Rucki-Zucki Wickeltäschchen

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Es gibt ja Dinge, die man nicht braucht, aber besitzt, weil sie schön sind – davon habe ich….öööhm…sagen wir: ein paar! ;-). Und es gibt Dinge, die nützlich sind, aber häßlich, weshalb man dann einfach ohne sie auskommt.

Seit über fünf Monaten renne ich nun also entweder mit meiner (sehr hübschen, aber großen) Wickeltasche durch die Gegend, oder stecke mir schnell eine Windel & Feuchttücher in mein kleines Beutelchen, in dem sich dann der restliche Inhalt mit den Wickelutensilien vermischt und jedes Mal das große Kramen beginnt, sobald die Wickelei los gehen soll. Schuld sind diese häßlichen kleinen Wickeltäschchen für die Handtasche, die ich bis jetzt erfolgreich ignoriert habe, obwohl man darin super das Allernötigste verstauen kann und immer griffbereit hat.

Deshalb habe ich mir jetzt meine eigene genäht. Ganz einfach und ruckizucki. Und sie ist wirklich nützlich und nett anzuschaun! Juhuu! Inspiriert wurde ich dabei von der lieben Blanca von Kleine Kleinigkeiten, die dort Anfang des Jahres eine tolle Anleitung für ein super schnelles Täschchen gepostet hat, das ich immer wieder gern nähe, weil es so einfach und wandelbar ist.

Hier also meine „Mutation“ zur Mini-Wickeltasche:

Zuerst schneidet ihr den Außenstoff zu: 90x30cm.
Diesen einmal mittig Bügeln und dann beide Seiten erst über die Mitte hinaus einklappen und dann wieder aufklappen:

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Wieviel Platz ihr zur Mitte lasst, ist Geschmackssache, bei mir sind es 4cm auf jeder Seite.
Alles schön bügeln & dann rechts auf rechts am Futterstoff feststecken:

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Nun das Ganze mit dem Geradestich am Rand zusammennähen,
dabei an einer Seite eine Wendeöffnung lassen…

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…wenden, die Ecken ausstülpen und alles gerade bügeln.

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Da wo vorher die Wendeöffnung war, ist im Außenstoff ja eine kleine Delle nach innen. In diese nun beide Enden eines Gummibandes feststecken und dann nochmal das Täschchen ringsherum mit dem Geradestich versäumen:

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Durch das Versäumen wird die Wendeöffnung verschlosen,
das Gummiband befestigt & nochmal Stabilität erzeugt.
Nach Bedarf erneut Bügeln, fertig ist das Wickeltäschchen!

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Das Ganze kann natürlich wie immer nach Lust und Laune verziehrt und abgewandelt werden. Lasst eurer Phantasie freien Lauf & lasst uns wissen, wie Eure Täschchen geworden sind. Gern auch auf Instagram #uschiundreginaDIY

Ich schicke diese Version nun zu den anderen Creadienstag-Projekten & wünsche euch noch einen schönen Abend!

Liebste Grüße vom Dorf,

Regina ❤

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Oh du schöne Erdbeerzeit!

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ENDLICH! Sie strahlen mich an, meine roten Lieblingsbeeren, von überall her, alle Blogs sind seit Tagen im Erdbeerfieber und fast ehrfürchtig habe ich nun gestern die erste Schale gekauft! Doch was stelle ich mit ihnen an? Die klassische Variante, klein schnibbeln und Zucker drüber? Oder darf’s auch etwas fäncy sein? Ich habe mal ein bisl gestöbert…

Emma von A Beautiful Mess macht Erdbeerdonuts…mmmmhhh…sehen die gut aus! Trau ich mich aber nicht, sind mit Hefe und einem Topf voll heißem Fett. Steffi von ohhhmhhh lässt ihre Erdbeeren in alkoholfreiem Rosé-Sekt baden. Also ein paar Erdbeeren für später übrig lassen! Nic von luziapimpinella kombiniert Erdbeeren mit Bärlauch – ach was?! Jessi von Törtchenzeit macht fluffige Erdbeercupcakes und Erdbeerlimonade – unbedingt merken und später mal ausprobieren!

Und Dani vom klitzeklein(en) Blog macht ’nen Erdbeercheesecake, den man noch nicht mal backen muss – genau das Richtige für mich! Meine allerersten Erdbeeren sind dieses Jahr also in einen Cheesecake gewandert! Ein Träumchen! Hat geschmeckt wie supersahniges Erdbeereis auf Knusper-Keks. Und soooooo einfach! Für alle, die es ein wenig anspruchsvoller lieben – Regina ist im Backen ja ein bisschen begabter als ich und hat auf jeden Fall noch das eine oder andere leckere Erdbeerrezept in der Hinterhand! Allerdings ist sie gerade noch so abgelenkt von Erdnussflippis niedlichen, stetig wachsenden Pausbäckchen und kommt vor lauter Spucki-Kacki-Outfitwechseln nicht mehr so oft an den Ofen! Und dann gibt es ja im Nachbardorf von ihrem Minidorf ein riesiges Erdbeerfeld, wo die einfach nochmal n bisschen besser schmecken, aber auf die muss noch gewartet werden, die wachsen nämlich ohne Fußbodenheizung. Aber wir dürfen uns schon freuen! Apropos Erdbeerfeld…♫ ♪

So…und wer nach den ganzen Erdbeerrezepten die Nase immer noch nicht voll hat, hier gibt es von Keiko Lynn ein Strawberry-Nail-Tutorial! Hui!

Und, wie habt ihr eure Erdbeeren am liebsten?

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

P.S. Morgen geht es übrigens mit dem Junomann und Augustinchen für ein paar Wochen ans Meer – hier lang, wer wissen will, was UNBEDINGT in meinen Koffer muss!

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Fotos: Uschi

Deko und Balkon: The Dancers 🙂

Babyschwimmen, erster Teil oder: Wie Schwimmwindeln Appetit auf Eis machen können

Als förderungsfreudige Mama in Elternzeit wird man früher oder später vor die Entscheidung gestellt – soll mein kleiner Säugling mit anderen Säuglingen in einem chlormüffelnden Stadtbad planschen oder kann man sich das eventuell sparen?

Hat man sich, wie ich, vorher noch nicht so mit der Materie der frühkindlichen Föderung beschäftigt, wird man überascht sein, was es nicht alles für Kurse gibt, in welchen man sein Kind bilden und in meisten Fällen sich selbst gleich noch zurückbilden kann. Da gibt es die klassischen Rückbildungskurse mit Baby, PEKIP-Kurse (soll wohl keine Sekte sein, sondern so Elterngruppen, die nackige Babys bei aufgedrehter Heizung unter Anleitung unterhalten), Mutter-Kind-Yoga, Baby-Massage, Mama-Zumba, Pilates mit Baby, Baby-Sauna, musikalische Früherziehung ab 4 Monaten, Krabbelgruppe, Zwergensprache (ja, gibt es wirklich, da lernt man die Zeichensprache von Babys, hach wie praktisch), Baby-Shiatsu, Buggy-Sport – you name it! Aber die Mutter aller fancy Babykurse ist sicher das Babyschwimmen.

Nun, meine erste Assoziation beim Babyschwimmen sind die Unterwasserfotos von Kindern, die stolz herumgezeigt werden und auf denen die Babys ein wenig verloren im nassen Blau und mit aufgerissenen Augen ins Chlorwasser gucken und eigentlich nur noch der Dollar-Schein fehlt, um das perfekte Nirvana Nevermind Cover nachzuahmen (übrigens ist das Nirvana-Baby nun schon über 20, waaaah, ich bin so alt!). Ohne mich wirklich damit beschäftigt zu haben, war für mich das Babyschwimmen eher eine Freizeitbeschäftigung für Eltern, die es niedlich finden, ihre kleine Nackideis im Wasser zu betrachten.

Aber das war ja nur mein Bauchgefühl und ich fing an zu recherchieren. Es gibt zum Beispiel Langzeitstudien, die einen Zusammenhang von Schwimmbadbesuch im ersten Lebensjahr und Durchfall sowie Mittelohrerkrankungen nachweisen wollen. Außerdem hatte ich persönlich ein wenig Angst vor dem bösen Chlorwasser an Babys empfindlicher Haut. Doch dann fragte ich erfahrene Eltern, Hebamme und Osteopath und alle bestätigten mir, wie toll Babyschwimmen doch für die motorische aber auch geistige Entwicklung sei, und dass es im Grunde darum geht, dass Eltern und Kind gemeinsam Spaß haben. Und als ich dann eines Tages ein Video einer Freundin bekam, in dem ihre kleine Tochter von ihrem Papa im Schwimmring am Seil durch das Wasser gezogen wurde und dabei vor Freude jauchzte und strahlte, überstimmte diese Freude meine Bedenken und ich wollte Augustinchen diesen Spaß nicht vorenthalten. Und wie es ja immer so ist, entdeckte ich am gleichen Tag bei A lovely Journey diese niedliche Schwimmwindel von TotsBots (z.B. erhältlich bei StoffyWelt) und musste mich so nicht auch noch mit der Entscheidung herumquälen, ob Wegwerf- oder Stoffschwimmwindel.

Sind die kleinen Eisbecher nicht allerliebst?

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Achja, und in Teil 2 erzähle ich euch dann irgendwann, wie sich Augustinchen und ihr Papa so im Chlorwasser gemacht haben, ne?

Adieu und bis bald,

Eure Uschi