Kuschel-Wölkchen

Seit ich die #100happydays challenge mitgemacht habe, von der Uschi schon hier berichtet hat, bin ich ja Instagram süchtig. Ich blätter zwar nach wie vor gerne durch irgendwelche bunten Magazine, oder surfe von blog zu blog, aber super viel geballte Inspiration für alle Lebenslagen hole ich mir mittlerweile bei Instagram. Oder momentan. Vielleicht siehts ja in ein paar Wochen auch schon wieder anders aus, was ich nicht denke, denn diese Phase hält sich doch schon eine ganze Weile. Phase ist ja auch eines DER Mütter-Vokabeln. Wenn man nicht mehr weiter weiß, warum das Kind irgendwie komisch drauf sein könnte, weil es keinen offensichtlichen Grund gibt, ist es immer eine PHASE. Flippi hat zum Beispiel von Anfang an die Nachts-Durst-Phase. Eine Dauerphase sozusagen. haha Aber ist auch gar nicht so schlimm. Schlaf wird eh völlig überbewertet. 😉
In meiner Instagram-Phase jedenfalls sind mir in letzter Zeit auf diversen Profilen so niedliche Wolkenkissen aufgefallen. Und weil ich Wolken irgendwie total süss finde, habe ich jetzt einfach mal rumprobiert  und ein eigenes genäht. Geht ganz schnell und einfach & wird bestimmt noch vervielfältigt und dann unter diversen Weihnachtsbäumen landen!

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Ich hab mir erstmal auf A4 eine Vorlage gezeichnet, ausgeschnitten und auf die linke Seite eines flauschigen Stoffes übertragen.

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Dann auf der rechten Seite der Vorderseite mit schwarzem Garn und Geradestich den Mund und die Augen aufnähen.
Macht sich mit der Maschine super. Wer dickere Konturen möchte und mehr Zeit hat (weil das Baby gerade keine Phase hat, hihi), kann ja auch mit Stickgarn sticken.

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Ich habe nur die Wimpern per Hand aufgestickt – wäre mir mit der Maschine sonst zu viel Gefummel gewesen.
Manchmal ist man per Hand doch schneller, glaub ich.

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Wenn das Gesicht fertig ist, Vorder- und Rückseite wieder rechts auf rechts zusammen stecken und mit Geradestich zusammennähen. Dabei am Besten eine Wendeöffnung an der geraden Unterseite lassen.
Das Wölkchen dann umstülpen, ggf. bügeln und mit Füllmaterial vollstopfen.

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Die Wendeöffnung noch unsichtbar verschließen…

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Fertig!

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Und weil heut Dienstag ist, fliegt dieses kleine Kuschelwölkchen noch zu den anderen Creadienstag – Projekten rüber!

Liebste Grüße vom Dorf,
Regina ❤

Augustinchen empfiehlt…MUSIK

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Als ich mein kleines Augustinchen bekam, also eigentlich schon als sie im Bauch war, bemerkte ich, dass ich fast kein einziges Kinderlied auswendig konnte. Etwas, wofür ich meine Mutter immer beneidete, denn in meiner Erinnerung kannte sie JEDES Lied, und nicht nur den Refrain, nein, nein, alle Strophen. Also besorgte ich mir eine CD, die 30 beliebtesten Kinderlieder oder so, mit Klassikern wie „Der Kuckuck und der Esel“, „Bruder Jakob und „Hänschen Klein“. Mein Plan – die CD so oft hören, dass ich den Text irgendwann von ganz alleine auswendig können würde. Leider konnte ich die CD aber maximal 10 Minuten hören, ohne nicht verrückt zu werden. Billige Synthesizer, eine schreckliche Frauenstimme, nervige Vertonung. Warum gab es denn eigentlich keine schöne Kindermusik, mit ein bißchen mehr Liebe? Ich machte mich also auf die Suche…und wurde fündig. Giraffenaffen nennt sich das Projekt, bei dem viele mehr oder weniger bekannte deutsche Musiker ein ganz individuelles Kinderlied besteuern. Absolut abwechslungsreich und auch für Erwachsene hörbar. Einer unserer Favouriten sind ja die „3 kleinen Schweinchen“ von Max Raabe, dazu gucken wir uns dann immer gerne das passende Bilderbuch an.

Aber auf meiner Suche nach schöner Kindermusik wurde ich auch dort fündig, wo man vielleicht nicht auf dem ersten Blick nach Kinderliedern suchen würde. Bei den Beatles zum Beispiel. „Yellow submarine“ ist doch mal ein großartiges Lied zum Tanzen und Mitklatschen, oder? Das dachte sich wohl auch Emiliana Torrini, die hier eine „alternative“ Playlist für ihren vierjährigen Sohn zusammengestellt hat, weil sie sich irgendwann mal geschworen hatte, niemals im Auto sogenannten „Baby Records“ zu lauschen. Augustinchen gefällts auch und sie rockt sehr gerne zu den Beach Boys ab. Genauso wie übrigens zum Soundtrack vom Film „Where the wild things are“ von Karen O and the Kids, den hören wir gerade auch sehr gerne. Es müssen also nicht immer die klassischen Kinderlieder sein, Synthesizer-Phobie sei Dank!

Und nun müsst ihr mir unbedingt eure Baby-Musik-Tipps verraten, ich bin gespannt und freue mich drauf!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

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Rucki-Zucki Wickeltäschchen

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Es gibt ja Dinge, die man nicht braucht, aber besitzt, weil sie schön sind – davon habe ich….öööhm…sagen wir: ein paar! ;-). Und es gibt Dinge, die nützlich sind, aber häßlich, weshalb man dann einfach ohne sie auskommt.

Seit über fünf Monaten renne ich nun also entweder mit meiner (sehr hübschen, aber großen) Wickeltasche durch die Gegend, oder stecke mir schnell eine Windel & Feuchttücher in mein kleines Beutelchen, in dem sich dann der restliche Inhalt mit den Wickelutensilien vermischt und jedes Mal das große Kramen beginnt, sobald die Wickelei los gehen soll. Schuld sind diese häßlichen kleinen Wickeltäschchen für die Handtasche, die ich bis jetzt erfolgreich ignoriert habe, obwohl man darin super das Allernötigste verstauen kann und immer griffbereit hat.

Deshalb habe ich mir jetzt meine eigene genäht. Ganz einfach und ruckizucki. Und sie ist wirklich nützlich und nett anzuschaun! Juhuu! Inspiriert wurde ich dabei von der lieben Blanca von Kleine Kleinigkeiten, die dort Anfang des Jahres eine tolle Anleitung für ein super schnelles Täschchen gepostet hat, das ich immer wieder gern nähe, weil es so einfach und wandelbar ist.

Hier also meine „Mutation“ zur Mini-Wickeltasche:

Zuerst schneidet ihr den Außenstoff zu: 90x30cm.
Diesen einmal mittig Bügeln und dann beide Seiten erst über die Mitte hinaus einklappen und dann wieder aufklappen:

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Wieviel Platz ihr zur Mitte lasst, ist Geschmackssache, bei mir sind es 4cm auf jeder Seite.
Alles schön bügeln & dann rechts auf rechts am Futterstoff feststecken:

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Nun das Ganze mit dem Geradestich am Rand zusammennähen,
dabei an einer Seite eine Wendeöffnung lassen…

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…wenden, die Ecken ausstülpen und alles gerade bügeln.

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Da wo vorher die Wendeöffnung war, ist im Außenstoff ja eine kleine Delle nach innen. In diese nun beide Enden eines Gummibandes feststecken und dann nochmal das Täschchen ringsherum mit dem Geradestich versäumen:

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Durch das Versäumen wird die Wendeöffnung verschlosen,
das Gummiband befestigt & nochmal Stabilität erzeugt.
Nach Bedarf erneut Bügeln, fertig ist das Wickeltäschchen!

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Das Ganze kann natürlich wie immer nach Lust und Laune verziehrt und abgewandelt werden. Lasst eurer Phantasie freien Lauf & lasst uns wissen, wie Eure Täschchen geworden sind. Gern auch auf Instagram #uschiundreginaDIY

Ich schicke diese Version nun zu den anderen Creadienstag-Projekten & wünsche euch noch einen schönen Abend!

Liebste Grüße vom Dorf,

Regina ❤

Vanille-Knusper-Wolken für die Kleinen

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Letztens habe ich uns zum Kaffee aus meiner geliebten Cupcakery Marshalls Mum zwei sündige Cupcakes mitgebracht – Schokolade, Buttercreme und natürlich ganz viel Zucker! Herrlich! Und während wir da so genußvoll die süße Buttercreme vom Löffel lecken, guckt uns Augustinchen mit großen Augen an und wirft ihren Hirsekringel im hohen Bogen über die Balkonbrüstung. Also, nichts gegen Hirsekringel, Dinkelstangen und Reiswaffeln aus dem Laden, sie haben mich unterwegs schon oft gerettet, aber manchmal immer ist selbstgemacht doch einfach besser. Und so kam ich darauf, Baby-Kekse einfach mal selber zu backen und meine Vanille-Knusper-Wolken und die kleinen Regenschirme passen doch herrlich zum aktuellen Wetter, oder?

Ihr braucht für ein Blech folgende Zutaten:

  • 250 Gramm Mehl und ein bißchen zum Verarbeiten
  • Eine Prise Backpulver
  • 75g weiche Butter
  • 75ml Apfelsaft
  • das Ausgekratzte einer halben Vanille-Schote
  • Nach Belieben noch einen Schuß Agavendicksaft (wenn’s dann doch ein wenig süßer werden soll)

Ich habe einfach alle Zutaten verknetet, ausgerollt, ausgestochen und ca. 15 Minuten bei 180°C gebacken. Sie sollten buttrig-knusprig-vanillig werden, mit einer ganz leichten Süße durch den Saft. Junomanns Kommentar nach dem Probieren: „Lecker, aber irgendwas fehlt…“ Ja klar, der Zucker. Aber das ist ja auch der Sinn der Sache. Augustinchen fand sie jedenfalls sehr lecker, auch wenn sie einem Cupcake leider trotzdem keine Konkurrenz machen werden. Aber einem Hirsekringel bestimmt! Und zusammen mit Obst und einem kleinen Babychino (aufgeschäumte Milch pur, yeah!) ist das doch mal einer feiner Nachmittagssnack!

Und, habt ihr auch schon mal Baby-Snacks gebacken? Ich bin gespannt auf eure Rezepte, immer her damit! Und jetzt wünsche ich euch einen hoffentlich nicht allzu verregneten Sonntag!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

 

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Ein Geburtstagskrönchen für`s Augustinchen

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Ja, wie ihr es wohl schon am Foto erraten könnt – mein kleines Baby wird heute EIN Jahr alt! Unglaublich! Und auch wieder nicht – so viel haben wir in den letzten 12 Monaten erlebt…und doch…weil viele Momente noch so klar in Erinnerung sind, denkt man, es wäre erst gestern gewesen. Die erste Nacht im Krankenhausbett, in der ich hundemüde und doch so hellwach war und im Dunkeln dalag und mein Baby bestaunte. Und dann der Moment, als mich die kleinen Augen anguckten, ungläubig, erwartungsvoll, als würden sie sagen: „So, und was nun, Mama?“ 12 Monate bin ich jetzt also eine Mama. Eine Mama, die auf jeden Fall viel gelernt hat. Zum Beispiel, dass es Schübe gibt. Meistens, wenn Augustinchen unausstehlich war, ach, ein Schub! Alles klar. Oder dass Zucchinibrei einfach mal wie Tapetenkleister schmeckt. Also, nicht nur für einen selbst, auch für’s Baby (hui, der flog weit, ihr könnt es mir glauben!). Oder dass alles seine Zeit hat. Dass man ein halbes Jahr verzweifelt versucht, das Kind zu einer normalen Zeit zum einschlafen zu bekommen und plötzlich, ohne dass wir irgendetwas anders gemacht hätten, wird es Punkt 19:00 Uhr aber mal so richtig müde und freut sich auf das eigene (!) Bett im eigenen (!) Zimmer und ohne Händchen halten oder so! Da ist man dann baff und irgendwie auch ein wenig traurig. Dass alles so schnell ging. Dass man so viele Dinge dann doch schon wieder vergessen hat. Und bei all dieser Melancholie denke ich gerne daran, was mal eine gute Freundin, die ebenfalls Mama ist, zu mir gesagt hat: „Die Liebe zum Kind wird irgendwie immer größer!“ Und auch wenn man sich das genau jetzt, in diesem Moment nicht vorstellen kann, weil die Liebe doch schon sooooooo groß ist, kommt irgendwie jeden Tag mehr dazu.

So, genug Gefühlsduselei, jetzt wird zur Feier des Tages gebastelt, nämlich ein Geburtstagskrönchen für´s Augustinchen! Das war schon ganz lange mein Plan, weil ich irgendwann letztes Jahr dieses wundervolle Bild entdeckte und schon damals beschloß: „Oh ja, mein Baby soll auch mal so eine süße Krone bekommen!“

Ich habe mir dafür im Bastelladen drei DIN A4 Filzstücke in den Farben rosa, grün und creme gekauft. Außerdem habe ich noch Bastelkleber, einen Bleistift, ein wenig Wolle, doppelseitiges Klebeband, eine Schere sowie Nadel und Faden verwendet.

Filzkrone - Material

Ich wollte gerne eine zweifarbige Krone in grün und rosa, wobei die eine Farbe ein wenig hervorlugen sollte. Also habe ich erstmal beide Stücke quer halbiert und aufeinandergelegt. Mit einem Bleistift habe ich die Zacken vorgezeichnet und dann ausgeschnitten.

Filzkrone zuschneiden

Dann habe ich die beiden Stücke mit doppelseitigem Klebeband zusammengeklebt, wobei ich den grünen Filz etwa einen halben Zentimeter weiter unten angesetzt habe, sodass der rosa Filz oben ein wenig zu sehen ist.

Filzkrone kleben

Den überstehenden grünen Rand habe ich dann einfach abgeschnitten.
Aus diesem habe ich mir übrigens später die [1] gebastelt.  Filzkrone zuschneiden_2

Dann habe ich mir zwei Kreise ausgeschnitten, diesmal aus rosa sowie cremefarbenen Filz. Als Schablone habe ich einfach eine Tape-Rolle verwendet.

Filzkrone Kreise

Aus dem vorhin abgeschnittenen grünen Rand wurde dann die [1] gebastelt und alles zusammen mit doppelseitigen Klebeband fixiert.

Filzkrone Nummernblatt

Aus cremefarbener Wolle habe ich einfache Luftmaschen gehäkelt und diese mit Bastelkleber als Bordüre angeklebt. Wenn man viel Zeit und Geduld hat, kann man hier sicher auch per Hand einen wunderschönen Zierstich nähen, aber leider verfüge ich weder über das Eine noch das Andere, hihi…

Filzkrone Verzierung mit Luftmaschen

Dann noch fix mit Nadel und Faden das Gummiband anbringen, vorher am besten noch am Babyköpfchen `abmessen‘ oder eine Mütze als Vorlage nehmen.

Filzkrone Gummiband annähen

Et voila, fertig ist das Geburtstagskrönchen!

Filzkrone final

So, jetzt wird erstmal mit einem leckerem Familienfrühstück bei Oma und Opa und leckeren Bananenmuffins gefeiert! Und danach machen wir uns schick, denn zufällig wird heute auch noch einer meiner vielen Brüder heiraten – vielleicht bestimmt verrate ich euch am nächsten Creadienstag, was ich für das Brautpaar gebastelt habe!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

Babys Anti-Rutsch-Söckchen selbermachen – ein (gescheiterter) Versuch

socken alle

Also, eigentlich sollte das hier ja ein wunderschönes Baby-DIY werden. Voller Erwartung und Vorfreude und mit filigranen Mustern im Kopf bestellte ich vor einer Woche im Bastelversand so’n Zeug, mit dem man aus normalen Strumpfhosen und Söckchen supertolles Anti-Rutsch-Fuß-Equipment hätte machen können. Hätte. Also andere können das ja vielleicht. Ich bin daran verzweifelt.

Und dabei fand ich es so praktisch – mein Augustinchen rutscht auf ihren Strumpfhosen das Parkett entlang (unsere Altbauwohnung ist auch im Hochsommer enorm fußkalt), die Hausschuhe liegen irgendwo im Flur…wie toll wäre es doch, wenn die Strumpfhose eine nicht rutschende Sohle hätte! Und zack, bestellt, das Zeug. Dazu noch die passenden Schablonen, wie schön das wohl aussieht, mit kleinen Sternchen und Wölkchen unter den Füßen?

Das Paket kommt an und schwupps, werden erstmal ein paar Testsöckchen rausgekramt, die bald eh nicht mehr passen. Auf der Anleitung dieses Wunderzeugs steht folgendes: „Pappe in passende Größe schneiden und in die Socken stecken. Sock-Stop von außen auftragen und trocknen lassen. Vorgang 1 bis 2 Mal wiederholen. Endtrocknungszeit ca. 10 – 12 Stunden.“ Noch ein wenig vorsichtig versuche ich zuerst ein Standardmuster – Punkte (siehe oben Nr. 1), direkt aus der Tube. Leider ist das Ergebnis, nun sagen wir mal, schrecklich! Ungleiche dicke Tröpfchen, und am schlimmsten, es kommen ständig Luftbläschen raus. Hui, sieht ja ganz schön doof aus.

Also werden als nächstes die Schablonen ausprobiert. Ein Herzchen (2) und ein Blümchen, mit Tape befestigt und mit gaaanz viel Liebe diese Paste (erwähnte ich schon, dass die ganz schön stinkt?) darauf verteilen und trocknen lassen. Das ganze nach 2 Stunden wiederholen und irgendwann neugierig die Schablone entfernen und sich ärgern, denn die Ränder sind natürlich unsauber. Achja, und kleine unschöne Bläschen sind auch schon wieder da. Meine neue Strategie – immer noch Schablone, aber diesmal das Zeug direkt mit dem Pinsel auftragen (3). Verhindert Bläschen, aber der Rand ist immer noch unsauber. Blöde Schablonen. Ich bin frustriert.

Socken mit Schablone Herz

Aber vielleicht funktioniert ja stempeln? Mit dem Ende des Pinsels stemple ich kleine Punkte auf die Socken (3). Bis jetzt das beste Ergebnis! Ich traue mich mehr und bastel mir aus Moosgummi einen Dreiecksstempel (4). Bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis und halte die Söckchen stolz dem Junomann hin, woraufhin er meint, dass es so aussieht, als wäre man in irgendwas reingetreten. Mist. Mein letzter Versuch, ich will Wölkchen stempeln, schneide mir aus Moosgummi eine kleine Wolke für meinen selbstgemachten Stempel und…stemple fleißig unförmige Kleckse auf die Sohlen. Jetzt sieht’s wirklich aus wie irgendwo reingetreten. Ich geb’s auf. Mein Versuch, super niedliche Söckchen zu kreieren, ist leider gescheitert. Dafür habe ich jetzt 4 Paar Socken und eine Strumpfhose, die nicht mehr rutschen, immerhin. Und ein paar lustige Bilder, die ich euch zeigen kann.

Socken mit Stempeldreieck

Mein Fazit – entweder ich habe das falsche Produkt gekauft (sorry Sock-Stop) oder ich habe mich selten dämlich angestellt. Am besten haben mir noch die simplen Punkte mit dem Pinselende gefallen, die Schablonen hätte ich mir wirklich sparen können. Vielleicht hat ja irgendjemand hier bessere Ergebnisse erzielt und kann mir wertvolle Tipps geben? Eventuell die lieben Creadienstag-Blogger, die heute wieder viele wundervolle Projekte ins Netz gestellt haben (klickste hier)?

Adieu und bis bald,
Eure Uschi

#einbabykannniegenughalstücherhaben

Uschi tippelte mir neulich, dass Augustinchen von ihrer Tante ein Halstuch bekommen hat, welches Uschis Mama mal für sie genäht hatte, als Tantchen noch ganz klein war. Ein ganz niedliches Teil, blau mit weißen Blümchen und dem aufgenähten Anfangsbuchstaben des Tantennamens, der zufällig mit dem von Augustinchen übereinstimmt. Wie praktisch! Vielleicht wird durch dieses Tuch jeder Mädchenname folgender Generation ab sofort immer mit A beginnen…und jedes dieser Mädchen wird dieses Tuch tragen!? Eine neue Tradition! Ich werde das beobachten! 😉

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Auf jeden Fall sind Tücher ja eh super praktisch. Als Windschutz, Dekoelement oder natürlich auch als Sabberbremse. Und weil Augustinchen wirklich viel sabbert – Das müsst ihr euch aber nicht eklig, sondern süss vorstellen! Sie ist sogar süss wenn sie sabbert! Zuckersüss! – und auch beim Erdnussflip die Sabberdrüsen ihre Funktion aufgenommen haben – Der ist natürlich auch total süss, wenn er sabbert! – entfachte kollektive Euphorie bezüglich einer Hals- aka Sabber-Tücher Massenproduktion. Für Augustinchen und ihre weiblichen Nachkommen, Erdnusflippi und am besten auch gleich noch für all die Babies, die schon bald Geburtstag feiern, oder noch geboren werden. Meine Babygeschenke-to do-Liste ist unglaublich lang, weil im letzten Jahr scheinbar irgendeine Fruchtbarkeitsgottheit ihre Fähigkeiten in meinem Umfeld erprobt hat – mit hoher Erfolgsquote!

Hier also eine kleine Anleitung für unser Multifunktionstuch.

Als erstes schnappt ihr euch ein A4 Blatt und teilt es folgender Maßen…

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…um es dann wieder an den schmalsten Seiten zuammen zu kleben…

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….fertig ist die Vorlage. Diese auf den Stoff eurer Wahl übertragen, mit Nahtzugabe ausschneiden und dann rechts auf rechts an den zweiten Stoff eurer Wahl feststecken.

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Mit dem einfachen geraden Stich zusammen nähen, dabei eine Wendeöffnung lassen, umstülpen und schön glatt bügeln.

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Dann nochmal versäumen (wobei sich die Wendeöffnung automatisch verschließt & das Ganze auch beim Waschen schön in Form bleibt)….

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….fertig ist das Wendetuch!

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Wem Wenden zu bunt ist, oder zu viel Stoff, kann natürlich die Seiten der Vorlage einfach ordentlich umbügeln & vernähen.

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Das hat Uschi auch so gemacht & die Tücher dann noch nach Belieben verziehrt:

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Meine aktuelle Kollektion sieht so aus:

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Es geht wirklich super schnell & macht süchtig! Von der Größe her passt es übrigens auch an einen Erwachsenen-Hals, wenn man an die Enden einen Druckknopf anbringt. Vielleicht probiere ich es aber auch mal mit einer Vorlage aus A3 Papier, dann kann man es sich bestimmt gefaltet auch um einen Erwachsenen-Kopf in die Frisur knoten….

Viel Spaß beim Probieren,

eure Regina ❤

 

Reisen mit Baby – was wir in Sachen Fliegen, Strand und Wandern alles dazugelernt haben

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Kennt ihr diese Sprüche wie „Genießt euren Urlaub zu zweit, bevor dann das Baby kommt!“ und „Mit einem Baby verändert sich alles!“ oder „…und dann waren wir in einem Familienclub, wo man die Kinder abgeben konnte, total toll!“ Und man lächelt und nickt und fragt sich, wird sich auch bei uns was ändern? Und was jetzt eigentlich konkret? Warum genau kann man denn eigentlich nicht mehr so reisen wie früher?

Ich hatte das Thema ja vor ein paar Wochen schon mal angeschnitten (klick) und erzählt, dass wir uns in unserer Reiseplanung schon ein wenig angepasst hatten. Aber im Grunde war der Plan ja der, unser Ding durchzuziehen, nur dann halt mit Baby. Und ich muss zugeben, ja, so gewisse Sachen sind einfach anders… hier habe ich einfach mal kurz meine Beobachtungen und „wieder was gelernt“-Erfahrungen für euch zusammen  gefasst.

Koffer packen

Unsere Airline erlaubte uns 20kg pro Person, also, Augustinchen zählte hier auch als Person, obwohl sie als Baby unter 2 Jahre noch keinen Sitzplatzanspuch hatte. Das heißt, wir durften 60 kg inklusive Kindersitz und Buggy als Sperrgepäck mitnehmen. Klingt viel. Ist auch viel. Braucht man aber auch. Weil so ein Baby sich ja ständig vollspuckt, nasssabbert usw. nimmt man doch den ganzen Stapel Bodys und Spucktücher mit. Sicher ist sicher. Falsch gepackt habe ich trotzdem. So voller Sommervorfreude hatte ich ganz viele kurze Hosen und so niedliche kurzärmelige Einteiler eingepackt. Letztendlich habe ich Augustinchen aber am liebsten Baumwollleggins und dünne langärmelige Blusen angezogen, ganz einfach, weil das am besten zum Krabbeln war und außerdem vor der Sonne schützte. Achja, und ich hatte viel zu viel Spielzeug dabei – am liebsten hat das Baby nämlich mit Ameisen, Steinen und einer Schale voll Wasser gespielt. Als ganz praktisch hat sich allerdings ein Bilderbuch mit Tieren erwiesen, dass uns so manchen Abend im Restaurant gerettet hat.

Security Check

Was hier auch nicht unerwähnt bleiben soll zum Thema „Na, aber was ist denn jetzt so anders beim Reisen mit Kind?“ ist der Security Check. Also, man stelle sie sich vor, der Junomann, die Uschi und das Baby, wobei die ersteren Wanderbotten anhaben, weil die Schuhe ja so viel wiegen und nicht mehr in den Koffer passten. Und dann noch ein Buggy, eine Wickeltasche, Uschis Handtasche, Junomanns Rucksack, achja, und zusätzlich so ein Handgepäckkoffer auf Rollen,den wir unauffällig mit durchwurschtelten, weil wir…ja…ich erwähnte es, keinen Platz mehr in unseren Koffern hatten. Der Junomann fängt also an, kleines Köfferchen auf’s Band, Gürtel aus, Laptop aus dem Rucksack kramen und in die Wanne legen, den Buggy zusammenklappen und auf ´s Band legen…durch den Metalldetektor laufen und natürlich wegen der Wanderbotten piepen, diese also ausziehen (das sind so ganz fiese, mit mehreren Ösen, wo man die Schnürsenkel kreuzen muss) und noch einmal durchlaufen. Parallel dazu die Uschi, wie sie das Baby aus dem Buggy nimmt, die Handtasche auf’s Band packt, darin die halbvolle Wasserflasche entdeckt, versucht, diese in wenigen Schlucken zu leeren, es nicht schafft und dem Junomann hinhält, der gerade seinen ersten Gang durch den Metalldetektor plant, dann die Wickeltasche auf das Band legt, die durchsichtige Tasche mit den Babycremes, die Schnabeltasse (gefüllt mit Wasser, ja, diesmal ist es ungefährliches Wasser) und ein Gläschen Babybrei herauskramt und in die Wanne legt, alles einarmig, weil ja das Baby getragen wird, dann durch den Metalldetektor läuft, trotz Wanderbotten NICHT piept, haha, und dann darauf wartet, dass der Junomann seine Schuhe wiederzuschnürt, da sie einarmig den Buggy nicht wiederaufklappen kann, der mit all dem anderen Handgepäck aufgereiht das Band belegt und verhindert, dass das Gepäck der nachfolgenden Gäste geröntgt wird, die schon ganz genervt gucken. So, und wer danach nicht schwitzt, der kriegt von mir ’ne Limo ausgegeben! Aber hallo!

Fliegen

Das war ja eigentlich so meine größte Sorge. Wird mein Kind schreckliche Ohrenschmerzen haben? Und vor allem, wie sicher ist es, auf dem Schoß mitzufliegen? Nun, zum Thema Ohrenschmerzen und Druckausgleich hatte ich ja schon in meinem anderen Beitrag geschrieben, dass das unproblematisch war. Augustinchen hatte auf keine Weise gezeigt, dass ihr etwas weh tat, sie hat immer brav ihr Wasser getrunken und sich ablenken lassen. Das kann natürlich von Kind zu Kind anders sein, aber ehrlich gesagt habe ich auch von meinen Freundinnen, die mit ihren Babys geflogen sind, noch keine Horrorgeschichten diesbezüglich gehört.

Das mit dem Anschnallen war die andere Sache. Man bekommt also im Flugzeug einen Babygurt, der mit einer Schlaufe am eigenen Gurt (Loop-Belt) befestigt wird und damit wird das Kind dann angeschnallt. Sicher ist das Ganze damit aber leider nicht. Beim starken Bremsen bei Start- und Landung kann es sogar zu Quetschungen und inneren Verletzungen kommen. Eine Alternative wäre es, einen zusätzlichen Sitz zu buchen und das Kind in mitgebrachter Babyschale anzuschnallen. Dann bezahlt man aber nicht mehr die 10%, sondern den vollen Flugpreis, außerdem ist nicht jeder Kindersitz zugelassen. Puh… Eine Freundin gab mir den Tipp, die Babyschale mitzunehmen und dann darauf zu hoffen, dass eventuell ein zusätzlicher Platz frei sei und die Airline aus Kolanzgründen erlauben würde, das Baby in der Babyschale auf dem freien Platz anzuschnallen. Wir riefen sogar einen Tag vorher bei der Airline an und erkundigten uns diesbezüglich, wo man uns auch freundlich mitteilte, dass es die Möglichkeit gäbe und wir am besten bei der Gepäckaufgabe einfach noch mal fragen sollte. Was wir dann auch taten und uns eine Dame mit heruntergezogenen Mundwinkeln mitteilte, das Baby hätte keine Anspruch auf einen Sitz. „Naja…das wissen wir ja…aber wir dachten…vielleicht…wäre es ja…möglich…“ Nee, unser Anliegen wurde leider abgeschmettert, der Kindersitz als Sperrgepäck aufgegeben und wir „sicherten“ Augustinchen mit dem Loop-Belt. Ging ja glücklicherweise alles gut. Auf dem Rückflug saßen wir sogar in der ersten Reihe und uns wurde ein Bettchen angeboten, welches nach dem Start an die Wand montiert wird. Und ich wollte es selbst kaum glauben, aber es wurde sogar genutzt! Augustinchen kuschelte sich in ihr Nestchen und schlief fast den kompletten Flug. Gibt es aber leider nur für Kinder bis 11kg. Schade.

Strand und Sonne

Also, in unserem alten Leben, da ging man zum Strand, legte eine Decke in den Sand, guckte eine Weile auf’s Meer und wenn es dann irgendwann zu warm wurde, ging man gemeinsam ins Wasser und schwamm zur gelben Boje. Danach legte man sich nass auf das Handtuch, ließ sich von der Sonne trocknen und las dann ein weiteres Kapitel aus dem spannenden dänischen Krimi. So, und was ist jetzt mit Baby so anders? Man kommt also am Strand an und checkt erst mal die Lage. Wie steht die Sonne? Wo wird sie in einer Stunde stehen? Kommt der Wind aus Nordosten? Wird die Strandmuschel dem Wind stand halten? Wo gibt es Schatten? Spendet der Baum genügend Schatten oder sollte man sich einen Sonnenschirm mieten? Ja, ich weiß, das klingt furchtbar unentspannt und ich hätte auch nie gedacht, dass ich jemals so werde. Aber wer mit Baby am Strand sitzt und der Wind peitscht die Sandkörner in die zarte Babyhaut, der kauft sich eine spießige Strandmuschel. Und wer einmal bei knalliger Sonne in einer spießigen Strandmuschel sitzt, in der die Luft steht und das Baby quängelt, weil es schwitzt, aber nicht raus kann aus der Strandmuschel, weil der Sand so heiß ist an den Füßchen, der mietet sich einen Sonnenschirm. Achja, und zum Lesen bin ich leider auch nicht gekommen – spannender war es stattdessen, das Baby davon abzuhalten, Zigarettenkippen im Sand zu finden und diese in den Mund zu stecken. Und irgendwann, so beim dritten mal im Meer schwimmen, dachte ich mir, mmmhhh, irgendwas ist anders, es ist so langweilig irgendwie…bis mir einfiel, dass ich ja immer alleine im Wasser war. Klar, einer musste ja beim Baby sein. Das wurde aber alles wieder entschädigt von den kleinen Juchzern, die Augustinchen machte, wenn sie die Füßchen ins Wasser stecken konnte.

BabyamStrand
Wandern

Wir hatten keine spezielle Wandertragevorrichtung, sondern eine einfache Babytrage aus Stoff, mit der sich der Junomann Augustinchen auf den Rücken geschnallt hat. Das ging ganz gut, war nicht sperrig und für kurze Wanderungen hat es seinen Zweck erfüllt. Der Nachteil war aber, dass das Baby danach immer komplett nassgeschwitzt war – wollte man also eine Pause machen und der Kleinen die Gelegenheit geben, sich die „Beine zu vertreten“, musste man immer einen oder mehrere Wechselbodys in der Tasche haben. Außerdem hielt es Augustinchen nie länger als 2 Stunden in dem Teil aus, danach beschwerte sie sich lautstark und wollte wieder frei sein. Damit fielen natürlich viele Routen für uns flach. Auf der Suche nach einer kurzen Wanderung fuhren wir das eine Mal mit dem Auto in eine etwa eineinhalb Stunde entfernte Region. Im Nachhinein war das aber doch nicht so schlau, da die Kleine den ganzen Tag passiv erst im Auto und dann auf dem Rücken saß und abends total unausgeglichen war. Also, Wandern mit Baby ist machbar, man muss halt nur einschätzen können, bis wann es dem Kind auch Spaß macht. Wir liebäugeln jetzt übrigens doch mit einer richtigen Rückentrage – hier gibt es von Eltern.de ein paar im Vergleich.

So, das war sie, meine Zusammenfassung aus der Rublik „Nichts wird so sein wie vorher“-Reisen! Und auch wenn sich das jetzt vielleicht total stressig und kompliziert angehört hat – es war eine wunderschöne Erfahrung, mit unserem Baby zu verreisen und ich kann Euch nur empfehlen – tut es auch!

Wie seht ihr das? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder spart ihr euch den Stress und entspannt die ersten Jahre lieber im eigenen Garten? In dem Buch von Liz Fraser „Ich bin dann mal zwei“ heißt es übrigens zum Thema Reisen mit Kind: „Warnung: Eine Wahrheit sollten sie tief und fest in ihrem Gehirn verankern, ehe sie auch nur darüber denken, mit ihrem Baby zu verreisen: Sie gehen nicht in den Urlaub. Sie überleben nur eine Weile an einem anderen Ort.“ In diesem Sinne…

Adieu und bis bald,
Eure Uschi

Uschi auf Kreta: Ankommen

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Nur mal so vorweg – ich hatte doch vor einer Weile diese Aktion mit den #100happydays entdeckt und mich dabei gefragt, ob denn das Glück im Urlaub wirklich größer sei als das im Alltag beim Genuss der kleinen Dinge. Nach Betrachtung der letzten 40 Tage zuhause und der 4 Tage hier auf Kreta kann ich nur antworten – JA! Das soll nicht heißen, das ich zuhause irgendwie unzufrieden bin, im Gegenteil! Ich genieße meine Elternzeit, die Spaziergänge mit den anderen Mamas, meine Erdbeersmoothies auf dem Balkon, die Sonntagabende mit dem Junomann, pizzaessend und Tatort guckend, die zeitraubende WhatsApp-Kommunikation mit Regina, die Wochenenden bei den Eltern im Garten, und natürlich Augustinchen in allem was sie tut, aber hier ist alles irgendwie noch schöner…sonniger…intensiver…

Der Junomann und ich lieben das Reisen, schon bevor wir uns kannten und dann gemeinsam, schließlich haben wir uns beim Reisen kennengelernt. Das Reisen gehört also zu uns, und wir wussten auch von Anfang an – unser Kind muss dann halt einfach mit. Ein paar Eingeständnisse haben wir dann vorher schon gemacht, nichts da mit alle 3 Tage weiterfahren, rastlos sein, so viel wie möglich sehen, Berge erklimmen, baden, alte Burgen besichtigen und das alles am liebsten an einem Tag. Also entschieden wir uns diesmal für eine Ferienwohnung und gaaaaanz viel Zeit, um bloß keine Hektik aufkommen zu lassen. Einfach mal für ein paar Wochen woanders leben, wo die Sonne öfter scheint und die Luft besser riecht. Unsere Wahl fiel dann auf Kreta, Junomanns Lieblingsinsel, die wir vor ein paar Jahren auch schon gemeinsam bereist hatten und die Fleckchen kannten, wo man es auch länger aushält.

Und trotz dieser Eingeständnisse und intensiver Überlegungen, was mit Baby geht und was nicht, ist das Reisen mit Kind doch komplett anders. Erstmal das packen – unser Flieger ging am späten Nachmittag, naja, reicht ja, wenn wir dann am Vormittag packen. Mmmmhhh…nein! Trotz meiner Checkliste (seit Jahren hatte ich keine Checkliste mehr beim Packen) hatte ich ganz schön zu tun, bis zur Ankunft des Taxis alles zu verstauen, auch weil das Baby zwischendurch ja noch gefüttert werden will, Hilfe beim Einschlafen braucht oder sich die Nase am Wohnzimmertisch aufkratzt. Und die 60kg (‚Wow, so viel!‘), die uns die Airline zu dritt erlaubte, waren dank Spucktücher und Babybrei für die ersten Tage ganz plötzlich erreicht (‚Huch!‘).

Dann der Flug – wird Augustinchen Ohrenschmerzen beim Start bekommen? Ist sie wirklich sicher auf meinem Schoß mit diesem komischen schlappigen Extra-Gurt, der provisorisch an meinem angebracht ist? Wird sie die ganze Zeit heulen? Werden die anderen Mitreisenden uns mit ihren Blicken strafen? Im Nachhinein betrachtet war das wirklich entspannt. Der Druckausgleich hat ihr keine Probleme gemacht, nach der Empfehlung des Kinderarztes haben wir ihr vor dem Start prophylaktisch ein paar Nasentropfen eingetröpfelt und ihr dann immer schön Wasser zu trinken gegeben. Irgendwann fand sie es dann langweilig auf meinem Schoß, aber der kleine Junge vor uns spielte mit ihr Verstecken, was sie sehr lustig fand. Und wenn die Schnabeltasse oder das Holzauto herunterfielen, konnte ich gar nicht so schnell gucken und irgendjemand aus den umliegenden Sitzen hatte sich bereits gebückt. Auch unerwartet – der Flug verging trotz Verspätung auf diese Weise total schnell und schon bald verließen wir den Flieger auf der Gangway, sammelten schnell Buggy und Kindersitz ein, Wickeltasche und Handgepäck umgeschwungen und rein in den Transferbus. Dann weiter zum Gepäckband, Menschenmassen, herumspringende Kinder, Männer, die mit Scannerblick die Koffer an sich vorbeifahren lassen, um plötzlich hastig ans Band zu springen und mittendrin Klein-Augustinchen in ihrem Buggy – am schlafen. Puhhh!

Dann verging noch mal eine halbe Ewigkeit, bis wir endlich in unseren Mietwagen steigen konnten – es war inzwischen 23 Uhr und wir hatten noch eine zweistündige Autofahrt in den Südwesten der Insel vor uns. Doch das Baby schlief im Kindersitz artig weiter und wir fuhren auf den dunklen Serpentinen durch die Berge, die Gipfel konnte man nur erahnen. Unserem Ziel immer näher kommend, wurden die Straßen immer enger und holpriger und als wir schon dachten, wir hätten uns verfahren, erreichten wir das Tor zu unserer Ferienwohnung. Wir folgten einem schmalen Weg bergab, der von kleinen Gartensolarlichtern markiert war und dann erkannten wir unsere Wohnung, die wir uns in Vorfreude schon so oft im Internet angeguckt hatten. Doch zum Bestaunen waren wir viel zu müde. Beim Einschlafen fiel mir dann eine Passage aus „Eat Pray Love“ von Elizabeth Gilbert ein, in der sie schreibt, dass sie gerne nachts an einem fremden Ort ankommt, weil sie dann am Morgen irgendwie schon ein Teil davon ist (so oder so ähnlich, ist schon eine Weile her, als ich das gelesen habe). Nun, so ging es mir dann auch, als ich am nächsten Morgen von unserer Terasse aufs Meer blickte, die frische Luft einatmete und so bei mir dachte: „Also, das ist ja mal ein happy day!“

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Born with a feather – Schuhe für kleine Indianer!

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Als ich mit Augustinchen schwanger war, meinte ein guter Freund von uns ständig, dass die Kleine sicher mit Zöpfen und einer Feder zur Welt kommen würde. Sicher eine Anspielung darauf, dass der Junomann im Sommer nach nur wenigen Sonnenstrahlen gleich aussieht wie ein Indianer. Naja, das nur so als Vorgeschichte. Vor ein paar Wochen war ich dann auf der Suche nach ein paar Krabbelschuhen für Augustinchen und über den Blog Babycchino stieß ich dann auf diesen niedlichen Shop von Donsje aus Amsterdam…

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Ich verliebte mich sofort in die Pina lace-up booties! Als ich mich dann nach einer gefühlt ewigen Zeit für eine Farbe entschieden hatte und mich noch ein wenig zweifelnd zum Warenkorb klickte – normalerweise wären mir die nämlich eigentlich zu teuer, aber sie sind doch aus high quality leather, Erdnussflippi kann sie ja auch noch tragen, und DANN – fiel mir auf einmal der Slogan auf: „Born with a feather.“ Es sollte einfach sein, das Schicksal hatte entschieden, Augustinchen MUSSTE diese besonderen Schuhe haben! Die kleinen weichen Leder- Booties kamen einige Wochen später niedlich verpackt mit persönlichen Briefchen nach Hause und Augustinchen ist nun eine richtig kleine Indianerin! Übrigens verlost Donsje momentan ein Paar Booties, wenn man den Newsletter abonniert – also klick und mitgemacht!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

♫ ♪ … ein bißchen good spirit passend zum Thema 🙂