Latääne, Sonn un Mond un Stääne!

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Für alle, die es noch nicht wissen – eigentlich bin ich ja so ganz ursprünglich ’ne „Kölsche Mädche“. Weil das aber so lange her ist und ich auch kein bisschen Dialekt mehr spreche, merkt das keiner. Selbst ich vergesse das oft. Außer…an zwei Tagen im Jahr: Rosenmontag und St. Martin. Da kommen automatisch Kindheitserinnerungen hoch, die mich Dom und Rhein ein wenig vermissen lassen. Und dieses Jahr ist der St. Martinstag etwas ganz Besonderes, denn ich durfte nach gefühlten 25 Jahren mal wieder eine Laterne basteln – weil das Augustinchen das ja noch nicht alleine kann, aber doch schon groß genug ist, heute Abend mit zu laufen und die vielen Lichter zu bestaunen. Zwar wird es in Leipzig keinen St. Martin mit rotem Mantel auf dem Pferd geben (mit all den dazugehörigen Pferdeäpfeln, in die wir Kinder damals reinstapften) und auch keine traditionellen Weckmänner (das sind so Männer aus Rosinenbrotteig mit einer weißen Pfeife, die fein säuberlich abgegessen und danach sofort benutzt wurde), aber dafür haben wir hier ein Lagerfeuer und Stockbrot!

materialien_laterne_basteln

Für die Laterne habe ich übrigens nur Materialien benutzt, die ich im Haus hatte und das war so eine Ikea-Tassen-Pappe, aus der ich mit Masking-Tape einen Würfel gebastelt und die runden Fenster mit Seidenpapier beklebt habe. Noch schnell ein paar Sterne ausgestanzt und dran geklebt, fertig! Nächstes Jahr ist Augustinchen dann sicher schon groß genug und kann mitbasteln – ein Tipp der Uschi-Mama: Das Kind Butterbrotpapier wild mit Wachsmalstiften bekritzeln lassen, bis alles schön bunt ist und man nichts Weißes mehr sieht und dieses dann auf zwei runde Käseschachteln kleben…ich kann mich noch gut erinnern, wie ich genau mit einer solchen Laterne damals dem St. Martin hinterher lief und lauthals sang: „All die Puute sin op Trabb en der Hand die Lämpcher, op der Stroß un en der Gass danze dausend Flämmcher“. (Mit Puute ist übrigens kein Geflügelfleisch gemeint, nee, dass sind im Kölschen die Kinder, hihi…)

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen St. Martinstag!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

P.S.: Huch, heute ist ja auch noch Dienstag, na, da schick ich meine Laterne doch gleich mal rüber zu den anderen Creadienstag-Projekten!

Laterne_Sterne

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Glitzerherbstdeko, die Zweite!

Im Herbst stelle ich ja immer wieder fest, dass ich es total toll finde, in einer Klimazone mit Jahreszeiten zu leben. Natürlich liebe ich den Sommer, aber irgendwie hat doch jede Jahreszeit ihre liebenswerten Seiten! Auch der Herbst. Momentan könnte ich draußen in der Herbstsonne ununterbrochen Dinge sammeln…. Eicheln, Kastanien, Stöcker, Zweige mit Beeren, getrocknete Distelblüten… Eicheln, Kastanien… In der Urzeit hätte ich wahrscheinlich ein ganzes Rudel an Sammlern unter mir & wir würden gar nicht auf die von der Jagd zurückkehrenden Männer warten müssen, weil wir längst von unseren Beeren satt wären. Wenn ich etwas mehr darüber nachdenke, sammle ich aber nicht nur im Herbst und auch nicht nur „Zeug zum Basteln und Dekorieren“…haha. Vielleicht war ich in einem früheren Leben tatsächlich ein urzeitlicher Supersammler?! 😉 Das werden wir wohl nie erfahren. Auf jeden Fall liebe ich die Raschelblätter in all ihren bunten Farben, die Herbstluft, Kürbisse, knisterndes Kaminfeuer das zum ersten Mal entfacht wird, kuschelige Schals und rosa Wangen nach dem Spazierengehen.

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Falls auch ihr an all dem herbstlichen Bastelmaterial in der Natur nicht vorbei kommt, hier eine kleine Idee, was ihr zumindest mit den Eicheln anstellen könnt, um den den goldenen Herbst noch goldener zu machen, oder vielleicht sogar schon den Übergang zur glitzernden Adventszeit vorzubereiten: Glitzereicheln!

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Dazu benötigt ihr nur ein paar Eicheln mit Hütchen, an denen optimaler Weise auch noch ein kleines Stielchen dran ist. So kann man dann Schnur oder Draht besser befestigen, wenn man die kleinen Glitzerteile irgendwo anhängen möchte. Die Eicheln am Besten ein paar Tage in der Wohnung trocknen lassen – meistens fallen dann die Hütchen ab. Stört aber nicht, denn mit Kleber sind sie ganz fix wieder befestigt.

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Zum Glitzern habe ich mit einem Pinsel Dekopatch-Kleber aufgetragen, der ist so schön flüssig und lässt sich deshalb gut verteilen. Die Eichel dann mit losem Glitzer bestreuen, trocknen lassen – fertig! Ganz einfach!

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Bei uns hängen die Glitzereicheln an einem hübschen Zweig (den ich natürlich selbst gesammelt hab), der in einer Vase steht. Im letzten Jahr, habe ich damit auch Weihnachtsgeschenke verziert, bzw. einige Sets aus mehreren Eicheln verschenkt. Kam immer super an!

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Also husch husch raus mit euch, Sonne genießen und saaaammmeeeeeln!!! 🙂

Liebste Grüße vom Dorf,
Regina ❤

Creadienstag: Pimp your Notizheft!

Es ist ja gerade Sale. Überall. Leider geht es mir wie wahrscheinlich vielen Frauen: Erstmal mitnehmen! Denn es ist ja so günstig! Ob man es nachher braucht, ist erstmal nicht wichtig. Weil – man hat ja gespart! So ging es mir letztens auch bei Tchibo, wo ich drei niedliche kleine Notizhefte erstand, die man ja IMMER gebrauchen kann. Und noch dazu konnte man 1,50 Euro sparen. Ha!

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Zuhause fiel mir dann leider auf, dass mir die Cover eigentlich gar nicht so gut gefielen. Da ich aber wirklich gerne so kleine Heftchen mit mir trage, um Einkaufslisten, Büchertipps oder das Lieblingslied im Radio aufzuschreiben, wurden die drei also einfach mal ein bißchen gepimpt. Hier meine drei Varianten:

Variante 1: Packpapier & ToDo-Logo

Das Cover in türkis gefiel mir noch am besten, sodass ich das in dieser Variante mit dem Packpapier ein wenig durchblitzen lassen wollte. Aber Schritt für Schritt: Erstmal das Packpapier so zuschneiden, dass noch ein kleiner Rand zum späteren Umklappen übrig bleibt…

notizbuch_1_packpapier_zuschneiden

Dann ein Motiv eurer Wahl aufzeichnen. Ich hatte nur einen Babymittagsschlaf Zeit, daher habe ich meinen To Do Schriftzug frei Hand gemalt, aber das nächste Mal werde ich vielleicht auch eine Schablone verwenden.  Ich kann mir auch gut vorstellen, z.B. für ein Rezepteheft den Umriss eines Cupcakes aufzuzeichnen. Achja, ein weiterer Tipp, den ich euch geben kann: zeichnet das Motiv auf die linke Seite, dann erspart ihr es Euch beim nächsten Schritt, die hässlichen Bleistiftspuren mit auszuschneiden…

notizbuch_1_packpapier_motiv_zeichnen

Und nun feinsäuberlich das Motiv auschneiden. Solltet ihr nicht auf mich gehört haben, und das Motiv so wie ich vorne drauf gezeichnet haben, dann versuchen, die Bleistiftspuren mit auszuschneiden 😉

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So, nun noch Bastelkleber drauf und schön feststreichen, damit keine häßlichen Beulen entstehen. Die Ränder erstmal überstehen lassen.

notizbuch_1_packpapier_kleber_drauf

Dann die Ränder zurecht schneiden. Einmal wie auf dem Foto mittig oben und unten eine kleines Dreieck reinschneiden. Außerdem die vier Ecken ein wenig abscheiden, das faltet sich dann besser.

notizbuch_1_packpapier_eckenzurechtschneiden

Jetzt die Ränder umfalten, sodass die Ecken so aussehen wie auf dem Bild.

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Nun noch die Ränder mit Washi-Tape bekleben. Kann man auch ordentlich zurecht schneiden, aber ich bin zu bequem und reiße lieber ab.

notizbuch_1_packpapier_washi_tape

Variante 2: Umschlag aus Tapete oder Geschenkpapier

Bei der zweiten Variante habe ich es mir leicht gemacht – ich hatte noch etwas von unserer Küchentapete übrig, mit der ich wie zuvor mit dem Packpapier das Notizheft umhüllt habe. Vielleicht beschrifte ich mir das Heft dann später auch noch mit meiner DYMO. notizbuch_2_Tapete

Variante 3: Washi-Tape

Hier habe ich das Notizbuch einfach nur wild mit Washitape beklebt. Geht total easy, deswegen habe ich das auch nicht weiter fotodokumentiert 🙂

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Und, wie gefallen sie Euch? Habt ihr noch weitere Ideen? Man kann ja auch noch soooo viele andere Sachen auf diese Weise pimpen, Kalender, Bücher, CD-Hüllen…und die Einfälle kommen ja meistens, wenn man so schön dabei ist. Noch ganz viele andere kreative Basteleien gibt es heute übrigens drüben bei creadienstag – unbedingt reinschauen und inspirieren lassen!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

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