It’s Teatime, Baby! Und warum Pinienkerne die neuen Mandeln sind…

Draußen wird es gerade gar nicht mehr hell, Novembertage, wie sie im Buche stehen, grau in grau, Nebel, nur ab und zu lugt die Sonne durch die Kuschelwolken (hihi), denkt sich „Oah, nee, November mag ich hier oben ja irgendwie nicht, ich lass mich lieber in Australien am Strand sehen“ und haut wieder ab. Aber irgendwie mag ich ja diese Zeit zwischen goldigem Oktober und heimeliger Adventszeit, die Vorfreude auf die Vorfreude macht sich breit und man kuschelt sich auf seine Couch mit einem guten Buch und trinkt – jaaaaaa- Tee! It’s Teatime, Baby! Meine absolute Neuentdeckung: Grüner Roibuschtee! Und der hat irgendwie gar nichts mit bitterem grünen Tee zu tun und auch nichts mit dem leicht muffigen roten Roibuschtee. Grüner Roibusch vereint sozusagen nur die positiven Eigenschaften der beiden. Er ist frisch, sanft, gesund, hat wesentlich weniger bittermachendes Tannin als herkömmlicher schwarzer oder grüner Tee, ist koffeinfrei und eignet sich wunderbar als Grundlage für leckere Aromen. Zum Beispiel für meine Lieblingsgewürzmischung von Sonnentor, der Flower-Power-Gewürzmischung. Ich lieeeeebe diese Mischung aus Blütenblättern, Vanille, Zimt, Nelken und Ingwer. Normalerweise nehme ich das immer zum Backen, aber einen halben Löffel zum grünen Rotbusch gemischt, und der Tee schmeckt wundervoll blumig, weihnachtlich und macht ganz doll glücklich.

Tee mit Pinienkernplätzchen und Gebäckzange

Hach, und da sitz ich da, trinke meinen Glücklichmachertee und schmöker in meinen Rezeptbüchern nach leckeren Weihnachtsplätzchen und da sind sie, die leicht goldig gebackenen Zuckerplätzchen mit Pinienkernen on top! Haben wir nicht noch ein angefangenes Tütchen mit Pinienkernen vom letzten Salat da? Und schwups, stehe ich auf einmal mit Rührbesen in der Küche und backe spontan Pinienkernebutterplätzchen. Die sind, ihr könnt es euch denken, total einfach, aber einfach mal so lecker! So ein bißchen wie Heidesandplätzchen, nur mit Pinienkernen. Wunderbar! Ihr wollt sie auch? Hier ist das Rezept, welches ich übrigens aus dem goldenen Weihnachtskochbuch von GU habe.

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Für etwa 30 Plätzchen braucht ihr 200g weiche Butter, 50g Puderzucker, 1 Prise Salz, Vanille (ich habe eine halbe Schote ausgekratzt, aber ein Päckchen Vanillezucker tuts sicher auch), 200g Mehl, 3 EL einfachen Zucker und Pinienkerne zum Verzieren (ca. 40g).

Ihr heizt den Backofen auf 180 Grad vor und bereitet zwei Blech mit Backpapier vor. Dann die weiche Butter mit dem Puderzucker, dem Salz und der Vanille cremig rühren. Das Mehl dazu, bis der Teig bröselig wird. Ruhig ein bißchen mehr nehmen, wenn’s noch zu feucht ist. Dann etwa walnussgroße Kügelchen auf das Backblech geben, aber schön mit Abstand und so, ne? Nun werden die Kugeln mit dem einfachen Zucker bestreut und mit einem Glas leicht platt gedrückt. Jetzt kommen endlich die Pinienkerne ins Spiel. Ein paar auf jedes Plätzchen geben und erneut mit dem Glas platt drücken, sie sollten nicht höher als 1cm sein. Nun etwa 10 Minuten goldbraun backen, Vorsicht, sie dürfen nicht zu dunkel werden! Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und dann mit einem Glückstee genießen.

November, so schlecht bist du doch nicht…

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

pinienkern biscottiTee mit Pinienkernplätzchen

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Kuschel-Wölkchen

Seit ich die #100happydays challenge mitgemacht habe, von der Uschi schon hier berichtet hat, bin ich ja Instagram süchtig. Ich blätter zwar nach wie vor gerne durch irgendwelche bunten Magazine, oder surfe von blog zu blog, aber super viel geballte Inspiration für alle Lebenslagen hole ich mir mittlerweile bei Instagram. Oder momentan. Vielleicht siehts ja in ein paar Wochen auch schon wieder anders aus, was ich nicht denke, denn diese Phase hält sich doch schon eine ganze Weile. Phase ist ja auch eines DER Mütter-Vokabeln. Wenn man nicht mehr weiter weiß, warum das Kind irgendwie komisch drauf sein könnte, weil es keinen offensichtlichen Grund gibt, ist es immer eine PHASE. Flippi hat zum Beispiel von Anfang an die Nachts-Durst-Phase. Eine Dauerphase sozusagen. haha Aber ist auch gar nicht so schlimm. Schlaf wird eh völlig überbewertet. 😉
In meiner Instagram-Phase jedenfalls sind mir in letzter Zeit auf diversen Profilen so niedliche Wolkenkissen aufgefallen. Und weil ich Wolken irgendwie total süss finde, habe ich jetzt einfach mal rumprobiert  und ein eigenes genäht. Geht ganz schnell und einfach & wird bestimmt noch vervielfältigt und dann unter diversen Weihnachtsbäumen landen!

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Ich hab mir erstmal auf A4 eine Vorlage gezeichnet, ausgeschnitten und auf die linke Seite eines flauschigen Stoffes übertragen.

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Dann auf der rechten Seite der Vorderseite mit schwarzem Garn und Geradestich den Mund und die Augen aufnähen.
Macht sich mit der Maschine super. Wer dickere Konturen möchte und mehr Zeit hat (weil das Baby gerade keine Phase hat, hihi), kann ja auch mit Stickgarn sticken.

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Ich habe nur die Wimpern per Hand aufgestickt – wäre mir mit der Maschine sonst zu viel Gefummel gewesen.
Manchmal ist man per Hand doch schneller, glaub ich.

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Wenn das Gesicht fertig ist, Vorder- und Rückseite wieder rechts auf rechts zusammen stecken und mit Geradestich zusammennähen. Dabei am Besten eine Wendeöffnung an der geraden Unterseite lassen.
Das Wölkchen dann umstülpen, ggf. bügeln und mit Füllmaterial vollstopfen.

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Die Wendeöffnung noch unsichtbar verschließen…

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Fertig!

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Und weil heut Dienstag ist, fliegt dieses kleine Kuschelwölkchen noch zu den anderen Creadienstag – Projekten rüber!

Liebste Grüße vom Dorf,
Regina ❤

Glitzerherbstdeko, die Zweite!

Im Herbst stelle ich ja immer wieder fest, dass ich es total toll finde, in einer Klimazone mit Jahreszeiten zu leben. Natürlich liebe ich den Sommer, aber irgendwie hat doch jede Jahreszeit ihre liebenswerten Seiten! Auch der Herbst. Momentan könnte ich draußen in der Herbstsonne ununterbrochen Dinge sammeln…. Eicheln, Kastanien, Stöcker, Zweige mit Beeren, getrocknete Distelblüten… Eicheln, Kastanien… In der Urzeit hätte ich wahrscheinlich ein ganzes Rudel an Sammlern unter mir & wir würden gar nicht auf die von der Jagd zurückkehrenden Männer warten müssen, weil wir längst von unseren Beeren satt wären. Wenn ich etwas mehr darüber nachdenke, sammle ich aber nicht nur im Herbst und auch nicht nur „Zeug zum Basteln und Dekorieren“…haha. Vielleicht war ich in einem früheren Leben tatsächlich ein urzeitlicher Supersammler?! 😉 Das werden wir wohl nie erfahren. Auf jeden Fall liebe ich die Raschelblätter in all ihren bunten Farben, die Herbstluft, Kürbisse, knisterndes Kaminfeuer das zum ersten Mal entfacht wird, kuschelige Schals und rosa Wangen nach dem Spazierengehen.

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Falls auch ihr an all dem herbstlichen Bastelmaterial in der Natur nicht vorbei kommt, hier eine kleine Idee, was ihr zumindest mit den Eicheln anstellen könnt, um den den goldenen Herbst noch goldener zu machen, oder vielleicht sogar schon den Übergang zur glitzernden Adventszeit vorzubereiten: Glitzereicheln!

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Dazu benötigt ihr nur ein paar Eicheln mit Hütchen, an denen optimaler Weise auch noch ein kleines Stielchen dran ist. So kann man dann Schnur oder Draht besser befestigen, wenn man die kleinen Glitzerteile irgendwo anhängen möchte. Die Eicheln am Besten ein paar Tage in der Wohnung trocknen lassen – meistens fallen dann die Hütchen ab. Stört aber nicht, denn mit Kleber sind sie ganz fix wieder befestigt.

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Zum Glitzern habe ich mit einem Pinsel Dekopatch-Kleber aufgetragen, der ist so schön flüssig und lässt sich deshalb gut verteilen. Die Eichel dann mit losem Glitzer bestreuen, trocknen lassen – fertig! Ganz einfach!

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Bei uns hängen die Glitzereicheln an einem hübschen Zweig (den ich natürlich selbst gesammelt hab), der in einer Vase steht. Im letzten Jahr, habe ich damit auch Weihnachtsgeschenke verziert, bzw. einige Sets aus mehreren Eicheln verschenkt. Kam immer super an!

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Also husch husch raus mit euch, Sonne genießen und saaaammmeeeeeln!!! 🙂

Liebste Grüße vom Dorf,
Regina ❤

Glitzherbstdeko, die Erste!

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Erinnert ihr euch an die Schleimmonster, von denen ich Anfang des Monats erzählt und damit ja auch ein wenig Verwirrung gestiftet habe? Es wurde ja schon vermutet, meine Balkonpflanzen wären von schleimigen Nacktschnecken befallen, nur warum ich diese mit zu einer Familienfeier nehmen musste, blieb dem Leser unklar. Ja nee, keine Schnecken, ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass ich erkältet war – und bin. Wie heißt es so schön, eine Erkältung kommt 3 Tage, bleibt 3 Tage, geht 3 Tage? Nun, bei mir gaben sich nur leider die unterschiedlichen Erkältungen die Klinke in die Hand, immer wenn Eine gerade am gehen war, kam auch schon die Nächste. Bis dann irgendwann mein Körper gestreikt hat, so Uschi, entweder Bettruhe und ganz viel Tee oder ich mach hier nicht mehr mit! Ich habe mich also gefügt und verbringe nun die Tage auf dem Sofa, in meine Kuscheldecke gekuschelt und staffelweise Danni Lowinski guckend. Sorry, fragt nicht, diese Frau ist ja völlig an mir vorbei gegangen, aber einmal angefangen macht es ja irgendwie süchtig.

Aber nach gefühlten 47 gewonnenen Klagen der Frau Lowinski brauchte ich dann irgendwann auch ein bißchen Abwechslung und war bereit für mein erstes Herbst-DIY in diesem Jahr. Und weil es so einfach und so schön ist, muss ich es natürlich mit euch teilen! Alles was ihr braucht sind Herbstblätter, Leim, einen Pinsel und Glitzer!

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Ich habe also die vom Augustinchen und Junomann gesammelten Herbstblätter zunächst unter dicke Bücher gepackt und ein wenig geplättet. Dann wurden sie mit Leim bestrichen (ich habe da so ein Fass mit speziellem Decopatch-Leim, aber sicher geht auch normaler Bastelkeber, es muss nur flüssig und leicht aufzutragen sein) und mit vieeeel Glitzer bestreut. Alles, was danach daneben fällt, kann ja wiederverwendet werden.

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Die typische Frage vom Junomann, als ich ihm stolz die glitzernden Blätter zeigte: Und was machst du jetzt damit? Tsss…Männer! Lasst eurer Fantasie freien Lauf! Legt sie als Deko auf die Tischdecke! Oder klebt sie als Verpackungshighlight auf ein verpacktes Geschenk! Und mit einem Stock und ein bißchen Strippe könnt ihr ganz schnell ein goldiges Herbstmobile basteln, was in der Oktobersonne funkelt und garantiert ganz schnell wieder gesund macht!

Achja, und falls ihr Euch fragt, warum das hier jetzt der erste Teil der Glitzherbstdeko ist – die Regina wird schon ganz bald weiterglitzern!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

P.S. Und weil heute Dienstag ist, schicke meine Glitzerblätter noch schnell rüber zum CREADIENSTAG!

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Rucki-Zucki Wickeltäschchen

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Es gibt ja Dinge, die man nicht braucht, aber besitzt, weil sie schön sind – davon habe ich….öööhm…sagen wir: ein paar! ;-). Und es gibt Dinge, die nützlich sind, aber häßlich, weshalb man dann einfach ohne sie auskommt.

Seit über fünf Monaten renne ich nun also entweder mit meiner (sehr hübschen, aber großen) Wickeltasche durch die Gegend, oder stecke mir schnell eine Windel & Feuchttücher in mein kleines Beutelchen, in dem sich dann der restliche Inhalt mit den Wickelutensilien vermischt und jedes Mal das große Kramen beginnt, sobald die Wickelei los gehen soll. Schuld sind diese häßlichen kleinen Wickeltäschchen für die Handtasche, die ich bis jetzt erfolgreich ignoriert habe, obwohl man darin super das Allernötigste verstauen kann und immer griffbereit hat.

Deshalb habe ich mir jetzt meine eigene genäht. Ganz einfach und ruckizucki. Und sie ist wirklich nützlich und nett anzuschaun! Juhuu! Inspiriert wurde ich dabei von der lieben Blanca von Kleine Kleinigkeiten, die dort Anfang des Jahres eine tolle Anleitung für ein super schnelles Täschchen gepostet hat, das ich immer wieder gern nähe, weil es so einfach und wandelbar ist.

Hier also meine „Mutation“ zur Mini-Wickeltasche:

Zuerst schneidet ihr den Außenstoff zu: 90x30cm.
Diesen einmal mittig Bügeln und dann beide Seiten erst über die Mitte hinaus einklappen und dann wieder aufklappen:

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Wieviel Platz ihr zur Mitte lasst, ist Geschmackssache, bei mir sind es 4cm auf jeder Seite.
Alles schön bügeln & dann rechts auf rechts am Futterstoff feststecken:

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Nun das Ganze mit dem Geradestich am Rand zusammennähen,
dabei an einer Seite eine Wendeöffnung lassen…

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…wenden, die Ecken ausstülpen und alles gerade bügeln.

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Da wo vorher die Wendeöffnung war, ist im Außenstoff ja eine kleine Delle nach innen. In diese nun beide Enden eines Gummibandes feststecken und dann nochmal das Täschchen ringsherum mit dem Geradestich versäumen:

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Durch das Versäumen wird die Wendeöffnung verschlosen,
das Gummiband befestigt & nochmal Stabilität erzeugt.
Nach Bedarf erneut Bügeln, fertig ist das Wickeltäschchen!

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Das Ganze kann natürlich wie immer nach Lust und Laune verziehrt und abgewandelt werden. Lasst eurer Phantasie freien Lauf & lasst uns wissen, wie Eure Täschchen geworden sind. Gern auch auf Instagram #uschiundreginaDIY

Ich schicke diese Version nun zu den anderen Creadienstag-Projekten & wünsche euch noch einen schönen Abend!

Liebste Grüße vom Dorf,

Regina ❤

Vanille-Knusper-Wolken für die Kleinen

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Letztens habe ich uns zum Kaffee aus meiner geliebten Cupcakery Marshalls Mum zwei sündige Cupcakes mitgebracht – Schokolade, Buttercreme und natürlich ganz viel Zucker! Herrlich! Und während wir da so genußvoll die süße Buttercreme vom Löffel lecken, guckt uns Augustinchen mit großen Augen an und wirft ihren Hirsekringel im hohen Bogen über die Balkonbrüstung. Also, nichts gegen Hirsekringel, Dinkelstangen und Reiswaffeln aus dem Laden, sie haben mich unterwegs schon oft gerettet, aber manchmal immer ist selbstgemacht doch einfach besser. Und so kam ich darauf, Baby-Kekse einfach mal selber zu backen und meine Vanille-Knusper-Wolken und die kleinen Regenschirme passen doch herrlich zum aktuellen Wetter, oder?

Ihr braucht für ein Blech folgende Zutaten:

  • 250 Gramm Mehl und ein bißchen zum Verarbeiten
  • Eine Prise Backpulver
  • 75g weiche Butter
  • 75ml Apfelsaft
  • das Ausgekratzte einer halben Vanille-Schote
  • Nach Belieben noch einen Schuß Agavendicksaft (wenn’s dann doch ein wenig süßer werden soll)

Ich habe einfach alle Zutaten verknetet, ausgerollt, ausgestochen und ca. 15 Minuten bei 180°C gebacken. Sie sollten buttrig-knusprig-vanillig werden, mit einer ganz leichten Süße durch den Saft. Junomanns Kommentar nach dem Probieren: „Lecker, aber irgendwas fehlt…“ Ja klar, der Zucker. Aber das ist ja auch der Sinn der Sache. Augustinchen fand sie jedenfalls sehr lecker, auch wenn sie einem Cupcake leider trotzdem keine Konkurrenz machen werden. Aber einem Hirsekringel bestimmt! Und zusammen mit Obst und einem kleinen Babychino (aufgeschäumte Milch pur, yeah!) ist das doch mal einer feiner Nachmittagssnack!

Und, habt ihr auch schon mal Baby-Snacks gebacken? Ich bin gespannt auf eure Rezepte, immer her damit! Und jetzt wünsche ich euch einen hoffentlich nicht allzu verregneten Sonntag!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

 

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Uschis 10-Minuten-Papierlampion-Girlande

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Wer diesen Blog ein wenig verfolgt, wird schon mitbekommen haben, dass ich ja Dinge mag, die einfach und schnell zu machen und dabei noch richtig hübsch sind – so wie diese kleinen Papierlampions, die mich sofort an meine Kindergartenzeit erinnerten. Wie passend für den ersten Kindergeburtstag von Augustinchen, den wir am Samstag mit unserer Familie und lieben Freunden gefeiert haben (leider ist unser geplantes Picknick im Park aufgrund des verfrühten Herbstanfangs ins Wasser gefallen, deswegen musste das Wohnzimmer herhalten). Das Beste an meiner neuen Lieblingspartydeko ist, dass man so eine Girlande mal eben in 10 Minuten zaubern kann!

Alles was ihr dafür braucht, ist Papier, Schnur, eine Schere und etwas Kleber, oder wie bei mir Masking Tape (I LOVE MASKING TAPE!). Ein längliches Rechteck in der Mitte falten, wie auf dem Foto einschneiden, zusammenkleben, fertig!

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Zum Anbringen habe ich innen einfach ein Stück Schnur mit Tape befestigt und dann die Lampions über eine weitere Schnur gefädelt, die sich von Wohnzimmervitrine zum Fenster hängelt. Die Papierkugeln im Hintergrund gibt es übrigens bei Ikea.

So, und weil heute zufällig Dienstag ist, fliegen die kleinen Papierlaternen nun rüber zu den anderen feinen Creadienstag-Projekten!

Adieu und bis bald,
Eure Uschi

Creadienstag: MR & MRS Coffee Mugs

Mr. and Mrs. Coffee Mugs

Heute mal ganz schnell eine super easypeasy Mitbringselidee, wie in meinem Fall zur Hochzeit meines Bruders und seiner wunderschönen Braut. In meinem Kopf schwirren jetzt schon weitere Tassen mit meinen Lieblingszitaten, Punktetassen, Tassen mit Blumenrankeln, Schnurrbarttassen…meine lieben Freunde, sorry, aber zum nächsten Geburtstag bekommt ihr wohl jeder Eine!

Nun, alles was ihr dazu braucht, ist – logisch – eine einfache Tasse bzw. Kaffeebecher (z.B. günstig vom Möbelschweden), einen Porcellain-Paint-Stift (gibt’s im Bastelladen), Wattestäbchen bzw. Wattepads zum korrigieren und …naja…ein Zitat, ein Motiv, ein Muster, whatever!  Den Stift schütteln, ansetzen, losmalen, bzw. schreiben und fertig! Achtung, manchmal kommt aus dem Stift plötzlich ein ganzer Tropfen Farbe, daher nicht so stark aufdrücken und immer mal wieder ein wenig abstreifen, z.B. auf einem Blatt Papier. So lange die Farbe noch nass ist, kann man auch noch korrigieren, also unbedingt Wattestäbchen parat haben. Wenn das Ergebnis am Ende gefällt, muss das Ganze nur noch 4 Stunden trocknen und dann eine halbe Stunde in den Ofen (steht alles ganz genau auf dem Stift). Es soll wohl sogar spülmaschinenfest sein, obwohl ich das mal nicht so glauben mag.

Die fertig bemalten Tassen habe ich schließlich mit Geld und Kaffeebohnen gefüllt und einen passenen Geschenkkarton (das Set gab es übrigens bei Idee) mit selbstgemachten Liebeskonfetti und Liebesherzen dekoriert. Und diese fliegen jetzt rosarot-kitschig zum heutigen Creadienstag!

Adieu und bis bald,

eure Uschi

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Ein Geburtstagskrönchen für`s Augustinchen

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Ja, wie ihr es wohl schon am Foto erraten könnt – mein kleines Baby wird heute EIN Jahr alt! Unglaublich! Und auch wieder nicht – so viel haben wir in den letzten 12 Monaten erlebt…und doch…weil viele Momente noch so klar in Erinnerung sind, denkt man, es wäre erst gestern gewesen. Die erste Nacht im Krankenhausbett, in der ich hundemüde und doch so hellwach war und im Dunkeln dalag und mein Baby bestaunte. Und dann der Moment, als mich die kleinen Augen anguckten, ungläubig, erwartungsvoll, als würden sie sagen: „So, und was nun, Mama?“ 12 Monate bin ich jetzt also eine Mama. Eine Mama, die auf jeden Fall viel gelernt hat. Zum Beispiel, dass es Schübe gibt. Meistens, wenn Augustinchen unausstehlich war, ach, ein Schub! Alles klar. Oder dass Zucchinibrei einfach mal wie Tapetenkleister schmeckt. Also, nicht nur für einen selbst, auch für’s Baby (hui, der flog weit, ihr könnt es mir glauben!). Oder dass alles seine Zeit hat. Dass man ein halbes Jahr verzweifelt versucht, das Kind zu einer normalen Zeit zum einschlafen zu bekommen und plötzlich, ohne dass wir irgendetwas anders gemacht hätten, wird es Punkt 19:00 Uhr aber mal so richtig müde und freut sich auf das eigene (!) Bett im eigenen (!) Zimmer und ohne Händchen halten oder so! Da ist man dann baff und irgendwie auch ein wenig traurig. Dass alles so schnell ging. Dass man so viele Dinge dann doch schon wieder vergessen hat. Und bei all dieser Melancholie denke ich gerne daran, was mal eine gute Freundin, die ebenfalls Mama ist, zu mir gesagt hat: „Die Liebe zum Kind wird irgendwie immer größer!“ Und auch wenn man sich das genau jetzt, in diesem Moment nicht vorstellen kann, weil die Liebe doch schon sooooooo groß ist, kommt irgendwie jeden Tag mehr dazu.

So, genug Gefühlsduselei, jetzt wird zur Feier des Tages gebastelt, nämlich ein Geburtstagskrönchen für´s Augustinchen! Das war schon ganz lange mein Plan, weil ich irgendwann letztes Jahr dieses wundervolle Bild entdeckte und schon damals beschloß: „Oh ja, mein Baby soll auch mal so eine süße Krone bekommen!“

Ich habe mir dafür im Bastelladen drei DIN A4 Filzstücke in den Farben rosa, grün und creme gekauft. Außerdem habe ich noch Bastelkleber, einen Bleistift, ein wenig Wolle, doppelseitiges Klebeband, eine Schere sowie Nadel und Faden verwendet.

Filzkrone - Material

Ich wollte gerne eine zweifarbige Krone in grün und rosa, wobei die eine Farbe ein wenig hervorlugen sollte. Also habe ich erstmal beide Stücke quer halbiert und aufeinandergelegt. Mit einem Bleistift habe ich die Zacken vorgezeichnet und dann ausgeschnitten.

Filzkrone zuschneiden

Dann habe ich die beiden Stücke mit doppelseitigem Klebeband zusammengeklebt, wobei ich den grünen Filz etwa einen halben Zentimeter weiter unten angesetzt habe, sodass der rosa Filz oben ein wenig zu sehen ist.

Filzkrone kleben

Den überstehenden grünen Rand habe ich dann einfach abgeschnitten.
Aus diesem habe ich mir übrigens später die [1] gebastelt.  Filzkrone zuschneiden_2

Dann habe ich mir zwei Kreise ausgeschnitten, diesmal aus rosa sowie cremefarbenen Filz. Als Schablone habe ich einfach eine Tape-Rolle verwendet.

Filzkrone Kreise

Aus dem vorhin abgeschnittenen grünen Rand wurde dann die [1] gebastelt und alles zusammen mit doppelseitigen Klebeband fixiert.

Filzkrone Nummernblatt

Aus cremefarbener Wolle habe ich einfache Luftmaschen gehäkelt und diese mit Bastelkleber als Bordüre angeklebt. Wenn man viel Zeit und Geduld hat, kann man hier sicher auch per Hand einen wunderschönen Zierstich nähen, aber leider verfüge ich weder über das Eine noch das Andere, hihi…

Filzkrone Verzierung mit Luftmaschen

Dann noch fix mit Nadel und Faden das Gummiband anbringen, vorher am besten noch am Babyköpfchen `abmessen‘ oder eine Mütze als Vorlage nehmen.

Filzkrone Gummiband annähen

Et voila, fertig ist das Geburtstagskrönchen!

Filzkrone final

So, jetzt wird erstmal mit einem leckerem Familienfrühstück bei Oma und Opa und leckeren Bananenmuffins gefeiert! Und danach machen wir uns schick, denn zufällig wird heute auch noch einer meiner vielen Brüder heiraten – vielleicht bestimmt verrate ich euch am nächsten Creadienstag, was ich für das Brautpaar gebastelt habe!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

Selbstgeklebte Ledertroddeln oder: Ein besonderer Schlüsselanhänger für Petra

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Gestern habe ich Petra abgeholt – erst war sie noch ein wenig schüchtern, aber hat dann ganz schnell aufgedreht und sich in die Kurven gelegt. Petra ist ungefähr so groß wie breit, ihr Teint recht hell, also regelrecht weiß, sie hat ein schwarzes Haupt und … ist mein neues kleines Auto! Und ich wäre nicht Reginas beste Freundin, wenn ich mir nicht auch einen Smart geholt hätte! Ich hoffe, ihr Fred und meine Petra werden beste Freunde! Vielleicht heiraten sie ja auch irgendwann? Hach, das gleiche Alter hätten sie ja. Wenn Fred meine Petra denn will, ein paar Dellen hat sie ja schon, da hilft leider auch keine Cellulite-Creme. Höhö, jaaaaaa, ich hör ja schon auf!

Nun, ich halte also gestern meine (!) Autoschlüssel in den Händen und überlege, welchen Schlüsselanhänger ich denn da wohl dran mache. Das muss ja schon was besonderes sein! Ich schaue also bei Pinterest auf unsere Uschi&Regina-Pinnwände, vielleicht hab ich ja irgendwann schon mal was passendes gepinnt – und hach, da waren sie! Schlüsselanhänger aus Leder – und wie passend, liegt doch seit zwei Jahren noch so’n Stück Leder bei mir im Schrank und wartet sehnsüchtig darauf, dass ich endlich mal was damit mache (habe ich übrigens von einer lieben Freundin geschenkt bekommen mit den Worten „Ich weiß nichts damit anzufangen, aber du kannst bestimmt etwas daraus machen?“ – liebe Grüße an dieser Stelle, wirst schon wissen, dass du gemeint bist, hihi). Äh, wo war ich? Achja, der Ledertroddelschlüsselanhänger … Als ich mich also in die Anleitung vertiefe, leuchtet plötzlich auf dem Bildschirm oben eine Sprechblase auf und meine Schwester schickt mir ein Foto. Zu sehen ist eine Motorhaube und ein Kennzeichen mit ihren Initialen, und sie fragt fröhlich: „Rate mal, wessen Auto das ist!“ Wie verrückt ist das denn, ohne uns abzusprechen waren wir doch am gleichen Tag frische Autobesitzer! Keine Frage, dass sie nun natürlich auch einen Schlüsselanhänger bekommt! Noch dazu, wenn’s so easypeasy und schnell geht wie dieser hier!

Die Anleitung von Lovely Indeed ist so gut, dass ich es mir hier an dieser Stelle spare, die einzelnen Schritte zu erklären, als klick und rüber! Einen Tipp will ich Euch nur schnell auf den Weg geben – versucht es nicht mit Sekundenkleber, sondern gleich mit speziellem Kleber für Leder. Der Sekundenkleber verätzt das Leder und macht Farbe und Struktur total kaputt. Zumindest der, den ich benutzt habe.

Hier nun ein paar Bilder von meinem ersten Bastelprojekt mit Leder – ich hoffe, meiner kleinen Petra gefällts! Und weil heute ja auch zufällig Creadienstag ist, schicke ich meine Schlüsselanhänger gleich mal rüber zu den anderen kreativen Projekten (klick)!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

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