Kuschel-Wölkchen

Seit ich die #100happydays challenge mitgemacht habe, von der Uschi schon hier berichtet hat, bin ich ja Instagram süchtig. Ich blätter zwar nach wie vor gerne durch irgendwelche bunten Magazine, oder surfe von blog zu blog, aber super viel geballte Inspiration für alle Lebenslagen hole ich mir mittlerweile bei Instagram. Oder momentan. Vielleicht siehts ja in ein paar Wochen auch schon wieder anders aus, was ich nicht denke, denn diese Phase hält sich doch schon eine ganze Weile. Phase ist ja auch eines DER Mütter-Vokabeln. Wenn man nicht mehr weiter weiß, warum das Kind irgendwie komisch drauf sein könnte, weil es keinen offensichtlichen Grund gibt, ist es immer eine PHASE. Flippi hat zum Beispiel von Anfang an die Nachts-Durst-Phase. Eine Dauerphase sozusagen. haha Aber ist auch gar nicht so schlimm. Schlaf wird eh völlig überbewertet. 😉
In meiner Instagram-Phase jedenfalls sind mir in letzter Zeit auf diversen Profilen so niedliche Wolkenkissen aufgefallen. Und weil ich Wolken irgendwie total süss finde, habe ich jetzt einfach mal rumprobiert  und ein eigenes genäht. Geht ganz schnell und einfach & wird bestimmt noch vervielfältigt und dann unter diversen Weihnachtsbäumen landen!

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Ich hab mir erstmal auf A4 eine Vorlage gezeichnet, ausgeschnitten und auf die linke Seite eines flauschigen Stoffes übertragen.

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Dann auf der rechten Seite der Vorderseite mit schwarzem Garn und Geradestich den Mund und die Augen aufnähen.
Macht sich mit der Maschine super. Wer dickere Konturen möchte und mehr Zeit hat (weil das Baby gerade keine Phase hat, hihi), kann ja auch mit Stickgarn sticken.

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Ich habe nur die Wimpern per Hand aufgestickt – wäre mir mit der Maschine sonst zu viel Gefummel gewesen.
Manchmal ist man per Hand doch schneller, glaub ich.

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Wenn das Gesicht fertig ist, Vorder- und Rückseite wieder rechts auf rechts zusammen stecken und mit Geradestich zusammennähen. Dabei am Besten eine Wendeöffnung an der geraden Unterseite lassen.
Das Wölkchen dann umstülpen, ggf. bügeln und mit Füllmaterial vollstopfen.

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Die Wendeöffnung noch unsichtbar verschließen…

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Fertig!

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Und weil heut Dienstag ist, fliegt dieses kleine Kuschelwölkchen noch zu den anderen Creadienstag – Projekten rüber!

Liebste Grüße vom Dorf,
Regina ❤

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Latääne, Sonn un Mond un Stääne!

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Für alle, die es noch nicht wissen – eigentlich bin ich ja so ganz ursprünglich ’ne „Kölsche Mädche“. Weil das aber so lange her ist und ich auch kein bisschen Dialekt mehr spreche, merkt das keiner. Selbst ich vergesse das oft. Außer…an zwei Tagen im Jahr: Rosenmontag und St. Martin. Da kommen automatisch Kindheitserinnerungen hoch, die mich Dom und Rhein ein wenig vermissen lassen. Und dieses Jahr ist der St. Martinstag etwas ganz Besonderes, denn ich durfte nach gefühlten 25 Jahren mal wieder eine Laterne basteln – weil das Augustinchen das ja noch nicht alleine kann, aber doch schon groß genug ist, heute Abend mit zu laufen und die vielen Lichter zu bestaunen. Zwar wird es in Leipzig keinen St. Martin mit rotem Mantel auf dem Pferd geben (mit all den dazugehörigen Pferdeäpfeln, in die wir Kinder damals reinstapften) und auch keine traditionellen Weckmänner (das sind so Männer aus Rosinenbrotteig mit einer weißen Pfeife, die fein säuberlich abgegessen und danach sofort benutzt wurde), aber dafür haben wir hier ein Lagerfeuer und Stockbrot!

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Für die Laterne habe ich übrigens nur Materialien benutzt, die ich im Haus hatte und das war so eine Ikea-Tassen-Pappe, aus der ich mit Masking-Tape einen Würfel gebastelt und die runden Fenster mit Seidenpapier beklebt habe. Noch schnell ein paar Sterne ausgestanzt und dran geklebt, fertig! Nächstes Jahr ist Augustinchen dann sicher schon groß genug und kann mitbasteln – ein Tipp der Uschi-Mama: Das Kind Butterbrotpapier wild mit Wachsmalstiften bekritzeln lassen, bis alles schön bunt ist und man nichts Weißes mehr sieht und dieses dann auf zwei runde Käseschachteln kleben…ich kann mich noch gut erinnern, wie ich genau mit einer solchen Laterne damals dem St. Martin hinterher lief und lauthals sang: „All die Puute sin op Trabb en der Hand die Lämpcher, op der Stroß un en der Gass danze dausend Flämmcher“. (Mit Puute ist übrigens kein Geflügelfleisch gemeint, nee, dass sind im Kölschen die Kinder, hihi…)

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen St. Martinstag!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

P.S.: Huch, heute ist ja auch noch Dienstag, na, da schick ich meine Laterne doch gleich mal rüber zu den anderen Creadienstag-Projekten!

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Glitzherbstdeko, die Erste!

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Erinnert ihr euch an die Schleimmonster, von denen ich Anfang des Monats erzählt und damit ja auch ein wenig Verwirrung gestiftet habe? Es wurde ja schon vermutet, meine Balkonpflanzen wären von schleimigen Nacktschnecken befallen, nur warum ich diese mit zu einer Familienfeier nehmen musste, blieb dem Leser unklar. Ja nee, keine Schnecken, ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass ich erkältet war – und bin. Wie heißt es so schön, eine Erkältung kommt 3 Tage, bleibt 3 Tage, geht 3 Tage? Nun, bei mir gaben sich nur leider die unterschiedlichen Erkältungen die Klinke in die Hand, immer wenn Eine gerade am gehen war, kam auch schon die Nächste. Bis dann irgendwann mein Körper gestreikt hat, so Uschi, entweder Bettruhe und ganz viel Tee oder ich mach hier nicht mehr mit! Ich habe mich also gefügt und verbringe nun die Tage auf dem Sofa, in meine Kuscheldecke gekuschelt und staffelweise Danni Lowinski guckend. Sorry, fragt nicht, diese Frau ist ja völlig an mir vorbei gegangen, aber einmal angefangen macht es ja irgendwie süchtig.

Aber nach gefühlten 47 gewonnenen Klagen der Frau Lowinski brauchte ich dann irgendwann auch ein bißchen Abwechslung und war bereit für mein erstes Herbst-DIY in diesem Jahr. Und weil es so einfach und so schön ist, muss ich es natürlich mit euch teilen! Alles was ihr braucht sind Herbstblätter, Leim, einen Pinsel und Glitzer!

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Ich habe also die vom Augustinchen und Junomann gesammelten Herbstblätter zunächst unter dicke Bücher gepackt und ein wenig geplättet. Dann wurden sie mit Leim bestrichen (ich habe da so ein Fass mit speziellem Decopatch-Leim, aber sicher geht auch normaler Bastelkeber, es muss nur flüssig und leicht aufzutragen sein) und mit vieeeel Glitzer bestreut. Alles, was danach daneben fällt, kann ja wiederverwendet werden.

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Die typische Frage vom Junomann, als ich ihm stolz die glitzernden Blätter zeigte: Und was machst du jetzt damit? Tsss…Männer! Lasst eurer Fantasie freien Lauf! Legt sie als Deko auf die Tischdecke! Oder klebt sie als Verpackungshighlight auf ein verpacktes Geschenk! Und mit einem Stock und ein bißchen Strippe könnt ihr ganz schnell ein goldiges Herbstmobile basteln, was in der Oktobersonne funkelt und garantiert ganz schnell wieder gesund macht!

Achja, und falls ihr Euch fragt, warum das hier jetzt der erste Teil der Glitzherbstdeko ist – die Regina wird schon ganz bald weiterglitzern!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

P.S. Und weil heute Dienstag ist, schicke meine Glitzerblätter noch schnell rüber zum CREADIENSTAG!

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Oh, du goldener Oktober!

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Hach, momentan ist es hier ja ein wenig ruhiger. Das liegt an Tieren. Ja, wirklich! Bei Regina sind es Kraniche, bei mir so ganz fiese kleine Schleimmonster. Hihi, ok, Schleimmonster kann man verstehen, aber Kraniche? Einmal im Jahr, da fliegen ganz viele Kraniche in Reginas Nachbardorf im Norden von Berlin. Also, wenn ich schreibe viele, dann meine ich Massen. Tausende! Und diesen Kranichen folgen dann ganz viele Vogelforscher und Naturliebhaber. Die meistens großen Hunger mitbringen. Und daher ganz viel von Reginas leckerem, selbstgebackenen Kuchen verspeisen. Ich war letztes Jahr um die Zeit auch dort – ein kleiner goldener Herbsttraum! Tausende Kraniche über nebelverhangenen Feldern, Kühe die gemächlich grasen, Kürbisse am Straßenrand und eine Oktobersonne, die all das in goldenes Licht taucht. Also, wer all das erleben will, ab ins Auto, auf nach Linum und Reginas wundervoll-leckeren Kuchen im Kleinen Haus probieren!

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Nun also weg von den Kranichen, hin zu meinen Schleimmonstern, die nun seit mehr als eine Woche ungefragt meine Gäste sind. Ich habe sie mehrfach höflich und freundlich gebeten, sich doch bitte eine andere Bleibe zu suchen, aber bis jetzt leider ohne Erfolg. So musste ich die doofen Viecher also am Sonntag mit zur Taufe unserer kleinen Nichte nehmen. Der Junomann hatte mich zuvor als angehender Patenonkel gebeten, doch noch eine individuelle Glückwunschkarte zu gestalten. Aus einem Sammelsurium aus aufgehobenen Geschenkpapierschnipseln, Masking Tape und Blümchenstickern wurde dann eine blumige Patchwork-Kirche. Nur als kleiner Tipp – bei Tchibo gibt es immer mal wieder Sets aus einfarbigen Karten und dazu passenden Briefumschlägen, perfekt zum individuellen Karten gestalten. Achja, und ein Füller ist auch Gold wert bei all den Geschenkanhängern und Glückwunschkarten – sieht einfach immer ein bißchen schöner aus als Kuli oder Fineliner.

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So sieht es nach einer spontanen Bastelaktion dann übrigens auf meinem Schreibtisch aus.

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Die Taufe fand in einer alten Dorfkirche statt und es wurde auch Erntedank-Fest gefeiert. Ein wunderschön-geschmückter Altar, und da war sie wieder, die geliebte Oktobersonne mit ihrem goldenen Licht. Hach…

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Meine selbstgestaltete Patchworkkarte schicke ich übrigens rüber zu den anderen vielen tollen Creadienstag-Projekten – hier geht’s lang zum Inspirieren!

Habt einen wundervollen Oktober und genießt die goldene Herbstsonne!

Adieu und bis bald,
Eure Uschi

P.S. Zum Schluss hier noch Augustinchens Herbstoutfit, das sie zur Feier des Tages getragen hat. Ist der kleine Mantel nicht allerliebst?

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Rucki-Zucki Wickeltäschchen

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Es gibt ja Dinge, die man nicht braucht, aber besitzt, weil sie schön sind – davon habe ich….öööhm…sagen wir: ein paar! ;-). Und es gibt Dinge, die nützlich sind, aber häßlich, weshalb man dann einfach ohne sie auskommt.

Seit über fünf Monaten renne ich nun also entweder mit meiner (sehr hübschen, aber großen) Wickeltasche durch die Gegend, oder stecke mir schnell eine Windel & Feuchttücher in mein kleines Beutelchen, in dem sich dann der restliche Inhalt mit den Wickelutensilien vermischt und jedes Mal das große Kramen beginnt, sobald die Wickelei los gehen soll. Schuld sind diese häßlichen kleinen Wickeltäschchen für die Handtasche, die ich bis jetzt erfolgreich ignoriert habe, obwohl man darin super das Allernötigste verstauen kann und immer griffbereit hat.

Deshalb habe ich mir jetzt meine eigene genäht. Ganz einfach und ruckizucki. Und sie ist wirklich nützlich und nett anzuschaun! Juhuu! Inspiriert wurde ich dabei von der lieben Blanca von Kleine Kleinigkeiten, die dort Anfang des Jahres eine tolle Anleitung für ein super schnelles Täschchen gepostet hat, das ich immer wieder gern nähe, weil es so einfach und wandelbar ist.

Hier also meine „Mutation“ zur Mini-Wickeltasche:

Zuerst schneidet ihr den Außenstoff zu: 90x30cm.
Diesen einmal mittig Bügeln und dann beide Seiten erst über die Mitte hinaus einklappen und dann wieder aufklappen:

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Wieviel Platz ihr zur Mitte lasst, ist Geschmackssache, bei mir sind es 4cm auf jeder Seite.
Alles schön bügeln & dann rechts auf rechts am Futterstoff feststecken:

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Nun das Ganze mit dem Geradestich am Rand zusammennähen,
dabei an einer Seite eine Wendeöffnung lassen…

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…wenden, die Ecken ausstülpen und alles gerade bügeln.

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Da wo vorher die Wendeöffnung war, ist im Außenstoff ja eine kleine Delle nach innen. In diese nun beide Enden eines Gummibandes feststecken und dann nochmal das Täschchen ringsherum mit dem Geradestich versäumen:

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Durch das Versäumen wird die Wendeöffnung verschlosen,
das Gummiband befestigt & nochmal Stabilität erzeugt.
Nach Bedarf erneut Bügeln, fertig ist das Wickeltäschchen!

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Das Ganze kann natürlich wie immer nach Lust und Laune verziehrt und abgewandelt werden. Lasst eurer Phantasie freien Lauf & lasst uns wissen, wie Eure Täschchen geworden sind. Gern auch auf Instagram #uschiundreginaDIY

Ich schicke diese Version nun zu den anderen Creadienstag-Projekten & wünsche euch noch einen schönen Abend!

Liebste Grüße vom Dorf,

Regina ❤

Uschis 10-Minuten-Papierlampion-Girlande

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Wer diesen Blog ein wenig verfolgt, wird schon mitbekommen haben, dass ich ja Dinge mag, die einfach und schnell zu machen und dabei noch richtig hübsch sind – so wie diese kleinen Papierlampions, die mich sofort an meine Kindergartenzeit erinnerten. Wie passend für den ersten Kindergeburtstag von Augustinchen, den wir am Samstag mit unserer Familie und lieben Freunden gefeiert haben (leider ist unser geplantes Picknick im Park aufgrund des verfrühten Herbstanfangs ins Wasser gefallen, deswegen musste das Wohnzimmer herhalten). Das Beste an meiner neuen Lieblingspartydeko ist, dass man so eine Girlande mal eben in 10 Minuten zaubern kann!

Alles was ihr dafür braucht, ist Papier, Schnur, eine Schere und etwas Kleber, oder wie bei mir Masking Tape (I LOVE MASKING TAPE!). Ein längliches Rechteck in der Mitte falten, wie auf dem Foto einschneiden, zusammenkleben, fertig!

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Zum Anbringen habe ich innen einfach ein Stück Schnur mit Tape befestigt und dann die Lampions über eine weitere Schnur gefädelt, die sich von Wohnzimmervitrine zum Fenster hängelt. Die Papierkugeln im Hintergrund gibt es übrigens bei Ikea.

So, und weil heute zufällig Dienstag ist, fliegen die kleinen Papierlaternen nun rüber zu den anderen feinen Creadienstag-Projekten!

Adieu und bis bald,
Eure Uschi

Creadienstag: MR & MRS Coffee Mugs

Mr. and Mrs. Coffee Mugs

Heute mal ganz schnell eine super easypeasy Mitbringselidee, wie in meinem Fall zur Hochzeit meines Bruders und seiner wunderschönen Braut. In meinem Kopf schwirren jetzt schon weitere Tassen mit meinen Lieblingszitaten, Punktetassen, Tassen mit Blumenrankeln, Schnurrbarttassen…meine lieben Freunde, sorry, aber zum nächsten Geburtstag bekommt ihr wohl jeder Eine!

Nun, alles was ihr dazu braucht, ist – logisch – eine einfache Tasse bzw. Kaffeebecher (z.B. günstig vom Möbelschweden), einen Porcellain-Paint-Stift (gibt’s im Bastelladen), Wattestäbchen bzw. Wattepads zum korrigieren und …naja…ein Zitat, ein Motiv, ein Muster, whatever!  Den Stift schütteln, ansetzen, losmalen, bzw. schreiben und fertig! Achtung, manchmal kommt aus dem Stift plötzlich ein ganzer Tropfen Farbe, daher nicht so stark aufdrücken und immer mal wieder ein wenig abstreifen, z.B. auf einem Blatt Papier. So lange die Farbe noch nass ist, kann man auch noch korrigieren, also unbedingt Wattestäbchen parat haben. Wenn das Ergebnis am Ende gefällt, muss das Ganze nur noch 4 Stunden trocknen und dann eine halbe Stunde in den Ofen (steht alles ganz genau auf dem Stift). Es soll wohl sogar spülmaschinenfest sein, obwohl ich das mal nicht so glauben mag.

Die fertig bemalten Tassen habe ich schließlich mit Geld und Kaffeebohnen gefüllt und einen passenen Geschenkkarton (das Set gab es übrigens bei Idee) mit selbstgemachten Liebeskonfetti und Liebesherzen dekoriert. Und diese fliegen jetzt rosarot-kitschig zum heutigen Creadienstag!

Adieu und bis bald,

eure Uschi

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Über bestempelte Tischdeckchen und was diese auf einem Festival zu suchen haben

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Dies könnte ein Beitrag darüber sein, wie man kleine Tischdecken mit einfachen Mitteln bestempelt – z.B. mit einer Möhre oder einer Stange Sellerie. Oder mit Strohhalmen (wunderschön und so einfach!) wie hier bei Paper & Stitch. Weil ich nämlich letzte Woche selber kleine Deckchen gestempelt habe. Aber ich habe nicht einfach so für mich gestempelt. Und eigentlich habe ich auch nur stempeln lassen. Jetzt fragt ihr euch vielleicht: „Hä?“ Genau. Und deshalb muss ich leider ein wenig ausholen…

Also, vor vielen Jahren, und zwar im Jahre 2008, da war ich das erste mal auf dem kleinen feinen Festival Nachtdigital. Ich will jetzt gar nicht so viel über das Festival an sich berichten, das können andere sicher besser (z.B. hier), aber obwohl ich gar nicht mal so ein großer Fan elektronischer Musik bin, war ich damals vor 6 Jahren doch gleich hin und weg. Ein friedlicher Ort mitten im Wald an einem kleinen See, mit einer Elefantenrutsche, einem weißen Zirkuszelt, einem kleinen Kaffeestand mit -haltet euch fest- australischem Milchkaffee, naja, oder zumindest ist er von einem echten Australier zubereitet, und ganz vielen glücklichen und fröhlichen Menschen, manche sonnenverbrannt und viele mit Glitzer bestreut. Und dann war da die Deko – bunte Lampions, ein kleines Häuschen mit kompletten Omi-Schlafzimmer darin, eine lange weiße Tafel mit Wiesenblumen, um daran fettige Pommes zu verspeisen, viele weiße Stühle, Wimpel, Sonnensegel…und ein Jahr später wieder alles anders, noch bunter, noch schöner, noch aufwendiger. Ich war so begeistert, dass ich unbedingt ein Teil der Crew sein wollte, ich wollte auch so schöne bunte Dinge machen! Und so kam es, dass ich 2010 zusammen mit Regina in unserer ganz eigenen Nachtdigital-Nagelstudiobude saß, mit selbstbedrucktem Kittel und Sonnenhut, denn unser Häuschen hatte kein Dach, und wir den Festivalgästen Erdbeeren und Wassermelonen auf die Fingernägel malten, immer darauf bedacht so zu tun, als würden wir das total professionell machen. „Pediküre, nee, sowas machen wir nicht!“ Hihi…

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So genug ausgeholt, jetzt wisst ihr, warum ich jedes Jahr Ende Juli zusammen mit dem Junomann eine Woche freimache, um einzutauchen, abzutauchen und Teil eines wundervollen Teams zu sein, welches mit einfachen Mitteln eine kleine neue Welt schafft, und das alles nur für ein Wochenende, ohne kommerzielle Hintergedanken, aber mit ganz viel Hilfsbereitschaft und Freundschaft. Hach herrje, das klingt jetzt so kitschig, aber es ist wirklich schwer in Worte zu fassen. Dieses Jahr hatte ich mich gemeldet für den Backstage-Bereich – allerdings eine eher undankbare Aufgabe. Der Backstage-Bereich befindet sich sozusagen in einem Speisesaal, mit Fliesen, hellen Lampen und Holzdecke. Noch dazu kann hier nicht allzu viel verändert werden, schließlich ist man ja nur zu Gast. Und auch wenn man es schaffen sollte, den Raum ein wenig gemütlicher zu machen, sehen es am Ende dann doch nur ein Bruchteil der Gäste, nämlich die mit einem Backstage-Bändchen. Aber wir waren guter Dinge. Zusammen mit ein paar lieben Mädels, unter anderem Augustinchens Tanten und sogar ihrer Hebamme (hach), stempelten wir wie verrückt Bettlaken, nähten kleine Tischdeckchen und schwarze Kissenbezüge, hängten Lampions auf und wandelten Gurken- und Babygläschen in Windlichter und Blumenvasen um. Aus Plastikschläuchen und viel Stoff bastelten wir große Lampenschirme, um die alten Deckenlampen hübsch zu verstecken. Und aus einer langen Stoffbahn und einer Schnur wurde mal ganz schnell ein Himmel, unter dem man sich dann kuscheln und verstecken konnte. Achja, das Farbkonzept schwarz-weiß war so eigentlich gar nicht geplant und ist erst in der Aufbauwoche entstanden, vielleicht habe ich zu viele Wir-lieben-skandinavisch-schwarz-weiß-Design-Blogs gelesen, wer weiß.

V O R H E R :

crewraum vorher

N A C H H E R :

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Und nun ist er da, der Nachtdigital-Blues…auf dem Monitor die ersten Bilder, die in den Flickr-Pool geladen werden und im Kopf schon viele Ideen für nächstes Jahr…nur noch 355 Tage…

So genug rumge’blues’t, jetzt wird meine kleine Tischdeko erstmal rübergeschickt zu den anderen zauberhaften Creadienstag-Projekten (klick)! Und morgen werden Sachen gepackt, denn dann geht’s mit Augustinchen und Petra zur Regina und Flippsi aufs Sommer-Doooorf!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

Selbstgeklebte Ledertroddeln oder: Ein besonderer Schlüsselanhänger für Petra

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Gestern habe ich Petra abgeholt – erst war sie noch ein wenig schüchtern, aber hat dann ganz schnell aufgedreht und sich in die Kurven gelegt. Petra ist ungefähr so groß wie breit, ihr Teint recht hell, also regelrecht weiß, sie hat ein schwarzes Haupt und … ist mein neues kleines Auto! Und ich wäre nicht Reginas beste Freundin, wenn ich mir nicht auch einen Smart geholt hätte! Ich hoffe, ihr Fred und meine Petra werden beste Freunde! Vielleicht heiraten sie ja auch irgendwann? Hach, das gleiche Alter hätten sie ja. Wenn Fred meine Petra denn will, ein paar Dellen hat sie ja schon, da hilft leider auch keine Cellulite-Creme. Höhö, jaaaaaa, ich hör ja schon auf!

Nun, ich halte also gestern meine (!) Autoschlüssel in den Händen und überlege, welchen Schlüsselanhänger ich denn da wohl dran mache. Das muss ja schon was besonderes sein! Ich schaue also bei Pinterest auf unsere Uschi&Regina-Pinnwände, vielleicht hab ich ja irgendwann schon mal was passendes gepinnt – und hach, da waren sie! Schlüsselanhänger aus Leder – und wie passend, liegt doch seit zwei Jahren noch so’n Stück Leder bei mir im Schrank und wartet sehnsüchtig darauf, dass ich endlich mal was damit mache (habe ich übrigens von einer lieben Freundin geschenkt bekommen mit den Worten „Ich weiß nichts damit anzufangen, aber du kannst bestimmt etwas daraus machen?“ – liebe Grüße an dieser Stelle, wirst schon wissen, dass du gemeint bist, hihi). Äh, wo war ich? Achja, der Ledertroddelschlüsselanhänger … Als ich mich also in die Anleitung vertiefe, leuchtet plötzlich auf dem Bildschirm oben eine Sprechblase auf und meine Schwester schickt mir ein Foto. Zu sehen ist eine Motorhaube und ein Kennzeichen mit ihren Initialen, und sie fragt fröhlich: „Rate mal, wessen Auto das ist!“ Wie verrückt ist das denn, ohne uns abzusprechen waren wir doch am gleichen Tag frische Autobesitzer! Keine Frage, dass sie nun natürlich auch einen Schlüsselanhänger bekommt! Noch dazu, wenn’s so easypeasy und schnell geht wie dieser hier!

Die Anleitung von Lovely Indeed ist so gut, dass ich es mir hier an dieser Stelle spare, die einzelnen Schritte zu erklären, als klick und rüber! Einen Tipp will ich Euch nur schnell auf den Weg geben – versucht es nicht mit Sekundenkleber, sondern gleich mit speziellem Kleber für Leder. Der Sekundenkleber verätzt das Leder und macht Farbe und Struktur total kaputt. Zumindest der, den ich benutzt habe.

Hier nun ein paar Bilder von meinem ersten Bastelprojekt mit Leder – ich hoffe, meiner kleinen Petra gefällts! Und weil heute ja auch zufällig Creadienstag ist, schicke ich meine Schlüsselanhänger gleich mal rüber zu den anderen kreativen Projekten (klick)!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

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Babys Anti-Rutsch-Söckchen selbermachen – ein (gescheiterter) Versuch

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Also, eigentlich sollte das hier ja ein wunderschönes Baby-DIY werden. Voller Erwartung und Vorfreude und mit filigranen Mustern im Kopf bestellte ich vor einer Woche im Bastelversand so’n Zeug, mit dem man aus normalen Strumpfhosen und Söckchen supertolles Anti-Rutsch-Fuß-Equipment hätte machen können. Hätte. Also andere können das ja vielleicht. Ich bin daran verzweifelt.

Und dabei fand ich es so praktisch – mein Augustinchen rutscht auf ihren Strumpfhosen das Parkett entlang (unsere Altbauwohnung ist auch im Hochsommer enorm fußkalt), die Hausschuhe liegen irgendwo im Flur…wie toll wäre es doch, wenn die Strumpfhose eine nicht rutschende Sohle hätte! Und zack, bestellt, das Zeug. Dazu noch die passenden Schablonen, wie schön das wohl aussieht, mit kleinen Sternchen und Wölkchen unter den Füßen?

Das Paket kommt an und schwupps, werden erstmal ein paar Testsöckchen rausgekramt, die bald eh nicht mehr passen. Auf der Anleitung dieses Wunderzeugs steht folgendes: „Pappe in passende Größe schneiden und in die Socken stecken. Sock-Stop von außen auftragen und trocknen lassen. Vorgang 1 bis 2 Mal wiederholen. Endtrocknungszeit ca. 10 – 12 Stunden.“ Noch ein wenig vorsichtig versuche ich zuerst ein Standardmuster – Punkte (siehe oben Nr. 1), direkt aus der Tube. Leider ist das Ergebnis, nun sagen wir mal, schrecklich! Ungleiche dicke Tröpfchen, und am schlimmsten, es kommen ständig Luftbläschen raus. Hui, sieht ja ganz schön doof aus.

Also werden als nächstes die Schablonen ausprobiert. Ein Herzchen (2) und ein Blümchen, mit Tape befestigt und mit gaaanz viel Liebe diese Paste (erwähnte ich schon, dass die ganz schön stinkt?) darauf verteilen und trocknen lassen. Das ganze nach 2 Stunden wiederholen und irgendwann neugierig die Schablone entfernen und sich ärgern, denn die Ränder sind natürlich unsauber. Achja, und kleine unschöne Bläschen sind auch schon wieder da. Meine neue Strategie – immer noch Schablone, aber diesmal das Zeug direkt mit dem Pinsel auftragen (3). Verhindert Bläschen, aber der Rand ist immer noch unsauber. Blöde Schablonen. Ich bin frustriert.

Socken mit Schablone Herz

Aber vielleicht funktioniert ja stempeln? Mit dem Ende des Pinsels stemple ich kleine Punkte auf die Socken (3). Bis jetzt das beste Ergebnis! Ich traue mich mehr und bastel mir aus Moosgummi einen Dreiecksstempel (4). Bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis und halte die Söckchen stolz dem Junomann hin, woraufhin er meint, dass es so aussieht, als wäre man in irgendwas reingetreten. Mist. Mein letzter Versuch, ich will Wölkchen stempeln, schneide mir aus Moosgummi eine kleine Wolke für meinen selbstgemachten Stempel und…stemple fleißig unförmige Kleckse auf die Sohlen. Jetzt sieht’s wirklich aus wie irgendwo reingetreten. Ich geb’s auf. Mein Versuch, super niedliche Söckchen zu kreieren, ist leider gescheitert. Dafür habe ich jetzt 4 Paar Socken und eine Strumpfhose, die nicht mehr rutschen, immerhin. Und ein paar lustige Bilder, die ich euch zeigen kann.

Socken mit Stempeldreieck

Mein Fazit – entweder ich habe das falsche Produkt gekauft (sorry Sock-Stop) oder ich habe mich selten dämlich angestellt. Am besten haben mir noch die simplen Punkte mit dem Pinselende gefallen, die Schablonen hätte ich mir wirklich sparen können. Vielleicht hat ja irgendjemand hier bessere Ergebnisse erzielt und kann mir wertvolle Tipps geben? Eventuell die lieben Creadienstag-Blogger, die heute wieder viele wundervolle Projekte ins Netz gestellt haben (klickste hier)?

Adieu und bis bald,
Eure Uschi