Über bestempelte Tischdeckchen und was diese auf einem Festival zu suchen haben

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Dies könnte ein Beitrag darüber sein, wie man kleine Tischdecken mit einfachen Mitteln bestempelt – z.B. mit einer Möhre oder einer Stange Sellerie. Oder mit Strohhalmen (wunderschön und so einfach!) wie hier bei Paper & Stitch. Weil ich nämlich letzte Woche selber kleine Deckchen gestempelt habe. Aber ich habe nicht einfach so für mich gestempelt. Und eigentlich habe ich auch nur stempeln lassen. Jetzt fragt ihr euch vielleicht: „Hä?“ Genau. Und deshalb muss ich leider ein wenig ausholen…

Also, vor vielen Jahren, und zwar im Jahre 2008, da war ich das erste mal auf dem kleinen feinen Festival Nachtdigital. Ich will jetzt gar nicht so viel über das Festival an sich berichten, das können andere sicher besser (z.B. hier), aber obwohl ich gar nicht mal so ein großer Fan elektronischer Musik bin, war ich damals vor 6 Jahren doch gleich hin und weg. Ein friedlicher Ort mitten im Wald an einem kleinen See, mit einer Elefantenrutsche, einem weißen Zirkuszelt, einem kleinen Kaffeestand mit -haltet euch fest- australischem Milchkaffee, naja, oder zumindest ist er von einem echten Australier zubereitet, und ganz vielen glücklichen und fröhlichen Menschen, manche sonnenverbrannt und viele mit Glitzer bestreut. Und dann war da die Deko – bunte Lampions, ein kleines Häuschen mit kompletten Omi-Schlafzimmer darin, eine lange weiße Tafel mit Wiesenblumen, um daran fettige Pommes zu verspeisen, viele weiße Stühle, Wimpel, Sonnensegel…und ein Jahr später wieder alles anders, noch bunter, noch schöner, noch aufwendiger. Ich war so begeistert, dass ich unbedingt ein Teil der Crew sein wollte, ich wollte auch so schöne bunte Dinge machen! Und so kam es, dass ich 2010 zusammen mit Regina in unserer ganz eigenen Nachtdigital-Nagelstudiobude saß, mit selbstbedrucktem Kittel und Sonnenhut, denn unser Häuschen hatte kein Dach, und wir den Festivalgästen Erdbeeren und Wassermelonen auf die Fingernägel malten, immer darauf bedacht so zu tun, als würden wir das total professionell machen. „Pediküre, nee, sowas machen wir nicht!“ Hihi…

nachtinacht

So genug ausgeholt, jetzt wisst ihr, warum ich jedes Jahr Ende Juli zusammen mit dem Junomann eine Woche freimache, um einzutauchen, abzutauchen und Teil eines wundervollen Teams zu sein, welches mit einfachen Mitteln eine kleine neue Welt schafft, und das alles nur für ein Wochenende, ohne kommerzielle Hintergedanken, aber mit ganz viel Hilfsbereitschaft und Freundschaft. Hach herrje, das klingt jetzt so kitschig, aber es ist wirklich schwer in Worte zu fassen. Dieses Jahr hatte ich mich gemeldet für den Backstage-Bereich – allerdings eine eher undankbare Aufgabe. Der Backstage-Bereich befindet sich sozusagen in einem Speisesaal, mit Fliesen, hellen Lampen und Holzdecke. Noch dazu kann hier nicht allzu viel verändert werden, schließlich ist man ja nur zu Gast. Und auch wenn man es schaffen sollte, den Raum ein wenig gemütlicher zu machen, sehen es am Ende dann doch nur ein Bruchteil der Gäste, nämlich die mit einem Backstage-Bändchen. Aber wir waren guter Dinge. Zusammen mit ein paar lieben Mädels, unter anderem Augustinchens Tanten und sogar ihrer Hebamme (hach), stempelten wir wie verrückt Bettlaken, nähten kleine Tischdeckchen und schwarze Kissenbezüge, hängten Lampions auf und wandelten Gurken- und Babygläschen in Windlichter und Blumenvasen um. Aus Plastikschläuchen und viel Stoff bastelten wir große Lampenschirme, um die alten Deckenlampen hübsch zu verstecken. Und aus einer langen Stoffbahn und einer Schnur wurde mal ganz schnell ein Himmel, unter dem man sich dann kuscheln und verstecken konnte. Achja, das Farbkonzept schwarz-weiß war so eigentlich gar nicht geplant und ist erst in der Aufbauwoche entstanden, vielleicht habe ich zu viele Wir-lieben-skandinavisch-schwarz-weiß-Design-Blogs gelesen, wer weiß.

V O R H E R :

crewraum vorher

N A C H H E R :

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Und nun ist er da, der Nachtdigital-Blues…auf dem Monitor die ersten Bilder, die in den Flickr-Pool geladen werden und im Kopf schon viele Ideen für nächstes Jahr…nur noch 355 Tage…

So genug rumge’blues’t, jetzt wird meine kleine Tischdeko erstmal rübergeschickt zu den anderen zauberhaften Creadienstag-Projekten (klick)! Und morgen werden Sachen gepackt, denn dann geht’s mit Augustinchen und Petra zur Regina und Flippsi aufs Sommer-Doooorf!

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

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2 Gedanken zu “Über bestempelte Tischdeckchen und was diese auf einem Festival zu suchen haben

  1. Ja, manchmal sind die einfachsten Methoden eben immer noch die Besten (Kartoffel-, Karotten-, Sellerie- oder Strohhalmdruck)!
    xoxo Johanna

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