Babyschwimmen, erster Teil oder: Wie Schwimmwindeln Appetit auf Eis machen können

Als förderungsfreudige Mama in Elternzeit wird man früher oder später vor die Entscheidung gestellt – soll mein kleiner Säugling mit anderen Säuglingen in einem chlormüffelnden Stadtbad planschen oder kann man sich das eventuell sparen?

Hat man sich, wie ich, vorher noch nicht so mit der Materie der frühkindlichen Föderung beschäftigt, wird man überascht sein, was es nicht alles für Kurse gibt, in welchen man sein Kind bilden und in meisten Fällen sich selbst gleich noch zurückbilden kann. Da gibt es die klassischen Rückbildungskurse mit Baby, PEKIP-Kurse (soll wohl keine Sekte sein, sondern so Elterngruppen, die nackige Babys bei aufgedrehter Heizung unter Anleitung unterhalten), Mutter-Kind-Yoga, Baby-Massage, Mama-Zumba, Pilates mit Baby, Baby-Sauna, musikalische Früherziehung ab 4 Monaten, Krabbelgruppe, Zwergensprache (ja, gibt es wirklich, da lernt man die Zeichensprache von Babys, hach wie praktisch), Baby-Shiatsu, Buggy-Sport – you name it! Aber die Mutter aller fancy Babykurse ist sicher das Babyschwimmen.

Nun, meine erste Assoziation beim Babyschwimmen sind die Unterwasserfotos von Kindern, die stolz herumgezeigt werden und auf denen die Babys ein wenig verloren im nassen Blau und mit aufgerissenen Augen ins Chlorwasser gucken und eigentlich nur noch der Dollar-Schein fehlt, um das perfekte Nirvana Nevermind Cover nachzuahmen (übrigens ist das Nirvana-Baby nun schon über 20, waaaah, ich bin so alt!). Ohne mich wirklich damit beschäftigt zu haben, war für mich das Babyschwimmen eher eine Freizeitbeschäftigung für Eltern, die es niedlich finden, ihre kleine Nackideis im Wasser zu betrachten.

Aber das war ja nur mein Bauchgefühl und ich fing an zu recherchieren. Es gibt zum Beispiel Langzeitstudien, die einen Zusammenhang von Schwimmbadbesuch im ersten Lebensjahr und Durchfall sowie Mittelohrerkrankungen nachweisen wollen. Außerdem hatte ich persönlich ein wenig Angst vor dem bösen Chlorwasser an Babys empfindlicher Haut. Doch dann fragte ich erfahrene Eltern, Hebamme und Osteopath und alle bestätigten mir, wie toll Babyschwimmen doch für die motorische aber auch geistige Entwicklung sei, und dass es im Grunde darum geht, dass Eltern und Kind gemeinsam Spaß haben. Und als ich dann eines Tages ein Video einer Freundin bekam, in dem ihre kleine Tochter von ihrem Papa im Schwimmring am Seil durch das Wasser gezogen wurde und dabei vor Freude jauchzte und strahlte, überstimmte diese Freude meine Bedenken und ich wollte Augustinchen diesen Spaß nicht vorenthalten. Und wie es ja immer so ist, entdeckte ich am gleichen Tag bei A lovely Journey diese niedliche Schwimmwindel von TotsBots (z.B. erhältlich bei StoffyWelt) und musste mich so nicht auch noch mit der Entscheidung herumquälen, ob Wegwerf- oder Stoffschwimmwindel.

Sind die kleinen Eisbecher nicht allerliebst?

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Achja, und in Teil 2 erzähle ich euch dann irgendwann, wie sich Augustinchen und ihr Papa so im Chlorwasser gemacht haben, ne?

Adieu und bis bald,

Eure Uschi

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