Uschi auf Kreta: Über Souvenirs und kleine Perlen

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Müßiggang. Wenn’s hoch kommt mal die Schlucht zum Meer runterwandern oder zum Supermarkt in den nächsten Ort fahren, ansonsten eigentlich nur auf das Meer gucken, tief durchatmen und Augustinchen davon abhalten, die schönen Blümchen vom Ferienhausvermieter auszurupfen. Ganz einfach griechischen Salat essen und mit Weißbrot das leckere Olivenöl aufsaugen, dass von irgendeinem Olivenbaum aus der Nähe kommt. Bestimmt. Dann aber packt mich etwas und ich sage zum Junomann: „Ich will mal in eine Stadt! So`n bißchen schlendern.“

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Also geht es an die Nordküste, in das Hafenstädtchen Chania. Da gibt es einen Leuchtturm, eine alte Moschee aus osmanischen Zeiten, einen wunderschönen venezianischen Hafen, enge Gässchen, Reisebusse voller Touristen, Restaurants an jeder Ecke mit jemanden, der den Vorbeikommenden eifrig winkt und und dabei sagt: „Come and eat here, it’s very beautiful, you can ask everyone in town!“ und natürlich, einer Menge Souvenir-Shops. Diese typische Massenware, die einen vergessen lässt, wo und auf welchem Kontinent man denn eigentlich ist – kleine Läden vollgestopft mit Handyhüllen, nachgemachten Designersonnenbrillen, Schlüsselanhänger mit hölzernem Phallussymbol, quietschbunte Strandtücher, Perlen-Armbänder und dann natürlich ganz viele T-Shirts mit Sprüchen wie „Meine Tante war auf Kreta und hat mir dieses T-Shirt mitgebracht!“, am besten noch mit so 90er-Jahre-Fransen. Doch plötzlich kommen wir an einem Laden vorbei, der nicht vollgestopft ist mit Krimskrams. Weiße Fensterrahmen, Blumenkästen, ein paar schlichte gestreifte Strandtaschen, die am Eingang hängen. Drinnen weiße Dielen, ein paar nackte Glühbirnen in der Mitte des Raumes, es ist aufgeräumt und hell und das Konzept ganz einfach – es gibt T-Shirts, Tassen, Notizbücher, Kerzenständer und Strandtaschen, alles in gedeckten Farben und mit immer wiederkehrenden Motiven und jedes erzählt eine Geschichte Chanias. Die Dockyards, die alte Moschee, die kretische Lyra, das Stadbild Chanias, der Leuchtturm. Und auf jedem kleinen, feinen Teil der kryptische Code CA35°31’N24°01’EA. Canea, das ist der venezianische Name für Chania, naja, und dann halt die geographischen Koordinaten (latitude: 35°31’North – longtitude: 24°01’EA). Und das weiß ich jetzt aber auch nur, weil es zu jedem Souvenir so ein kleines Zettelchen gibt, wo dann ganz viel Wissenswertes drauf steht. Da kann man den Daheimgebliebenen was mitbringen und dann auch noch so richtig schön klugkackern. Naja, lange Rede, kurzer Sinn, der Laden gefiel mir so gut, da musste ich dann natürlich ’n bisl was mitnehmen (nur zwei kleine Bücher und was für Augustinchens kleinen Freunde, auch wenn ich mich jetzt ärgere, nicht eine der Taschen mit eingesackt zu haben). Irgendwie doch schön, diese kleinen Perlen zu entdecken, die es dann einfach mal ein bisschen anders machen als alle anderen, oder?

Adieu und bis bald,
Eure Uschi

P.S.: Im Internet habe ich nur eine Tumblr-Seite mit Fotos und den Pinterest-Account gefunden, leider kann man sich die tollen Taschen nicht online bestellen. Dann muss ich wohl noch mal hin…

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