und Tellern ist einfach so spannend! Für alle, die mit Instagram nichts anfangen können, hier habe ich eine kleine Auswahl meiner #100happydays-Momente rausgepickt.

Erdnussflippis Willkommensgeschenk wird vorbereitet.

Erdnussflippi ist da und voller Vorfreude auf unser erstes Treffen wird das Willkommensgeschenk vorbereitet!

Frühlingsboten in Leipzig.

Frühlingsboten in Leipzig.

Frühlingsblumen bei den Zebras.

Auch bei den Zebras im Leipziger Zoo blüht es.

Selbstgemachte Ostercookies...mmmmhhh...

Selbstgemachte Ostercookies…mmmmhhh…

Griechischer Cheesecake und Postkarten schreiben im Lieblingscafé in der alten Dorfschule.

Griechischer Cheesecake und Postkarten schreiben im Lieblingscafé in der alten Dorfschule auf Kreta.

Anstoßen auf das bestandene Abi vom Schwesterchen.

Anstoßen auf das bestandene Abi vom Schwesterchen.

Ein Blumengruß aus Schwiegermamas Garten.

Ein Blumengruß aus Schwiegermamas Garten.

Tafel am Zierlich-Manierlich Sommercafé in Leipzig.

Tafel am Zierlich-Manierlich Sommercafé in Leipzig.

Gefüttert werden ist ja sooo 'baby' - Augustinchen will SELBER essen.

Gefüttert werden ist ja sooo ‚baby‘ – Augustinchen will SELBER essen.

Sommer! Zeit für neue Sandalen - in GOLD!

Sommer! Zeit für neue Sandalen – in GOLD!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

P.S.: Regina ist übrigens noch mittendrin und gerade bei Tag 40 – unbedingt mal bei Instagram #100happydaysvonregina vorbeischauen! Ich bin gespannt, was sie am Ende ihrer Challenge so zu berichten hat! Ach, und übrigens – dieser Post ist NICHT von Instagram gesponsort! 🙂

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Uschi auf Kreta: Loutro und das Warten auf Pierce Brosnan

loutro von der fähre aus

Irgendwann geht auch mal der längste Urlaub zu Ende und plötzlich fallen uns so viele Dinge ein, die wir doch noch machen wollten. Unter anderem etwas nachholen, was wir beim letzten Mal Kreta nicht geschafft hatten – Loutro. Ein Ort, den man nur per Boot oder zu Fuß erreicht, denn es gibt dort keine Straßen oder Autos. Der Reiseführer beschreibt Loutro als verschlafenes Fischerdorf mit ca. 90 Einwohnern und etwa 50 Häusern, alle weiß mit blauen Fenstern. Voller Tatendrang und ohne große Erwartungen überlegten wir uns also, mit der Fähre dorthin zu fahren und zu übernachten – ein Kurzurlaub im Urlaub sozusagen.

Es geht morgens früh los, Wickeltasche, Bananen, Strandhandtücher und Zahnbürsten werden eingepackt, zum Frühstück gibt es was knuspriges Süßes vom Bäcker und dann geht’s mit Buggy und Kind auf zur Fähre, die zu unserer Überraschung recht leer ist. Nach drei Stunden fährt das Schiff eine scharfe Kurve und steuert Loutro an, das ganz versteckt in einer Bucht liegt. Die Häuser, tatsächlich alle weiß, sind im Halbkreis am Fuß der Berge angeordnet. Es fällt mir schwer, das Gefühl von Loutro in Worte zu fassen oder in Bildern einzufangen. Man fühlt sich wie auf einer einsamen Insel, irgendwie isoliert. Man kommt mit der Fähre und geht mit der Fähre, man ist automatisch verbunden zu den anderen Reisenden, läuft sich mehrmals am Tag über den Weg.

Da ist der kleine Juri aus Österreich mit seiner Mama, der seine Hirseflocken mit Augustinchen teilt, der junge dunkehaarige Kellner, der die neuen Vorräte von der Fähre mit dem Karren abholt, der coole Josh mit Strohhut aus England mit Mama und Oma, der Kakadu Coco, der auch miauen kann, die lauten amerikanischen Jugendlichen mit Rollkoffern, von denen einer, warum auch immer, mit blankgezogenem Hintern an uns vorbei läuft, das deutsche ältere Ehepaar, das sich schweigsam mit dem Fernglas die Ziegen auf den Bergen anschaut, der alte Grieche, der italienisch mit uns redet und Christina, die Trödel sammelt, das Café neben der Anlegestelle besitzt und wirklich fast jeden Besucher mit Handschlag verabschiedet. Wir hatten uns vorgenommen, ein Hotelzimmer zu suchen, das direkt am Meer liegt. Dadurch, dass jedes Haus in Loutro quasi direkt am Meer liegt, war das ein Leichtes. So wie dann also auch jedes Café, jede Taverne direkt am Meer liegt. Und dann sitzt man also in Christinas Café, das Baby schläft im Buggy, man schlürft eiskalten Fruchtcocktail, die 50er-Jahre-Italo-Western-Musik dudelt vor sich hin, man schaut auf die schaukelnden Boote und die kleinen Fische, die im glasklaren Wasser schwimmen, Coco pfeift den vorbeilaufenden Urlaubern hinterher und in etwa 5 Minuten wird Pierce Brosnan mit wehendem Haar auf seinem Motorboot in die Bucht fahren, um die Hochzeit seiner Tochter vorzubereiten. Ganz bestimmt…

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#100happydays, oder die kleinen feinen Dinge im Leben

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Ich muss ja zugeben, diese ständigen yolo-posts über Glück, Happiness usw. gehen mir ja manchmal ein wenig auf die Nerven. Ist man wirklich nur glücklich, wenn man darüber redet oder es in einem sozialen Netzwerk teilt? Kann man vielleicht auch still glücklich sein? Und ist das Glück im Urlaub wirklich größer als das im Alltag beim Genuss der kleinen Dinge?

Passend zu diesem Thema entdeckte ich dann vor 3 Tagen diese happystrahlegelbe Seite. Wer oder was steckt dahinter? Ein 27jähriger Schweizer, der vergangenen November beschloss, sich selbst daran zu erinnern, was ihn glücklich macht und das an 100 nacheinanderfolgenden Tagen. Gefolgt sind ihm nun mittlerweile bereits 350.000, die einen glücklichen Moment am Tag festhalten und diesen mit #100happydays in die Weiten des Internets schicken, ob nun auf Facebook, Instragram oder auch ganz simpel per E-Mail, für diejenigen, die es nicht so gerne mit jedem teilen möchten. Das Ganze ist verpackt als persönliche Challenge, die wohl 71% der Teilnehmer nicht schaffen, und das aus Zeitmangel. Spätestens da war mein Ehrgeiz gepackt – irgendwie weiß ich ja bereits, dass ich jeden Tag mindestens einen kleinen Glücksmoment habe, vor allem seit dem es Augustinchen gibt. Aber so richtig vor Augen geführt habe ich es mir bis jetzt nicht.

Also fing ich am Sonntag an – Augustinchens kleine Babyhand, die nach den gelben Blüten eines Forsythienstrauchs greift. Und es folgte Montag, mein geöffnetes Schlafzimmerfenster nach gemeinsamen Mama-Baby-Mittagsschlaf. Und heute morgen machte mich mein selbstgemachter Erdbeersmoothie glücklich. Glücklich macht es auch, die vielen #100happydays-Momente aus aller Welt zu entdecken – ein roter Apfel, der coffee to go, Hundewelpen, eine Zimmerpflanze (?!), eine angebissene Marmeladenstulle, Schuhe, der Himmel und natürlich viele niedliche Babys! Während ich das hier schreibe, fange ich direkt an vor mich hin zu grinsen – also ist eine Behauptung, die aufgestellt wurde, schon mal wahr: Be in a better mood every day! Check! Mal schauen, ob sich die anderen positiven Effekte nach 97 Tagen auch bewahrheiten. Ich bleibe gespannt – und happy!

Adieu und bis bald,
Eure Uschi
P.S. Übrigens findet ihr meine glücklichen Momente bei Instragram unter #100happydaysvonuschi!

 

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