Uschi auf Kreta: 10 Dinge, die ich an Kreta liebe (und 5 Dinge, die mich persönlich ein wenig nerven)

Landschaft_Kreta

Heute gibt von mir mal eine Liste, und zwar komplett subjektiv und durch meine ganz eigene Brille gesehen! Wie man es ja immer so schön gelernt hat, wird mit dem Positiven angefangen.

Hier die 10 Dinge, die ich an Kreta liebe:

1. Der Frühling und mit ihm die vielen wunderschönen Blumen, die wilden Kräuter und das saftige Grün der Berge. Bevor ich auf Kreta war, hätte ich das nie von einer Insel so weit im Süden erwartet.

2. Die Oliven. Als ich vor 3 Jahren Kreta kennen lernte, stellte ich mir eine persönliche Herausforderung. Ich wollte Oliven mögen. Das war bis dahin nämlich nicht der Fall. Und es ist mir gelungen, ganz langsam, Olive für Olive, und plötzlich haben sie mir geschmeckt . Und das, obwohl sie hier überall anders sind. Groß, klein, schwarz, grün, verschrumpelt, saftig, ölig, trocken, mild, aromatisch. Eine Gemeinsamkeit haben sie jedoch alle: sie schmecken nach Sonne.

3. Das Meer. So klar, weil es fast nur Steinstrände gibt. So kalt, weil die eisigen Gebirgsquellen hineinströmen. So blau, blau, blau.

4. Die Kinderfreundlichkeit. Ich hatte mich insgeheim schon darauf gefreut, denn der Ruf eilte voraus. Das was wir hier erleben, geht dann aber doch weiter als jede unserer Erwartungen. Egal ob junger Teenager, alte Omi, die Kassiererin im Supermarkt oder der Schnösel mit Designersonnenbrille – Augustinchen wird im Vorbeigehen der Kopf getätschelt, sie wird auf den Arm genommen, abgeküsst, geknuddelt und gekitzelt. Wir lieben es.

5. Frappé – trinken wir zuhause nie. Hier gehört er einfach dazu. Eiskalter Kaffee mit Milch und Zucker und so einem leckerem Schaum oben drauf.

6. Die Ziegen. Oh, wie ich sie liebe. Ziegen gibt es hier überall. Sie suchen sich ihr Futter recht selbstbestimmt und manchmal auch in luftigen Höhen. Das stetige Rufen und Mähen und Bimmeln (manche tragen Glöckchen) gibt einem selbst beim einsamen Wandern das Gefühl, man sei nicht alleine.

7. Alles bleibt so wie es ist. Ja, Veränderung ist ja an und für sich gut. Aber ist es nicht schön, an einen geliebten Ort zurückzukehren und alles so vorzufinden, wie man es aus dem letzten Urlaub in Erinnerung hat? Keine Bettenburgen, die die Landschaft verunstalten, die gleichen Wildcamping-Bereiche wie vor 10 Jahren, und noch immer führt Lucky das Alpha Café in Azogires.

8. Der Umgang mit Geld. Ohne jetzt eine Diskussion über den Euro-Rettungsfond starten zu wollen, mag ich die entspannte Einstellung, die die Kreter zum Geld haben. Sie könnten viel mehr verlangen, wenn sie wollten. Machen sie aber nicht. Nehmen wir den Strand von Elafonisi als Beispiel – ganze Busse voller Touristen strömen zu dem Südseestrand-ähnlichen Ausflugsziel – eine kleine Insel, die man zu Fuß über eine Sandbank erreichen kann. Rosa-weißer Sand, türkises Wasser – und ein riesiger Parkplatz, auf dem man umsonst parken kann. Einerseits kann man nicht verstehen, warum die Gemeinde das hier nicht als Einnahmequelle sieht. Aber andererseits ist es doch eine tolle Einstellung, NATUR frei zu lassen und mit allen zu teilen, oder? Und wenn an der Kasse das Kleingeld nicht reicht, wird dann einfach mal abgewunken und abgerundet. Wo gibt’s denn sowas?

9. Der Abschiedsgruß aus der Küche. In jeder guten Taverne gibt es zur Rechnung einen Raki und etwas kleines Süßes, z.B. leckeren Grießkuchen (den ich unbedingt mal zuhause machen werden, hier habe ich ein leckeres Rezept gefunden).

10. Die gelassene no-worries-Mentalität der Griechen – fast schon ein bisschen australisch hier.

Ja, irgendwas ist ja immer – die folgenden Dinge nerven mich persönlich einfach ein wenig:

1. In Tavernen und Kafenios wird häufig geraucht – egal ob man gerade isst, oder sein Baby mit Babybrei füttert. Also, am besten immer draußen sitzen und sich an kühlen Tage dann einfach wärmer anziehen.

2. Man wird gebeten, dass Klopapier nach Gebrauch nicht ins Klo zu werfen, sondern in den Abfalleimer. Schuld daran sind wohl die zu engen Abwasserrohre. Iiiiihhhh!

3. Irgendetwas suchen und es dann auch finden – sei es ein Wanderweg, eine Sehenswürdigkeit oder was auch immer – wir denken da irgendwie anders und haben unsere Probleme mit den Schildern und Wegweisern, wenn es denn welche gibt.

4. Bei den meisten Lebensmitteln sind die Zutaten auch in Englisch angegeben – nur bei der Babynahrung leider nicht. Nachdem ich eine gefühlte halbe Stunde nach Getreidebreiflocken ohne zusätzlichem Zucker gesucht habe, aber ja leider die griechische Schrift nicht lesen kann, landeten dann schließlich die guten alten Haferflocken im Einkaufskorb. Auch Gemüsebreie haben wir aus gleichem Grund selber gekocht, auch wenn es praktisch gewesen wäre, mal schnell ein Gläschen für unterwegs einzupacken. Oder man fragt einfach den Supermarktverkäufer seines Vertrauens und hofft auf Dolmetscherqualitäten – dafür war ich aber zu schüchtern, hihi.

5. Das schlechte Gefühl, jede Sorte von Müll in ein und dieselbe Tonne zu werfen. Plastikflaschen zusammen mit vollgekackten Windeln, Pappe zusammen mit Bioabfällen. Und dann die ganzen kleinen Plastiküten aus dem Supermarkt, beim Bäcker, beim Obstmann. Wobei, die haben wir dann zumindest zum Verpacken der Kackwindeln verwertet.

Wer noch mehr über Kreta wissen will, kann auch gerne mal im Kreta-Blog nachlesen, die uns doch – wie toll ist das denn – als Sonntagslektüre empfohlen haben. Freude! Außerdem wunderschön ist der Blog von Anna, die mit hübschen Bildern aus Chania berichtet. Insider-Wandertipps holen wir uns übrigens von Bobs Blog.

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

Der Wegweiser nach Azogires, der uns leider an der Nase herumgeführt hat.

Der Wegweiser nach Azogires, der uns leider an der Nase herumgeführt hat.

Sie wachsen, die kleinen Mini-Oliven!

Sie wachsen, die kleinen Mini-Oliven!

Wer findet die Ziegen?

Wer findet die Ziegen?

Augustinchen sitzt am Meer und spielt mit Steinen.

Augustinchen sitzt am Meer und spielt mit Steinen.

Wilde Blumen am Wegesrand...hach....

Wilde Blumen am Wegesrand…hach….

 

 

 

 

 

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3 Gedanken zu “Uschi auf Kreta: 10 Dinge, die ich an Kreta liebe (und 5 Dinge, die mich persönlich ein wenig nerven)

  1. Ooooh vor lauter Kreta-Impressionen gerate ich ins Träumen… Das hört sich einfach fantastisch an! Wir freun uns aber trotzdem schon dolle auf euch! Ich werde im Zierlich Manierlich für euch Oliven und Avocadosalat bestellen! 😉 Bis bald!!!

  2. Pingback: Uschi und Reginas 12 von 12…also in Monaten…so wie ein Jahresrückblick…wegen Silvester und so! | Uschi&Regina

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